ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


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njr
 

Um dem permanenten Absturz der Seherzahlen kurzfristig Einhalt zu gebieten, fährt der Gebührensender sein allergrößtes Geschütz auf und wird die Zwangszahler in Bälde mit dem gefühlten hundertsten Aufguss einer Tanzshow namens „Dancing Stars“ belästigen.

Es gibt selbstverständlich einleuchtende Argumente, weshalb dieses extrem kostspielige Herumgehopse beispielsweise in Deutschland von einem Privatsender veranstaltet wird, da man vonseiten der öffentlich-rechtlichen Sender ZDF und ARD sich sehr wohl gewahr war, dass man die horrenden Kosten, welche mit einer Show dieser Machart einher gehen, dem Zwangsgebührenzahler kaum einleuchtend vermitteln könnte.

So also hoppeln und torkeln die C-, D- sowie unbekannten Möchtegern-Promis bei unseren nördlichen Nachbarn beständig und alle Jahre wieder auf RTL-Parkett herum und das ist auch gut und richtig so, denn dort werden die horrenden Gagen und die komplette Produktion ausschließlich aus privater Schatulle beglichen.

Nicht so beim Gebührenfunk in Österreich. Hier wird mit vollen Händen in die Taschen der GIS-Zahler gegriffen, und das nicht zu knapp. Die Kandidaten streifen für einen ziemlich langen Zeitraum ordentlich Geld ein, wobei hier anzumerken wäre, dass vorerst eine Grundgage ausgeschüttet wird, die je nach Prominenz des Kandidaten schon mal an die 70.000 Euro ausmachen kann („Dancing Stars 2017“, Quelle :oe24).

Doch sieht man diese Summen lediglich als Sockelbetrag an, der sich stetig erhöhen kann, je nachdem, wie weit die Kandidaten im Rahmen des Herumgehopses kommen. Mit einem Aufwand, der an frühere goldene ORF-Zeiten erinnern mag, werden weder Kosten und Mühen gescheut, um das Herumgehopse in das richtige Licht zu rücken.

Hat der eine oder andere Zwangszahler gar ein Problem damit, dass etwa ein Herr Petzner sich derart die Taschen füllen  und obendrein seinen Bekanntheitsgrad tüchtig steigern darf, so hat er Pech gehabt, weil man als Zwangsgebührenzahler eben nicht um seine Meinung gefragt wird, sondern einzig und allein dazu da ist, derlei Merchandising-Aktionen namens „Dancing Stars“ erst zu ermöglichen.

Mag man die politische Einstellung, die Ansichten und Äußerungen jenes ehemaligen Politikers Petzner so gar nicht gutheißen, kann man sich leider, leider nicht dagegen wehren, dass man nun diesen Ex-Politiker mit dem exaltierten Hang zur Selbstdarstellung mit seinem GIS-Zwangs-Beitrag
ganz persönlich und exklusiv finanzieren darf. So funktioniert wahre und echte Demokratie. Man kann Herrn Petzner zwar in die Hölle wünschen und seine politischen Ansichten für nachgerade gefährlich oder radikal halten, dennoch muss man ihn via Zwangsgebühr ausreichend finanzieren. Das hat was, eindeutig!

Wahrscheinlich wird der schlaue Herr Direktor dieses Sendeformat ähnlich der „Millionenshow“ als wesentlichen Eckpfeiler des öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrages einstufen, denn schließlich und endlich kann ja jeder Zuseher da ja auch etwas „lernen“, also sich Bildung aneignen.

Und „lernen“ kann der Zwangsgebührenzahler etwa auch, dass die Moderatoren dieses Formats mit Zwangsgebührenkohle quasi zugeschüttet werden, wenn die in diversen Medien kolportierten Gagen der Wahrheit nahe kommen. So hieß es schon 2013 , dass „..gagenmäßige Groß-Gewinner ... die Moderatoren Mirjam Weichselbraun und Klaus Eberhartinger mit jeweils zwölfmal undementierten 12.000 Euro...“ seien (Quelle:Kurier).

Seitdem sind ja nun einige Jahre ins Land gezogen und man wird wohl annehmen dürfen, dass da der eine oder andere Euro hinzugekommen ist. Da lässt sich der Generaldirektor nicht lumpen, da verteilt er großzügig die mittels GIS eingetriebenen Gelder generös und mit vollen Händen. Ist ja nicht sein Geld! Was sollte es ihn denn auch groß kümmern, dass sich die derart abgezockten Zwangsgebührenzahler dagegen nicht wehren können, wenn mit ihrem hart erarbeiteten Geld nur so um sich geschmissen wird und Sendeformate On Air gehen, die jedweder öffentlich-rechtlichen Berechtigung Hohn spotten.

Da trifft es sich gut, dass in letzter Zeit der Herr Medienminister mehrmals im Rahmen der „Seitenblicke“ zu erblicken war, wie er nonchalant lächelnd und antichambrierend inmitten glücklich
dreinblickender ORF-Vertreter stand. Zwar wird er dem Vernehmen nach in absehbarer Zeit nicht telegen das Tanzbein schwingen, aber dennoch hat es den Anschein, als würde er da oben am Küniglberg so richtig eingekocht werden. Bleibt also alles beim alten, bleibt also alles schlechter. Wen kümmert es schon, dass dieses Milliardengrab namens ORF bestehen bleiben wird in Form und Funktion, mit all seinen Auswüchsen und horrender tagtäglicher Geldvernichtung!

Alles Walzer!