ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Beitrag Melden

Bitte um ein Stichwort, warum dieser Beitrag als rechtswidrig oder ehrenbeleidigend (gegenüber konkreten Personen) offline genommen werden soll. Dass eine Meinung unerwünscht oder unsympathisch ist, ist kein ausreichender Grund dafür.

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.

Beitrag melden

Kurt Ceipek
 

Wenn in Österreich von Gratis-TV – auf Neudeutsch Free TV – die Rede ist, steigt in so manchem ORF-Konsumenten die Wut hoch. Dabei gilt das nicht nur für die ORF-Gebühren, zu deren Zahlung die Österreicher mit Politikerhilfe mehr oder weniger gezwungen werden.

Der ORF lässt aber auch sonst keine Gelegenheit aus, die Österreicher kräftig zur Kasse zu bitten. Das gilt in diesen Tagen und Wochen ganz besonders. Zur Zeit wird mit viel Aufwand auf allen Kanälen des ORF die Umstellung des TV-Empfangs auf DVB-T2 ab Ende Oktober 2016, also in wenigen Wochen angepriesen.

„Als nächste Bundesländer werden am 27. Oktober 2016 Wien, Niederösterreich und das Nordburgenland auf den neuen Standard umgestellt. Damit können die Zuseher alle ORF-Programme OHNE Zusatzkosten in HD sehen“, bejubelt sich der ORF selbst.

„Aber dazu braucht man ein DVB-T2-fähiges Empfangsgerät, zertifiziert für den Empfang von simpliTV, beispielsweise eine simpliTV-Box oder simpliTV-Modul sowie Antenne.Und das kostet EUR 24,90“, empörte sich berechtigterweise ein ORF-Watch-Leser.

Dabei erwarten neutrale Fachleute, dass DVB-T2 und simpliTV eine ähnlich kurze Lebensdauer haben werden wie das ebenfalls noch junge DVB-T. Ob das der Fall sein wird lässt sich natürlich heute noch nicht präzise vorhersagen. Bedacht werden sollte in diesem Zusammenhang aber: simpliTV wird nur von einer Organisation angeboten. Die Lebensdauer hängt also von den Geschäftsentscheidungen dieser Organisation ab.

„Der ORF hat schon recht,dass wir das ORF-Programm gratis anschauen können“,meinte der empörte ORF-Watch-Leser. „Aber fürs empfangen müssen Sie zahlen. Und zwar für ein Empfangsgerät einer Firma, die darauf ein Monopol hat.“

Monopolisten denen man nicht entkommt, haben ein feines Leben. Wenn das Geschäft nachlässt treibt man die technische Entwicklung wieder ein Stückchen voran und lässt die Umsätze neuerlich sprudeln.

Wer ist nun dieses glückliche Unternehmen, dem die Österreicher mehr oder weniger ausgeliefert sind. Der ORF-Watch-Leser hat recherchiert und uns seine Erkenntnisse berichtet: Der Gesellschafter dieser Firma, „simpli services GmbH & Co KG in 1150 Wien“ ist die Firma „ORS comm GmbH & Co KG“. Adresse dieses einer breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannten Unternehmens lautet Würzburggasse 30, 1136 Wien.

Genau! Diese Firma ORS gehört der „Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG“, die ebenfalls unter der Adresse Würzburggasse 30, 1136 Wien residiert.

Der Leser dazu: „Um ORF-Programme also GRATIS EMPFANGEN zu können, muss ich vorerst einmal die saftige GIS-Gebühr zahlen, bei Satellitenschüsselempfang zusätzlich zur GIS-Gebühr für die digitale Codekarte zahlen, oder einer Subfirma des ORF ein extra notwendiges Empfangsgerät abkaufen.“

Da wird mit offensichtlichem Erfolg ein Volk für blöd verkauft, das sich derartige teure Pflanzereien weitgehend widerspruchslos gefallen lässt.