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Andreas Unterberger
 

Eine der vielen manipulativen Fake-News-Methoden des ORF versteckt sich in scheinbar harmlosen Adjektiva. So wird in zahllosen ORF-Sendungen von einer "rechtspopulistischen Regierung" in Italien gesprochen. Das ist aber eine glatte Unwahrheit. Denn, auch wenn man schon diese - von den Parteien nicht gerade selbstgewählten - "Populismus"-Bezeichnungen verwendet, dann bleibt dennoch Tatsache, dass in Italien zwei Parteien zusammen regieren, von denen eine als rechts-, die andere aber immer als linskpopulistisch bezeichnet wird.

Noch provozierender: Diese linke der beiden Parteien, "Cinque Stelle", war bei der letzten Wahl die eindeutig stimmenstärkere.

Ein Leser wandte sich daraufhin an den ORF, indem er die Manipulation beklagt, "dass dieses bewusste Verschweigen der Linkspopulisten Stimmung gegen die Lega machen soll. Oder wird in der Redaktion tatsächlich so schlecht recherchiert?"

Geradezu reif fürs absurde Theater ist die Antwort, die der Mann dann von "ORF Wien Service" bekommen hat: "Wenn wir also von einer rechtspopulistischen Regierung sprechen, ist das nicht pauschal formuliert". Wie denn?, kann man da nur fragen. Der ORF begründet diese "nicht pauschal formulierte" Bezeichnung dann damit, dass der (rechte) Innenminister Salvini der populärste Politiker Italiens sei. "Vor allem bei den Themen, die wir in den vergangenen Monaten transportiert haben, wie etwa der Migrationspolitik, zeigt sich ein deutlicher Rechtsruck."

Das sei das "Ergebnis tagesaktueller Recherchen der ORF-Außenpolitikredaktion". Köstlich. Nicht nur, weil dabei völlig ungeklärt bleibt, was diese merkwürdige Institution eigentlich sein soll, die da "tagesaktuell" recherchiert - gibt es doch gar keine zwischen den drei ORF-Medien gemeinsame "ORF-Außenpolitikredaktion" ... 

Was diese gewundene ORF-Argumentation aber besonders hanebüchen macht: Der Leser - ein bekannter Ökonom - hat sich nämlich gerade über einen Beitrag erregt, der absolut nichts mit Migration zu tun hat, sondern mit dem italienischen Budget. Und dieses ist vor allem durch das Wahlversprechen der linken "Cinque Stelle" belastet, ein allgemeines Bürgereinkommen einzuführen, sowie durch die von beiden Parteien gewünschte Teilrücknahme der Pensionsreform.

Da aber dieses italienische Budget hierzulande und im restlichen Europa extrem besorgniserregend ist, schiebt man es verbal einfach zur Gänze den Rechtspopulisten in die Schuhe. Obwohl sich diese auf die - im restlichen Europa extrem populäre - Migrationspolitik konzentrieren. Obwohl die Budgetprobleme ganz eindeutig überwiegende Folge der Forderung der Linken sind.

"Fake News" ist noch eine geradezu freundliche Bezeichnung für eine solche Berichterstattung. Links, manipulativ, verlogen sind die wohl richtigeren Bezeichnungen.