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Werner Grotte (Ideologie: Fr, 20.03.2015, 22:44)
Zara und die verkehrte Welt der Rassismus-Sucher

Mit bombensicherem Feingefühl für den richtigen Augenblick meldete sich heute der Rassismus-Hetzer-Verein „Zara“ zu Wort, um auf die angeblich steigenden „Angriffe gegen Muslime, Roma, Juden und Asylwerber“ hinzuweisen. Und fand im ORF, allen voran Ö1 im Mittagjournal, ein williges Sprachrohr.

794 Fälle habe man im Vorjahr registriert, so der Zara-Bericht, das waren um 60 mehr als 2013. Der größte Anteil, rund ein Fünftel, bezog sich dabei auf „rassistische Äußerungen oder Übergriffe im öffentlichen Raum“; fast ebenso viele auf „rassistische Diskriminierung im Wirtschaftsleben im weitesten Sinn“, 17 Prozent bezogen sich auf „Rassismus im Internet“, je acht Prozent auf Politik, Medien und Beschmierungen und sieben Prozent auf die Polizei.

Besonders arm seien in dieser Hinsicht derzeit  Moslems (61 Fälle), die vielfach unter „Generalverdacht“ gestellt würden. Im O-Ton hörte man auf Ö1 dann eine arbeitssuchende Moslemin, die beklagte, sie habe in einer Apotheke unbedingt mit Kopftuch arbeiten wollen und sei abgewiesen worden; angeblich mit dem Hinweis, so könne sie ja zum Billa arbeiten gehen. Auch ein Arzt soll eine Kopftuchträgerin abgewiesen haben. Möglicherweise kennen die beiden Herren ihre Kunden (und Kundinnen) und wissen, auf was die allergisch reagieren.

Dabei bestünden laut Zara die Mosleminnen einfach auf ihr Kopftuch als Zeichen ihres Glaubens und ihrer Identität, wurde weiter berichtet. Wie Zara auch kritisierte, richteten sich „diverse Initiativen in Sachen ‚Deradikalisierung‘ zuvorderst an Personen nicht österreichischer Herkunft, was Feinbildern nur Vorschub leiste“. Wer hätte das gedacht?

Unglücklicher hätte man es kaum formulieren können – und vor allem seitens des ORF nicht unkommentiert im Raum stehen lassen dürfen. Es ist eben leider traurige Tatsache, dass kaum noch ein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo auf der Welt Menschen im Namen Allahs getötet werden, sei es durch Selbstmordbomber oder andere Attentäter, durch Enthauptungen der IS-Mörderbanden oder durch mittelalterliche Gerichtsurteile in Staaten wie Saudi Arabien oder dem Iran.

Natürlich spiegelt das nur einen Teil der moslemischen Welt wider – aber es wird selbst der friedlichste Mohammedaner nicht leugnen können, dass sich dieser Wahnsinn insgesamt ziemlich exklusiv im Dunstkreis dieser einen Religion abspielt.

Was wäre denn umgekehrt, wenn ein Teil der christlichen Gemeinschaft, etwa die Jesuiten, plötzlich draufkommt, dass längst wieder ein Kreuzzug fällig ist und im Namen Gottes mit tausenden freiwiligen Kämpfern in Jordanien und Ägypten einmarschiert, wo ein Gottesstaat manifestiert wird. Gegner oder Ungläubige werden gekreuzigt; als Begleitkonzert häufen sich Attentate in moslemischen Städten.

Wie würde die arabisch-moslemische Welt mit dort lebenden oder anderen Christen umgehen? Würde man brav „Deradikalisierungs-Maßnahmen“ mit ertappten Gotteskriegern durchführen?

Doch man braucht ja gar nicht so weit zu gehen. Wer radikalisiert denn die vielen jungen Leute, die nach entsprechender Gehirnwäsche aus Europa  in den Dschihad ziehen, um zu morden oder ermordet zu werden? Unsere Gesetze, unsere Schulen und unsere Kirchen sind es sicher nicht. Im Gegenteil. In kaum einem anderen Land der Welt genießen Ausländer oder Einwanderer dermaßen viele Privilegien wie in Österreich.

