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Werner Reichel
 

„Panama Papers“, das klingt nach Mafia, Drogengeldern, Korruption, großem Hollywood-Kino und fiesen reichen Männern. Herrlich.  Endlich hat der ORF wieder ein Leib- und Magen-Thema, eines, das ganz auf seiner politischen Linie liegt.  Bei der leidigen Flüchtlingskrise kommt man ohnehin immer mehr ins Schwimmen, die Seher und Hörer murren ob der verzerrten Berichterstattung immer lauter.  Die gut ausgewählten Bilder mit den traurigen Flüchtlingskindern und die politisch-korrekten Durchhalteparolen ziehen nicht mehr so richtig. 

Da kommt so ein journalistischer Entlastungsangriff, der die niederen Neidreflexe der Bevölkerung bedient, richtiggehend gut an. Endlich können die, die primär von Steuergeldern und Gebühren leben, wieder laut „Haltet den Dieb rufen“, können von der traurigen europäischen Politik und Realität ablenken.

Als Blitzableiter für den Frust der Bevölkerung sollen jetzt fette Kapitalisten, fiese Banker und internationale Geldhaie dienen. Die Geschichte wiederholt sich. Endlich gibt es wieder Feindbilder und Sündenböcke, die in das poltisch-korrekte Weltbild passen, endlich kann man seine Vorurteile pflegen, seine Ahnungslosigkeit über ökonomische Zusammenhänge stolz zur Schau tragen und gemäß seiner vulgärmarxistischen Denke wieder nach Herzenslust gegen die Reichen hetzen. In Deutschland ist es nicht anders, da erledigen ARD, ZDF und Süddeutsche diesen Job.  Linksextreme nutzen in Deutschland bereits die angeheizte Stimmung, um auf teure Autos „Bonzensau“ zu sprühen.  Was ist die nächste Eskalationsstufe? Hatten wird das nicht schon einmal? 

Der Staatsfunk versucht, seinen Zwangsgebührenzahlern mehr oder weniger subtil zu vermitteln, wer sein Geld nicht im Inland auf der Bank liegen hat, ist ein asoziales Subjekt. Er ist nicht solidarisch, er schädigt die Gemeinschaft, um nicht zu sagen das Volk. Denn Solidarität, wie sie Linke verstehen, ist eine Einbahn. Ein Konto im Ausland zu besitzen, ist im besten Fall anrüchig.

Dass sogenannte Briefkastenfirmen nichts Illegales sind, dass es kein Verbrechen ist, eine Firma in Panama oder auf den Cayman Islands zu betreiben, wird bei der derzeitigen Hysterie gerne vergessen. Die Moralapostel der linken Journaille sollten gut aufpassen, in welche Richtung sie da gerade die Bürger drängen. Ein bisserl Geschichtsunterricht täte Not. Im krisengeschüttelten Europa wird gerade mit Hilfe der Staatssender und der Leitmedien der Linkspresse (Süddeutsche, Falter etc.)  propagandistisch vorbereitet, was auch die krisengeschüttelte Weimarer Republik aus ähnlichen Gründen eingeführt hat. Damals nannte man diese Maßnahme „Reichsfluchtsteuer“.  Ein bisserl Geschichts-Nachhilfeunterreicht diesbezüglich gibt es hier.

In den vergangenen Tagen haben übrigens mehrere Medien berichtet, dass immer mehr Millionäre Europa verlassen. Rekordsteuern, instabile politische Verhältnisse, überforderte Regierungen, die sich dramatisch verschlechternde Sicherheitslage und Antisemitismus sind die Gründe für diesen Exodus.

Alleine in Frankreich waren es im vergangenen Jahr rund 10.000. Ein weiterer Grund für eine EU-Fluchtsteuer. In der Weimarer Republik stieß dieser Schritt auf breite Zustimmung. Die Panama-Geschichte scheint aber nicht wie von den linken Leitmedien gewünscht zu funktionieren, sie will nicht so recht zünden. Den Schaum vor dem Mund haben weniger die angesprochenen Bürger, als vielmehr die Journalisten und andere ewig gestrige Klassenkämpfer.  Das liegt vor allem daran, dass die meisten Menschen die Absicht dahinter erkennen und verstimmt sind.