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ZIB 2

ORF2Andere, Di, 13.06.2017, 23:03 | Andreas Unterberger

Faserschmeichelsanft wurde von Armin Wolf der islamische Imam Baghajati als ORF-Gast behandelt. Dieser konnte daher mit wolkigen Wortkaskaden ungehindert eine Propaganda-Show abziehen. Armin Wolf hat entgegen seiner sonstigen Selbstinszenierung nicht ein einziges Mal gewagt, den Schwadronierer auch nur zu unterbrechen.

Der Moderator ging nicht darauf ein, dass sich die präsentierte Anti-Terror-Erklärung von 300 Imamen ausdrücklich auf die Attentate "des IS" bezieht, also eindeutig eine allgemeine Distanzierung von jeder Gewalt im Namen des Islam vermeidet. Er ging nicht darauf ein, dass Baghajati keine einzige Frage wirklich beantwortete. Er ging nicht darauf ein, dass  gerade die saudi-arabische Fußballnationalmannschaft demonstrativ eine Gedenkminute für Terroropfer boykottiert hatte (obwohl Baghajati betonte, dass es keinen "europäischen Islam" sondern nur "Islam in Europa" gäbe). Er ging nicht auf die zahllosen Gewaltaufrufe im Koran ein. Er ging nicht darauf ein, dass seit Jahren 90 Prozent aller Terroristen Moslems sind. Er ging nicht darauf ein, dass es praktisch keine rechtsstaatliche Demokratie in der islamischen Welt gibt (in der angeblichen Demokratie Tunesien, das immer als Positivbeispiel genannt wird, sind soeben mehrere Menschen verurteilt worden, weil sie im Ramadan geraucht oder öffentlich gegessen haben ...). 

Mit Sicherheit ist noch nie ist ein bürgerlicher Politiker von Wolf so nett behandelt worden.

Wie wenig Ahnung der Linksaußen-Moderator vom Islam hat, merkte man übrigens auch daran, dass er das "Islamische Zentrum" verbal auf die "Donauinsel" transferierte. Aber immerhin: die Stadt stimmt.

PS: Polemisch wurde vom ORF nur der islamische Reformtheologe Aslan behandelt, der im zugehörigen Vorfilm offen ansprach, dass sich der Islam von einem Teil der Scharia trennen müsse. Was Wolf dann Baghajati gar nicht konkret zu fragen wagte.

PPS: Ausnahmsweise ein wenig Eigenwerbung: Wenn Wolf sich wirklich einmal über den Islam kundig machen wollte - was freilich auszuschließen ist -, dann sollte er dieses Text von Harald Fiegl, einem der besten heimischen Islam-Experten, lesen. 

PPPS: Unglaublich war auch der Bericht zur Kongress-Aussage des amerikanischen Justizministers Sessions in der gleichen Sendung: Während der Minister ganz eindeutig Präsident Trump (und sich selber) eine saubere Weste in Sachen russischer Wahlbeteiligung attestierte, wurde im Bericht dazu dramatisch die Frage aufgeworfen, dass Sessions Trump schwer belasten könnte.