Trotzdem ist es keine Seltenheit, dass Österreicher von Migranten als „Ungläubige“ diskriminiert werden, dass moslemische Kinder/Väter mit Lehrerinnen nicht reden, weil sie Frauen sind, dass Hassprediger gegen die westlichen Werte hetzen, obwohl sie selbst mit sechs Kindern im Gemeindbau leben. Wo bleibt denn da Zara und der willfährige ORF? Wer hilft denn Österreich und dessen eingeborenen Bürgern (und Bürgerinnen) gegen die zunehmende Überfremdung? Wodurch entstehen denn Bewegungen wie Pegida? Wer bringt denn der FPÖ ihre regelmäßigen Stimmenzuwächse, selbst in roten Ex-Hochburgen wie Simmering?

Es ist genau jene Ignoranz unserer Probleme und Ängste. Wo geht die nächste Bombe hoch? Vor meinem Urlaubshotel in Tunesien oder am Stephansplatz? So lange Vereine wie Zara oder Medienplatzhirschen wie der ORF nicht kapieren, dass die Anliegen der Österreicher ernst genommen, ja sogar primär ernst genommen werden müssen, so lange wird sich an den angeblichen oder echten „rassistischen Übergriffen“ nichts ändern. Im Gegenteil. Und in einem solchen Klima auf Kopftuch in der Apotheke bestehen zu wollen, erscheint - freundlich gesagt - etwas weltfremd.

Mo, 23.03.2015, 07:33 | grantiger

wie ist das, wenn Nordafrikaner, wie in Salzburg, auf Nordafrikaner herumstechen. Gilt das dann ebenfalls als rassistischer Übergriff? Zusatz: wie schaut das umgekehrt aus, Türken gegen Ö, wg. Hand
Sa, 21.03.2015, 23:09 | gerard

Alles das bringt einem unvoreingenommenen Beobachter nur handfeste Argumente, wo er bei den nächsten Wahlen wohl das Kreuzl machen soll. Und wo bestimmt nicht. Danke, ZARA, danke ORF!
Sa, 21.03.2015, 20:34 | antony

3)Maulkorb Verordnung des Orwell Staates mit Unterstützung des mittels Zwangsbeiträgen finanzierten Regierungsfunks, mit Gehirnwäsche Auftrag zur Umsetzung bestimmter Pläne.
Sa, 21.03.2015, 19:46 | antony

2)Ja,ja die Zara Statistik und die etwa Anlassgesetzgebung für die gestern vom Minister angekündigte Verschärfung des Verhetzungsparagraphen? Glaubi net, net in Österreich nie und nimmer!?
Sa, 21.03.2015, 19:32 | antony

1) Sowas aber auch;wie können nur diese Ungläubigen,Schweinefleischfressenden "Kufr" und Rassisten, die Anhänger einer Friedensreligion derart diskriminieren und dies gleich in derart hohen Ausma
Sa, 21.03.2015, 14:11 | Herbert Manninger

Zara - auch so ein geförderter Betrieb, der nur linken Unsinn am Fließband produziert.
Sa, 21.03.2015, 14:00 | Sinnerman

Komisch. Warum haben immer noch einige Zeitungen Angst vor dem ORF? Der verliert doch laufend an Bedeutung. Den muss doch niemand fürchten. Zu Tode gefürchtet ist auch halb gestorben.
Sa, 21.03.2015, 12:13 | Rainer

Komisch...als in Bi-Hofen ein Fußballspiel von Maccabi Haifa von Islamisten gestürmt wurde + Verprügelung der Spieler, habe ich von ZARA so rein gar nichts bezüglich Rassismus gehört....
Sa, 21.03.2015, 09:56 | Karli Kraus

Und wer prüft die Echtheit der von Zara veröffentlichten Zahlen?
(Ein "Frauenbeauftragte" in NÖ musste zugeben, viele Anrufe von gequälten Frauen "getürkt" zu haben - zwecks Statistik ).
Di, 24.03.2015, 07:08 | Hans Matthias

Melden die gequälten Kopftuchfrauen auch die Prügelattacken ihrer Machomännlein? Das würde die Statistik von Zara doch deutlich aufbessern.
Sa, 21.03.2015, 08:31 | Segestes

Auch Alice Schwarzer ist gegen das moslemische Kopftuch - da frauenfeindlich. Warum zieht man nicht auch ihr den Rassismusprügel übers Haupt? Ach so,...



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