ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Werner Grotte (ORF2 So, 09.04.2017, 20:15)
Tatort

Wenn man sich angesichts völlig unrealistischer Gutmenschen-Drehbücher beim „Tatort“ schon öfter dachte, dümmer geht’s nimmer – so wurden wir am heutigen Sonntag eines Besseren belehrt: Der Tatort aus Bamberg war ein Meisterstück an tendenziösem Schwachsinn rund um einen Brandanschlag auf ein Flüchtlingsquartier, bei dem eine Farbige ums Leben kommt.

Gleich zu Beginn der Ermittlungen bringt die Jungkommissarin edelmütig Wäschespenden mit ins Heim – weil Mordermittler ja nichts anderes zu tun haben. Die dort lebenden Migranten sind alle höflich, adrett, sprechen perfekt deutsch und lernen brav lesen und schreiben. Quasi als amoralisches Feigenblatt haben die Drehbuchschreiber einen Bösen eingebaut, der linke G‘schafteln macht.

Damit das gutmenschliche Ungleichgewicht rasch wieder hergestellt ist, findet sich als verdächtiger böser Deutscher schon bald der Besitzer der Asylanten-Unterkunft, der die Fabrikshallen und Garagen selbstverständlich um viel Geld an die Stadt vermietet und diese mutmaßlich abfackeln lassen wollte, um auch von der Versicherung viel Geld zu kassieren und Platz für teures Bauland zu bekommen.

Um die Hintergründe des Todes der Farbigen aufzuklären, kommt der Kommissar (der – ebenfalls ganz realistisch – tschetschenischen Migrationshintergund aufweist) auf die Idee, sich als tschetschenischer Flüchtling ins Asylquartier einzuschleichen und dort verdeckt zu ermitteln. Weil das deutsche Mordermittler ja gerne tun.

Alsbald freundet er sich mit einem ganz armen unbegleiteten, minderjährigen Araber an, der natürlich seine ganze Familie bis auf einen Bruder verloren hat und diesen verzweifelt sucht. Man geht schwarz Putzen, die Chefin und Vorarbeiterin der Putzfirma ist natürlich eine Deutsche (was in der Realität längst Türken oder Ex-Jugoslawen übernommen haben).

Nach einem Badeteichbesuch, bei dem die Moslems und der Kommissar nackerten Mädels auf den Busen starren, werden sie von weiteren bösen Deutschen überfallen, nämlich Neonazis. Die einschreitenden Streifenpolizisten werden vom verdeckten Kommissar rasch ebenfalls als böse Rechte entlarvt, weil sie keine Anzeige aufnehmen wollen, und bekommen ein Disziplinarverfahren.

Mittlerweile spendet auch der zweite Kommissar Kleider für das Heim, seine Kollegin hilft (im Dienst!) sogar im Flüchtlings-Deutsch-Unterricht mit. Wie das Mordermittler halt so machen.

Die Altkommissarin wiederum kann dem bösen Heim-Beisitzer noch nichts nachweisen und geht deshalb zu dessen ahnungsloser Frau, um der zu erzählen, mit was für einem Monster sie verheiratet ist, Die klassische Art der moralischen Mordermittlungs-Intrige.

Schließlich verrät eine Zeugin den Werfer des Molotow-Cocktails – natürlich ein böser Deutscher, der noch dazu in einer Immobilie des bösen Heim-Besitzers wohnt und sich dort die Miete nicht leisten kann. Somit musste er seine Schuld anderweitig abarbeiten. Ein klassisches deutsches Schicksal.

Als sich herausstellt, dass der Bruder des minderjährigen Arabers tot ist, will der edelmütige Kommissar den 16-Jährigen gar adoptieren! Doch dieser hat sich vom Feigenblatt-Bös-Flüchtling zu einem Einbruch nötigen lassen – und wird prompt vom schwerhörigen deutschen Hausbesitzer erschossen. Wie das Senioren halt so tun, wenn eh schon die von ihnen alarmierte Polizei vor der Tür steht.

Einzige Kernaussage dieser Folge: Ganz offensichtlich halten die „Tatort“-Macher die TV-Konsumenten für komplette Dodeln. Der Verfasser dieser Zeilen betont, dass er sich obigen Schwachsinn nur deshalb zu Ende angeschaut hat, um danach mit Fug und Recht sagen zu können: Es geht wirlich immer noch ein bissl dümmer.

Di, 11.04.2017, 23:07 | dhmg

Ich kenne welche, die das Ganze sicher nicht durchschaut, sondern "gefressen" haben. Mit jedem Tatort werden die Seher dümmer. Danke für den Artikel, liest sich witzig. Bin ORF-abstinent und gut so.
Mo, 10.04.2017, 13:40 | Es ist kaum möglich, euch NICHT zu durchschauen, Bagage!

Ich habe diesen Schas glücklicherweise nach wenigen Minuten als solchen erkannt und abgedreht. Glauben ZDF, ARD, ORF1, ORF2, ORF3, ATV et al wirklich, wir sind so blöd, wie sie es gerne hätten?
Mo, 10.04.2017, 12:38 | Kurt B.

