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Andreas Unterberger
 

Das ist wohl die seltsamste Werbung, die es im ORF je gegeben hat: Das Arbeitsmarktservice AMS wirbt und zahlt. Wofür? Für das AMS halt. 

Dadurch wird man schockartig daran erinnert, dass der ORF ja keineswegs nur durch die GIS-Zwangsgebühren finanziert wird. Er ist gleichzeitig auch einer der größten Profiteure unter den Medien von Werbung, die aus öffentlichen Mitteln also Steuern und sonstige Zwangsabgaben finanziert wird. 

Das AMS wird bekanntlich aus den Lohnnebenkosten finanziert, über deren in Österreich besonders exorbitante Höhe als Schaden für den Standort zu Recht intensiv geklagt wird.   

Die AMS-Werbung im ORF zeigt nun ganz offensichtlich, dass dort zuviel Geld vorhanden ist, das man angesichts der geschrumpften Zahlen der Arbeitslosen nicht mehr für deren Unterstützung benötigt. Da steckt man es offenbar lieber dem ORF zu. Köstlicherweise ist ausgerechnet eine FPÖ-Ministerin für das AMS zuständig.

Eigentlich könnte ja in der Schaltung von Werbung durch öffentliche Institutionen sogar einen Amtsmissbrauch sehen, wenn dadurch Null Nutzen für die Institution entsteht. Ich kann insbesondere beim AMS keinen solchen entdecken. Wo man auch immer einen solchen sucht:

  • Will man etwa Werbung bei den Menschen machen, arbeitslos zu werden?
  • Will man sich bei potenziellen Arbeitgebern als Vermittler von Arbeitskräften aufdrängen? Für diesen Zweck ist ein teurer und aussagebefreiter Spot im ORF wohl die denkbar ineffzienteste Form mit noch dazu gewaltigem Streuverlust. Gibt es doch Dutzende andere Möglichkeiten, viel gezielter Arbeitgeber zu erreichen (von denen überdies sehr viele sehr schlechte Erfahrungen mit vom AMS kommenden Menschen gemacht haben).
  • Wollen AMS-Geschäftsführer oder Sozialministerin den ORF wohlgesinnt machen? Dann ist das ...
  • Oder hat sich das AMS von einer Werbeagentur zu einem solchen Schwachsinn verleiten lassen? Dann ist das ...