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Georg Frundsberg
 

Talk im Hangar 7“ auf servus tv wird von Woche zu Woche besser. Wer sich an der Realitätsverweigerung der Linken laben möchte, dem sei die letzte Sendung zum Thema „Feindbild Feminismus: Was will die Frau?“ empfohlen. Erfrischende Diskutanten, die man beim ORF nie sehen wird, wie der Philosoph Georg Schildhammer, der Männerarzt Georg Pfau und die Publizistin und Anti-Feministin Birgit Kelle trafen auf Berivan Aslan, die Frauensprecherin der Grünen, und die feministische Ökonomin Gabriele Michalitsch.

Ein echter „Gewinn“ für die Sendung war die feministische Ökonomin Gabriele Michalitsch. Sie lieferte die besten Sager und zeigt anschaulich, wie es möglich ist, Realitäten zu negieren und sich eine eigene Wirklichkeit zusammen zu zimmern..
Zum Beispiel als Birgit Kelle über das bunte Deutschland im Jahr 2017 sprach und als Beispiel die Silvesternacht in Köln nannte: „Wir müssen doch einmal zur Kenntnis nehmen, dass wir es hier mit Männern zu tun haben, die anders sozialisiert sind. Wir haben es mit Männern zu tun, die mit Frauen, wie wir es sind, ein Problem haben, und darüber müssen wir sprechen. Und dieses Phänomen ist neu.“

Bei diesen Beschreibungen der Realität im Multikulti-Deutschland bekamen Frau Michalitsch und Frau Aslan förmlich Schaum vor dem Mund, verfielen in Schnappatmung und versuchten die Ausführungen von Frau Kelle zu unterbrechen. Ein schönes Beispiel für die Diskussionsbereitschaft der Linken und deren Toleranz anderen Meinungen gegenüber. Ein Musterbeispiel für Negierung der Realität. Die Linken sind wahre Meister darin, denn Michalitsch führt im nasalen Döblinger Oberlehrerton aus: „Die Kölner Silvesternacht war eine relativ typische Silvesternacht. Wenn Sie die Statistik kennen würden, dann wüssten Sie, dass die Karnevalsnächte genauso ablaufen.“

Michalitsch über den zur Diskussion gestellten Import von Gewalt durch die jüngste Migration von moslemischen jungen Männern: „Das ist aber ein Mythos, der konstruiert wird. Es werden die Schwächsten gegen die Schwachen ausgespielt“
Birgit Kelle: „Wir haben eine Einwanderungswelle im Moment in Europa von Männern mit mittelalterlichen Vorstellungen zur Rolle der Frau.“
Michalitsch: „Das ist ja unglaublich, was Sie hier behaupten.“
Kelle: „Nein, ich behaupte das nicht, das ist Fakt.“

Ideologie trifft auf Realität. Aber man kann auch biologische Tatsachen negieren:

Michalitsch über das Geschlecht: „Dass es natürlich ganz massiv darum geht, diese Vorstellungen von Geschlecht in Frage zu stellen. Was soll das Männliche, das Weibliche in dem Sinn überhaupt sein? Es ist klar, dass das nichts Natürliches ist, sondern dass das gesellschaftlich produziert wird.“
Michael Fleischhacker: „Das Geschlecht ist also eine soziale Konstruktion?“
Michalitsch: „Das Geschlecht ist eine soziale Konstruktion“
Fleischhacker: „Und keine biologische Tatsache?“
Michalitsch: „Sie können natürlich Geschlecht auch über den Körper definieren, aber das, wie wir Geschlecht leben, was Geschlechterverhältnisse in der Gesellschaft charakterisiert, ist nicht über den Körper bestimmt, und lässt sich nicht biologisch festlegen.“

Die Frauensprecherin der Grünen, Frau Berivan Aslan schafft es trotz Nachfragens nicht, Weiblichkeit zu definieren. Eigentlich ein Armutszeugnis. Auch sonst kamen von ihr keine brauchbaren Argumente oder Aussagen. Jedenfalls stelle ich mir unter einem kompetenten Auftritt etwas anderes vor. Aber für die Frauenpolitik der Grünen dürfte es reichen..

Michael Fleischhacker zu Frau Aslan: „Was ist denn dann Weiblichkeit ihrer Ansicht nach? Wenn Sie ihre Weiblichkeit beschreiben wollen.“
Aslan: „Also, ich, ich, äh, ich kann's leider nicht nachvollziehen, äh, ähmmm, wie sSe Weiblichkeit natürlich definieren, aber...“
Fleischhacker: „Wie definieren Sie’s?“
Aslan: (Blick nach unten) „Ja, ich mein, mmmhhh, Weiblichkeit ist … für mich persönlich, einfach, das hat einfach, ähm, das irgendwie, mit dem Feminismus als Synonym darzustellen, find ich schon irgendwie, schon bedenklich, weil ich denk mir ...“
Fleischhacker: „Ich hoffe es ist nicht zu indiskret, aber würden Sie einfach sagen, was für Sie Weiblichkeit bedeutet?“
Aslan im O-Ton: „... Ja, Weiblichkeit ist, ist ein, für jeden persönlich einen, einen Definitionsbegriff. Wie jeder sich weiblich befindet. Ich, f.. empfinde mich als weiblich, wenn ich, weil ich mich (Kopfschütteln) in meiner Haut wohlf... wohlfühle, weil ich gern Frau bin, und weil ich gern mich wie eine Frau verhalte und das ist für mich...“
Birgit Kelle unterbricht: „Und wie verhält sich eine Frau?“
Aslan: „Das ist für mich meine Weibliche“
Birgit Kelle: „Sagen Sie doch eine Eigenschaft, Sie haben jetzt keine einzige Eigenschaft gesagt, was weiblich ist für Sie. Keine einzige.“

Man merkt den Unterschied zum Staatsfunk. Wenn bei einer Diskussionssendung die Linken nicht in der Überzahl sind, wenn sie nicht vom Moderator behütet und unterstützt werden, und wenn nicht passende, themengebende, „menschelnde“ Einspielungen zur Verfügung stehen, dann verlaufen die Diskussionen plötzlich wohltuend anders. Für die eigene Demontage sorgen sie meist selber, so dass es von der anderen Seite gar nicht notwendig ist, besonders angriffsfreudig zu sein. Man muss lediglich über die Realität reden.

Der Link zu der sehenswerten Sendung:

http://www.servustv.com/at/Medien/Feindbild-Feminismus-Was-will-die-Frau