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Kurt Ceipek
 

Wenn eine ORF-Kultursendung mit den Worten eröffnet wird, jemandem habe „der unverhohlene Hass von Boulevard und Bürgertum“ entgegengeschlagen, dann weiß der gelernte ORF-Seher, -Hörer und -Zahler, dass sich der wahrscheinlich schmutzigste Wahlkampf in Österreichs Geschichte dem Höhepunkt nähert. Das darf man im ORF nicht nur den Politikredaktionen überlassen, da muss auch die Kulturredaktion an vorderster Front mitmischen.

Was als „Kulturdokumentation“ aus Anlass eines Geburtstages des umstrittenen Dramatikers Peter Turrini aufgetischt wurde, war Wahlkampf pur, gerichtet vor allem gegen die eingangs erwähnten abscheulichen bürgerlichen Wähler. „Turrini ist ein wortgewaltiger Mahner, wann immer die Demokratie unter Druck gerät, oder er faschistische Tendenzen wittert“, jubelte die vor der Kamera stets provokant blasiert wirkende Kulturmontag-Moderatorin Clarissa Stadler.

In der unerträglich langen Turrini-Sendung fehlte keine der seit Jahrzehnten abgedroschenen Phrasen von den bösen Ausbeutern und den geknechteten Arbeitern, von den faschistoiden Österreichern und dem drohenden Niedergang der Demokratie wegen der üblen Machenschaften und Verschwörungen dunkler rechter Mächte. Turrini macht auch kein Hehl daraus, dass er Österreich kaum erträgt und die Mehrheit der Österreicher hasst. Andererseits lebt er hier offenbar ganz gut.

Knapp 50 Minuten dauert der als Dokumentation getarnte Wahlkampfbeitrag gegen Türkis und Blau, denn Turrini und der ORF sehen ihre Lebensaufgabe im „Kampf gegen Rechts“. Davon leben Turrini und Konsorten dank der Unterstützung durch den ORF recht gut. Der bezieht bekanntlich sein Geld vor allem über die Zwangsgebühren von jener Mehrheit der Österreicher, die von Turrini und Gleichgesinnten begeistert beschimpft und dämonisiert werden

Gesehen haben diese Österreicher-Beschimpfung knapp mehr als 100.000 Österreicher. Das war nur noch der ganz harte Kern der linken Blase, die über Österreich ähnlich denken wie Herr Turrini. Aber so lange die Zwangsgebühren munter sprudeln ist ziemlich egal, wie wenige Leute dem ORF noch zusehen.