ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Rubriken

Archiv

Beitrag Melden

Bitte um ein Stichwort, warum dieser Beitrag als rechtswidrig oder ehrenbeleidigend (gegenüber konkreten Personen) offline genommen werden soll. Dass eine Meinung unerwünscht oder unsympathisch ist, ist kein ausreichender Grund dafür.

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.

Beitrag melden

Martin Prikoszovich
 

Am Samstag fand die umstritten Gedenkfeier für die Opfer der Bleiburger Tragödie von 1945 statt, also für jene Menschen, die von den Tito-Partisanen ermordet worden waren. Das Treffen ist problematisch, da es auch rechtsradikale Personen anzieht.

Das Treffen findet freilich schon seit mehr als 30 Jahren statt, davor war die Berichterstattung des ORF kaum oder gar nicht vorhanden. Das Treffen wurde früher in der ZiB keiner Silbe gewürdigt. Doch seit Bundeskanzler Kurz und Vizekanzler Strache im Amt sind, wird sehr ausführlich berichtet! Wo waren die ORF-Berichte, als Gusenbauer, Faymann oder Kern Bundeskanzler waren? Wo war damals die empörte Forderung der Linken, das Treffen zu verbieten? Wo war die Entrüstung der Grünen, als sie noch im Parlament waren? 1996 hat Terezija Stoisits deswegen eine Anfrage gestellt, doch dann herrschte Stille ...

Die Gedenkfeier wurde im ORF immer als Ustascha-Treffen bezeichnet: Aber ist jeder ein Ustascha, der an dem Treffen teilnimmt? Die Menschen sind Antikommunisten, die den Opfern dieses kommunistisch-sozialistischen Verbrechens gedenken – aber Antikommunisten klingt nicht so böse wie Ustascha.

Ja, unter den Flüchtlingen in Bleiburg waren auch Kriegsverbrecher. Aber so wie nicht jeder Österreicher ein Nazi-Verbrecher war, so war nicht jeder Flüchtling in Bleiburg ein Ustascha-Verbrecher. Was sagen unsere linken Politiker oder Medien, wenn man Folgendes über Flüchtlinge sagen würde: "Es sind nur Kriminelle und Sozialschmarotzer"? Unter den Flüchtlingen in Bleiburg waren auch Frauen und Kinder, die von den Partisanen ermordet wurden.

Das Gedenken ist jenen Menschen gewidmet, die brutal von den kommunistischen Tito-Partisanen umgebracht worden sind. Die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien (SFRJ) hat ihre Gründung mit einem Massenmord begangen. Demokratie hat jedoch eindeutige Spielregeln – Mord an Menschen gerhört nicht dazu. Menschen, ohne ein öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht als schuldig zu deklarieren, hat in einer Demokratie nichts verloren. Wer einen Massenmord eines verbrecherischen Staates rechtfertigt, sollt sich Gedanken machen über sein Demokratie- und Rechtsverständnis.

Wer die Taten der Nazis verurteilt, der sollte mit der gleichen Härte auch die Taten der Tito-Partisanen und der SFRJ verurteilen. Ein Verbrechen ist ein Verbrechen, auch wenn es Sozialisten-Kommunisten begangen haben!