Österreich und vor allem Wien ist am Ende. Die Österr. in den Bundesländern müssen sich das bunte Wien unbedingt anschauen um mitreden zu können. Vor allem in den Öffis wird kaum mehr Deutsch gespr.
Mo, 10.04.2017, 14:41 | boris golan

Wien ist am Ende,naja wenn lauter Ausländer im Parlament sitzen,kein wunder.Vassilaku,Glawischnig,Vdb,und noch einige mehr.
Mo, 10.04.2017, 20:47 | Freier Mensch

Ich habe als naher Niederösterreicher Wien seit Häupl/Vassilakou nicht mehr betreten. Ich befahre es auch nicht. Ich beshoppe es auch nicht . Wie ist für mich TOT . Endgültig .Aus . Finito . Niente ..
Mo, 10.04.2017, 11:53 | RB

Danke für diesen treffenden Kommentar. Ich habe kurz in der Programmzeitschrift darüber gelesen und bin dann beim Tappen für 1 Minute hineingeraten - in seiner belehrenden Vordergründigkeit absurd!
Mo, 10.04.2017, 11:55 | RB

Beim Zappen natürlich ... So wie sich der beve Drehbuchautor die Welt vorstellt halt.
Mo, 10.04.2017, 11:32 | antr

Vielen Dank für den herrlichen Beitrag! Ich meide den ORF weitestgehend und bewundere Ihren Masochismus, sich das anzutun!
Mo, 10.04.2017, 11:56 | Gabriele Gratsch

In der U6, zwei schneidige "Unbegleitete" (einer mit grauen schläfen) beginnen auf hohem Niveau zu kommunizieren: "die Ösi-Frau, die ich AUSNUTZE, hat mir wieder Geld zugesteckt...."
Noch Fragen ?!
Mo, 10.04.2017, 11:04 | Ott

Besser hätte man diesen Gutmenschen-Schwachsinn nicht kommentieren können.
Was sollten wir daraus lernen?
Die Deutschen sind die Bösen, die Asylanten die Guten?
Und die Polizei hat es bereits erkannt?
Mo, 10.04.2017, 09:11 | Mankovsky

Na, wartet auf den nächsten Tatort!Bei 70% Systemparteienwähler-Zuseher geht noch was.
Mo, 10.04.2017, 07:49 | Jörg Heymann

Vielen Dank für diesen herrlichen Kommentar zum Tatort.
Er beschreibt den momentan Irrsinn hier im Balla Balla Land total.
Ich verneige mich.
Viele Grüße
Mo, 10.04.2017, 07:22 | Ist das wirklich möglich

dass es unter den Linken NUR Idioten gibt? Es ist zwar Tatsache, dass die Vertrottelung keineswegs richtungsgebunden ist, aber das war einfach zu viel... So was würde sogar dem ORF einfallen!
Mo, 10.04.2017, 05:50 | Alfred Mayerhofer

Wieder einmal ein Tatort, wo man mehr zu den Tätern hilft, als den Opfern!
Mo, 10.04.2017, 01:23 | powermelch

Volksverdummung 2.0. Wäre mir eigentlich egal, wenn man nicht Zwangsgebühren zahlen müsste. Entweder finanziert man solchen Schwachsinn oder Schwachmaten wie Lanz und Co.
So, 09.04.2017, 23:51 | Mariahilfer

Wie die Polizistin von der armen Negerfrau schwafelte - musste durch
die Wüste zu den Schleppern mit den gefährlichen Booten - bin ich sofort
ausgestiegen. Nach obiger Inhaltsangabe, Gott sei Dank!
So, 09.04.2017, 23:08 | Noah

Soviel komprimierter Unsinn hat richtig weh getan.
So, 09.04.2017, 23:08 | 1956

Schon die Ankündigung des Tatorts hat mir gereicht. Volkserziehung dümmster Art war angesagt. Daher: Flugs zu amazon.de u. den Schweighöfer Thriller "You are wanted" angesehen. amazon prime ist prima!
Mo, 10.04.2017, 17:31 | Keyel Brandon

Da kamen sie aber vom Regen in die Traufe. Das Schweighöfer-Ding ist ja auch an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Die Kritiken der Renommierten fallen dementsprechend aus.
So, 09.04.2017, 22:48 | jaguar

Ich bewundere Ihr Durchhaltevermögen, hoffentlich ohne Beruhigungsmittel!
Mo, 10.04.2017, 02:02 | werner grotte

Sie werden es nicht glauben - aber ich habe mir erst nachher ein Bier aufgemacht. Und diesen Beitrag verfasst...
Mo, 10.04.2017, 07:25 | Wirklich

NUR eines ????? Ich bewundere Sie!
Mo, 10.04.2017, 21:36 | Ingrid B.

Ich bewundere dieses Durchhaltevermögen auch! Und wenn ich dann dankenswerterweise die Kritik lesen kann, klopf ich mir auf die Schulter und sage mir, wieder nichts versäumt, gut gemacht, weil andere



Kommentar senden