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Wenn es nicht einmal mehr einen Big Mac gibt

Andere, Fr, 22.07.2016, 12:08 | Kurt Ceipek

Dass die armen Bürger Venezuelas bei McDonalds keinen Big Mac mehr kaufen können, weil selbst der Fast-Food-Riese mit Lieferproblemen zu kämpfen hat, war ORF.at eine Meldung wert. Dass dieses südamerikanische Land von einem sozialistischen Regime trotz reichlich vorhandener wertvoller Bodenschätze fast zu Tode gewirtschaftet wurde, hat sich mittlerweile sogar bis Österreich herumgesprochen.

Gewissenhafte ORF-Redakteure zerbrechen sich natürlich den Kopf, wer denn schuld an der Misere sein könnte. Deshalb heißt es in der Analyse: „Der ölreiche südamerikanische Staat befindet sich seit dem Verfall des Ölpreises in einer schweren Wirtschaftskrise.“

Dass der Ölpreisverfall auch zahlreiche andere Länder betrifft und nicht zum völligen Zusammenbruch der Wirtschaft geführt hat, wird in diesen Überlegungen nicht erwogen.

Dass es die radikalen und korrupten Sozialisten waren, die das Land in den Abgrund geführt haben kann ein ordentlicher ORF-Redakteur nicht schreiben. Man kritisiert Sozialisten nicht. Das gehört sich nicht unter linken Ideologen. Deshalb heißt es im Text: „Die Opposition macht den sozialistischen Präsidenten für die Probleme verantwortlich.“

Da schwingt unterschwellig mit, nicht der Sozialismus sei schuld, sondern die Opposition sei zumindest mitverantwortlich. Was einen ORF-Watch-Leser zur Frage veranlasste: „Für wie blöd halten die Genossen im ORF ihre Leser?“