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Werner Reichel
 

Wenn  in Wien im kommenden Jahr gewählt wird, steht für die SPÖ viel auf dem Spiel. Deshalb mobilisieren die Sozialdemokraten bereits jetzt alle Kräfte. Dazu gehört neben den mit Inseraten gefütterten Boulevardzeitungen auch der ORF. Er ist eine der wichtigsten Säulen im SPÖ-Wahlkampf. Auf die Hörer und Seher wird in den nächsten Monaten noch einiges zukommen. Für die Wahlpropaganda werden fast alle Sendungen und Formate genutzt werden. Kleiner Vorgeschmack heute in der Sendung „Heute Mittag“. Da wird über die Mobilitätswoche, die derzeit in ganz Europa läuft, berichtet. Ein guter Anlass für den ORF, für das rot-grüne Wien die Werbetrommel zu rühren.

In dem Beitrag erfahren Pensionisten und Erwerbslose (sonst hat um diese Zeit  ja kaum jemand Zeit fernzusehen), also zwei  Kernzielgruppen der SPÖ, welch vorbildliche Verkehrspolitik SPÖ und Grüne in der Bundeshauptstadt nicht machen: „In Wien wurde schon einiges für die Verkehrssicherheit getan: Umbau der Straßen und Geschwindigkeitsbegrenzungen sollen erste Wirkung zeigen, heißt es“, erzählt uns der ORF-Redakteur. Und weiter: „Laut Statistik hatte die Bundeshauptstadt im vergangenen Jahr 17 Verkehrstote zu beklagen. Zum Vergleich: Niederösterreich 112.“

Wie tief kann man eigentlich sinken? Da werden sogar Verkehrstote für noch dazu schlecht gemachte Propaganda missbraucht. Dem Seher wird suggeriert, dass Wien deshalb so wenige Verkehrstote hat, weil  SPÖ und Grüne  viel für die Sicherheit getan haben. Ganz im Gegenteil zum schwarzen Niederösterreich, wo der Blutzoll um ein Vielfaches höher ist. Man kann eine Stadt nicht mit einem Flächenbundesland  vergleichen. Niederösterreich hat über 430 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen und über 13.000 Kilometer Landstraßen.  Natürlich passieren dort mehr tödliche Unfälle, als in einem Stadtgebiet. Die Gegenüberstellung dieser nackten Zahlen ohne jede Erklärung ist unseriös und unterste Schublade. Aber was tut man nicht alles für seine Freunde