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(ORF2 Sa, 20.12.2014, 19:30)
Zeit im Bild

Von einem „Österreicher“, der in die Türkei ausreist, um Waffen zu schmuggeln.

Ein Terroralarm am Wiener Flughafen ist an sich kein alltägliches Ereignis. Nach der pflichtgemäßen Hofberichterstattung über die Sozialisten, sowie der völkischen Beobachtung des Niederringens der Halbinsel Krim, widmet die ZIB dem Flughafenereignis immerhin ein paar Sekunden.

Unter dem Titel „Waffe im Flug-Gepäck“ habe ein Paar „für Aufregung gesorgt“. Weiters erfährt man noch, dass die Waffenbesitzer, „ein Österreicher und eine Türkin“, angezeigt wurden.
Dass tatsächlich ein Groß- und Terroralarm ausgelöst wurde, wird im Staatsfunk mit „für Aufregung sorgen“ übersetzt. Vielleicht liegt die Zurückhaltung in der Berichterstattung darin begründet, dass der „Österreicher und die Türkin“ tatsächlich ein türkischstämmiges Pärchen sind, bei dem Ersterer vor kurzem die österreichische Staatsbürgerschaft, sowie eine Wiener Gemeindewohnung erhalten hat?

Dass die Polizei auch in Richtung eines terroristischen Hintergrundes ermittelt, weil Türkischstämmige, die mit einer Maschinenpistole bewaffnet in die Türkei fliegen, mitunter ins Islamische Kalifat weiterreisen, bleibt freilich völlig unerwähnt. All das passt nicht in die Welt dessen, was sein darf, deshalb wird nicht berichtet. Das islamophile Wohlfühlkostüm darf nicht befleckt werden.