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Zeit im Bild

ORF2Andere, Sa, 11.02.2017, 22:31

Die tägliche Trump Verunglimpfung des ORF. Diesmal verkleidet als Kulturbeitrag in der ZiB im Beitrag „Premiere von Hoffmanns Kunstmärchen“. Der erste Beitrag dieser ZiB beschäftigt sich mit Trumps Verordnung zum Einreisestopp. Im Kulturbeitrag am Ende der Sendung wird darauf nochmal Bezug genommen.

Rainer Hazivar: „Um einen rücksichtslosen, machtbesessen Aufsteiger, der es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt und ohne Rücksicht auf Verluste Karriere macht, geht es auch zum Schluss der Sendung. Nämlich im Wiener Volkstheater. E. T. A. Hofmanns phantastisches Kunstmärchen unter der Regie des ungarischen Regisseurs Viktor Bodó. Klein Zaches Operation Zinnober hat morgen Abend Premiere.“

Susanna Schwarzer: „Es ist eine irritierende und gleichzeitig erschreckende Darstellung eines Emporkömmlings, der von Politik nichts versteht und einzig auf seinen ganz persönlichen Vorteil aus ist. Klein Zaches manipuliert, und regiert und kommt so an die Macht.“

Der US-amerikanische Präsident wird also vom ORF als „rücksichtsloser, machtbesessener Aufsteiger, der es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt," gesehen. "Ein Emporkömmling der von Politik nichts versteht und einzig auf seinen Vorteil aus ist.“

Na zum Glück versteht der ORF etwas von seinem öffentlich-rechtlichem Bildungsauftrag, der auch gemäß ORF-Gesetz derartige, launige Kommentare von Nachrichten streng trennen sollte.

ORF-Gesetz § 10 (5): Die Information hat umfassend, unabhängig, unparteilich und objektiv zu sein. Alle Nachrichten und Berichte sind sorgfältig auf Wahrheit und Herkunft zu prüfen, Nachricht und Kommentar deutlich voneinander zu trennen.

Aber mit solchen Kleinigkeiten hält man sich beim ORF schon längst nicht auf. Siehe die vielfältigen Beiträge auf dieser Seite, die ja nur die Spitze des Eisberges darstellen. Wer hat schon die Zeit und Lust, nach jeder verunglückten Sendung des ORF einen Kommentar zu schreiben? Während man den einen Beitrag analysiert und zerpflückt, werden zeitglich zehn andere gesendet, die vielleicht noch übler sind. Es erscheint wie ein Kampf gegen Windmühlen. Aber weiter im Beitrag:

Gabor Biedermann (Schauspieler):  Es ist leider etwas, was man aus der Geschichte schon öfter beobachten konnte, und auch beobachten kann in der heutigen Zeit, dass die Menschen sehr schnell bereit sind, sich so einer Verblendung auszuliefern.

Wahre Worte! Am Programm des ORF lässt sich diese Phänomen besten ablesen. Es ist erschreckend, wie viele Menschen noch immer bereit sind, sich so einer Verblendung auszuliefern, ja sogar bereit sind, die eigene Verblendung auch noch selbst zu bezahlen.

Susanna Schwarzer: „Es ist eine wahr Bilderflut, die Regisseur Viktor Bodò hier auf die Bühne bringt, Windmaschinen, Soundeffekte, Live-Musik und Videos. Ein absurdes und gekonnt inszeniertes Spiel über die Mechanismen einer Gesellschaft, die aus den Fugen gerät. Schein und Sein liegen hier nahe beieinander.“

Das denke ich mir beim Konsum der vielfältigen ORF-Medien auch immer. Es ist in der Tat eine wahre Bilderflut, die täglich aus dem Wahrheitsministerum auf uns nieder prasselt. Ein gekonnt inszeniertes Spiel aus Nachrichten, Dokumentationen, Interviews, Kulturbeiträgen und Diskussionen, die nur ein Ziel haben zu scheinen: die ideologische Geisteshaltung der ORF-Redakteure in die Gehirne der ORF-Konsumenten zu pressen.

Zum Glück wachen täglich mehr Menschen aus dieser Traumwelt auf.