ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Beitrag Melden

Bitte um ein Stichwort, warum dieser Beitrag als rechtswidrig oder ehrenbeleidigend (gegenüber konkreten Personen) offline genommen werden soll. Dass eine Meinung unerwünscht oder unsympathisch ist, ist kein ausreichender Grund dafür.

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.

Beitrag melden

Werner Reichel
 

Auch Altbewährtes nutzt sich ab. Der ORF und seine linken Kampfgenossen müssen sich dringend etwas Neues einfallen lassen: Ihre Nazikeule-Bumm-Tot-Strategie scheint nicht mehr so recht zu funktionieren. Man packt sie zwar bei jeder unpassenden Gelegenheit aus, aber ihre Wirkung hat deutlich nachgelassen.

Jüngstes Beispiel: Andreas Gabalier. Begonnen hat es mit der Verleihung des Karl-Valentin-Ordens. Da hat sich tatsächlich die Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla erdreistet, dem Volks-Rock’n‘Roller den Karl-Valentin-Orden zu verleihen. Ausgerechnet Karl Valentin. Ausgerechnet Andreas Gabalier.

„Mögen täten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut.“ Die Leute von Narrhalla haben sich getraut. Obwohl sie wussten, dass die Gutmenschen auf Gabalier wie die pawlowschen Hunde auf ihr Glöckchen reagieren. Und so war es auch.

Weil Linke Kunst, Kultur und Unterhaltung als ihr alleiniges Hoheitsgebiet beanspruchen, reagieren sie auf solche illegale Grenzüberschreitungen höchst aggressiv. Ihre geistigen Territorien und Einflussbereiche schützen sie mit Zähnen und Klauen. Weshalb die Linken nach ein paar kurzen Homophobie- und Frauenfeindlichkeitssalven sofort zur Nazikeule griffen.

Es brach eine regelrechte Hysterie aus. Die üblichen linken Adabeis meldeten sich zu Wort, um vor der Machtübernahme der Nazis zu warnen. Oder so. Doch die Münchner Narhalla ließ sich von den linken Panikattacken nicht beeindrucken. Sie blieb selbst dann noch standhaft, als die Alpenprawda, die "Süddeutsche Zeitung", titelte: „Schwule laden Narrhalla aus“. Das Schwulenzentrum Sub verbot der Narren von Narrhalla an ihrem Rosenmontagsball teilzunehmen. Huuch!

Egal ob Nazikeule oder Hausverbot am Schwulenball, nichts fruchtete, weshalb man Gabalier vorwarf, er würde auf einem CD-Cover höchstpersönlich ein Hakenkreuz nachstellen. Die Münchner Narren blieben standhaft und Gabalier locker. Selbstredend berichtet der ORF groß über die Kritik im Vorfeld der „umstrittenen“ Verleihung des Karl-Valentin-Ordens, war selbst Teil der Kampagne.

Gabalier ist für die linke Kultur-, Medien- und die Unterhaltungsbranche seit langem ein rot-weiß-kariertes Tuch. Er ist ein Fremdkörper in der politisch korrekten Monokultur, wo sich Tausende selbsternannte kreative und intellektuelle Individualisten tummeln, die seltsamerweise stets dieselben Botschaften produzieren und absondern. Sie kümmern sich ausschließlich um die Verpackung, der Inhalt ist immer der Gleiche. Und das Schlimmste für dieses Milieu: Gabalier ist höchst erfolgreich. Er füllt Stadien wie US-Superstars. Trotz der Unkenrufe aus dem linken Meinungssumpf.

Selbst die ultimative Waffe der Gutmenschen, die Nazikeule, versagt bei Gabalier. Der Volksmusikant ist gewiefter, als es die linken Schlaumeier ihm zutrauen würden. Er pariert die linken Attacken souverän, spielt mit seine Feinden.

Jetzt hat er als Reaktion auf die Hakenkreuz-Hysterie in den linken Postillen und der Social-Media-Welt eine „Fluchtweg-Challenge“ ins Leben gerufen. Seine Fans sollen „dem Affentheater den Vogel zeigen“ und sich unter einem Fluchtwegsymbol, das sich, ausgestattet mit einer entsprechenden linken Paranoia, ebenfalls als Hakenkreuz interpretiert lässt, mit einem breiten Lächeln fotografieren lassen.

Der ORF, der stets groß und breit berichtet, wenn drei linke C-Promi-Clowns Aktionen wie „Minigolf gegen rechts“ ins Leben rufen oder einen besorgten Brief schreiben, ignoriert diese Challenge (zumindest ist auf den ORF-Internetseiten nichts zu finden). Gabaliers Challenge ist trotzdem oder gerade deshalb ein großer Erfolg. Nach nicht einmal drei Tagen haben bereits weit über 10.000 Menschen die Aktion auf Facebook geliked, über 1.500 haben sie geteilt und über 2.300 haben sich mit Fotos und Kommentaren beteiligt.

Auf den Hunderten Fotos sind keine Hitlerbärtchen, Glatzen oder Springerstiefel, sondern ganz normale Österreicher zu sehen: junge Mädels im Dirndl, Burschen, Kinder oder wütende ältere Damen. Durchschnittsösterreicher! Igitt, da krampft sich der Magen der Linken zusammen.

Genau diese Leute sind es, die der ORF, die linken Medien und die Kulturbranche so gerne direkt oder indirekt als dumme, rechte Dumpfbacken, Nazis, Rassisten und Deppen darstellen. Es sind jene Leute, die vormittags nicht im Bett liegen, sondern längst arbeiten, um das Geld zu erwirtschaften, von dem der ORF und die Kulturbranche so gut leben. Es sind die Menschen, die sich von dieser selbsternannten, steuergeldfinanzierten Elite Tag für Tag anrotzen lassen müssen. Dabei wollen sie vor allem eines: ihren Frieden, ihr Leben so führen, wie sie es für richtig halten, ohne die guten Ratschläge linker Utopisten und andere Polit-Versager. Sie brauchen und wollen keine politisch korrekten Aufpasser und keine linken Moralapostel. Sie zeigen genau diesen Leuten jetzt den Vogel. Großartig.

Wenn der ORF und die übliche Verdächtigen, von Krassnitzer bis Landau, von Wolf bis Jelinek, weiter mit der Nazikeule auf Gabalier einprügeln, dann könnte aus dem Volks-Rock’n‘Roller noch ein echter Volksheld werden. Auf, auf Genossen: Immer feste druff.