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IM ZENTRUM

ORF2, So, 13.03.2016, 23:06 | Andreas Unterberger

Das Bestellfernsehen hat bestens funktioniert. Eine Stunde lang hat sich Werner Faymann ungehindert in seiner neuen Lieblingsrolle, als um das Land besorgter Staatsmann, präsentieren können. Bei der Interviewerin blieb für den Zuseher nur eine einzige Frage offen: War sie mehr nervös oder mehr unterwürfig? Beides war sie jedenfalls sehr. Typisches Zitat: „Ich hoffe, Sie sind einverstanden…“

Und wenn die Interviewerin einmal kritisch zu sein versuchte, dann kam das immer aus ganz linken Positionen. Etwa ob die Sperre der Grenzen „nicht zynisch“ sei. Alle jene Fragen jedoch, welche die große Mehrheit der Österreicher beschäftigen, wurden von ihr kein einziges Mal auch nur angedeutet.

Etwa:

  • ob nicht 90.000 beziehungsweise jetzt 37.500 Zuwanderer aus der Dritten Welt pro Jahr viel zu viel für die Fassungskraft Österreichs seien;
  • ob es nicht ein gigantisches Sicherheitsrisiko ist, zu 80 Prozent junge alleinstehende Männer ins Land zu holen;
  • was Faymann zu der signifikanten Zunahme an Gewalt- und Sexualtaten sagt;
  • ob er sich jemals die Haufen an Drogendealern angesehen hat, die neuerdings bei jeder U6-Station stehen;
  • ob er weiß, dass die anderen Wiener sich ohne Leibwächter in der Stadt fortbewegen müssen;
  • ob er Kinder noch in ein Schwimmbad gehen ließe;
  • ob es sich Österreich leisten kann, Menschen höchstwahrscheinlich lebenslang mit allen Wohltaten des Sozialstaates zu alimentieren, nachdem nur eine kleine Minderheit jemals einen echten Arbeitsplatz finden wird;
  • ob Österreich nicht endlich aufhören muss, durch sein exzessives Wohlfahrtssystem so attraktiv für immer noch mehr „Flüchtlinge“ zu werden;
  • warum es ausgerechnet die sozialistisch regierten Länder Griechenland und Italien sind, die der Völkerwanderung die Tore nach Europa geöffnet haben, während das konservative Spanien – trotz seiner großen Nähe zu Afrika – komplett dicht gehalten hat;
  • ob nicht die Türkei im Falle des diskutierten Deals möglichst viele Syrer illegal nach Europa schleusen wird , damit sie dann möglichst viele legal auf den Kontintent bringen kann und überdies noch belohnt wird.

Freilich, solche Fragen dürfen im ORF gar nicht gestellt, werden, selbst wenn sie – was zu bezweifeln ist – der Interviewerin eingefallen wären. Denn sie hat ja einen strammen Genossen als Chefredakteur. Und der über diesem thronende Genosse Generaldirektor will überdies in ein paar Monaten wiedergewählt werden, wo ganz zufällig der Bundeskanzler die meisten Sitze im zuständigen Stiftungsrat besetzt.

Und wie war Faymann selbst? Der hat halt nicht ungeschickt seine Sprüchlein der letzten Wochen ohne irgendeine wirkliche Neuigkeit heruntergeklopft; dabei ständig – obwohl sitzend – mit den Füßen gewippt, offenbar in seiner eingelernten Gewohnheit, sich durch Wippen größer und bedeutungsvoller zu machen; und durch seine Schwierigkeiten mit dem Hochdeutsch („gewunschen“, „gewunken“, „Das Nachbarns“) wieder einmal heftig an die Suche nach seinem Maturazeugnis erinnert.