ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Rubriken

Archiv

Sendungskritik Melden

Bitte um ein Stichwort, warum diese Kritik als rechtswidrig oder ehrenbeleidigend (gegenüber konkreten Personen) offline genommen werden soll. Dass eine Meinung unerwünscht oder unsympathisch ist, ist kein ausreichender Grund dafür.

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.

Beitrag melden


Zeit im Bild

ORF2Andere, Mi, 29.11.2017, 20:43 | Andreas Unterberger

Diese ZiB hat gezeigt, dass der ORF noch immer voll im Wahlkampf-Hass,-Verdrehungs-und-Fake-Modus steckt. Das machte schon die Schlagzeile am Beginn deutlich, die behauptete: Kritik am schwarz-blauen Bildungspaket "kommt von Neos und von der Lehrergewerkschaft". Das mit der Gewerkschaft ist jedoch glatte Erfindung, es stimmt nur in Hinblick auf die Minderheit der roten Gewerkschafter. Hingegen hat der oberste Lehrer-Gewerkschafter, Paul Kimberger (natürlich nicht im ORF zu hören) ausdrücklich gesagt: "Oberflächlich gesagt gehen viele Dinge in die richtige Richtung." Und auch der ersatzweise gezeigte Kimberger-Unterläufel hat nichts gesagt, was als Kritik interpretierbar wäre. Ebensowenig zu hören waren die am gleichen Tag gefallenen positiven Worte des WKO-Chefs zum Bildungspaket. Dabei trat dieser in der Sendung sehr wohl auf, aber zu einem völlig unaktuellen Thema, wo es absolut nichts Neues gibt (nämlich Lehre statt Matura).

Wer so verzerrt berichtet, gehört voll in die Kategorie Fake-News-Produzent. Dazu passt auch, dass der SPÖ-Minister Doskozil gleich in beiden ZiBs auftreten darf. In der ersten kann er ohne jede kritische Zwischenbemerkung seinen - mehr als skurrilen - Vorschlag vorlegen, neue Abfangjäger anzuschaffen. Mit keiner Silbe wird aber darauf eingegangen, dass seine vor den Wahlen groß berichtete Strafanzeige gegen die Eurofighter-Erzeuger nach allen Informationen aus der Justiz längst wie ein angestochener Luftballon eingegangen ist.

Noch empörender war dann ein Bericht vom Afrika-Gipfel, wo die ORF-Mitarbeiterin wörtlich in Hinblick auf die Berichte über Sklavenhandel mit Schwarzafrikanern in Libyen(!) sagt: Es herrsche Empörung, "dass Europa(!) so mit den afrikanischen Bürgern und Bürgerinnen umgeht".

Skandalöser, tiefer, verlogener gehts nimmer.

Oder doch? Nach der ZiB heißt es in einem Trailer, der für eine spätere Sendung werben soll: "Während die EU die Glyphosat-Zulassung verlängert, steigen in Argentinien(!) die Krebserkrankungen dramatisch."

Das war wirklich ein in 20 Minuten komprimiertes Spiegelbild der journalistischen Unfähigkeit und konzentrierten linken Hetze des ORF. Diese Redaktion ist als Ganzes nicht mehr zu retten. Und wenn Schwarz und Blau uns weiterhin Zwangsgebühren für diese Anstalt zu zahlen zwingen, sind sie selbst nicht mehr zu retten.