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Werner Reichel
 

Die Last der Krise ist in Österreich ungleich verteilt. Sagt der ORF. In der ZiB2. Der Staatsfunk bezieht sich dabei auf eine Studie der Universität Wien. Dort hat man festgestellt, dass Akademiker weniger von den Corona-Maßnahmen betroffen sind, weil sie ihre Jobs zumeist auch von zu Hause aus erledigen können.

Während Pflichtschulabsolventen (Paketzusteller, Taxler , Regalbetreuer etc.) oder Menschen mit einem Lehrabschluss (Elektriker, Maurer, Mechaniker etc.) das in der Regel nicht können. Was für eine großartige Erkenntnis. Da muss man einen ZiB-Beitrag daraus basteln. Natürlich. Schließlich kann man so eine linke Wald-und-Wiesen-Studie ideologisch gut verwerten: „Wieder einmal trifft es die sozial Schwächsten am härtesten, was in einem wohlhabenden Land wie Österreich besonders bitter ist“ , so die Conclusio der gebührenfinanzierten ORF-Redakteurin.

Ja, die Lasten sind ungleich verteilt. Und in der Corona-Krise bekommt diese Zweiklassengesellschaft besonders deutliche Konturen. Da gibt es jene, die finanziell in keiner Weise von der Corona-Krise betroffen sind, weil sie ihr Gehalt direkt oder indirekt vom Staat beziehen. Sie verdienen ihr Geld nicht am freien Markt, sie leben vielmehr von den Menschen, die das tun.

Darin sieht die linke Redakteurin aus der geschützten Rundfunkwerkstätte keine ungleiche Lasten- bzw. Risikoverteilung. Ebenso wenig wie die Studienautoren der Uni Wien. Sie bekommen schließlich ihr Geld, egal ob 500.000 oder eine Million Menschen arbeitslos sind, egal wie viele Unternehmen pleitegehen. Zumindest solange, bis das System nicht völlig kollabiert.

Unter dem warmen Rock des Nanny-Staates lässt es sich leicht und bequem für „Gerechtigkeit“ kämpfen. Was für Linke immer bedeutet, „die Reichen“ zu enteignen. Das fordert man besonders laut und oft, unter anderem deshalb, damit niemand auf die Idee kommt, dass man die Last der Krise auch anders verteilen könnte. Dass jene, die vom Staat seit Jahrzehnten gut und sicher leben, sich solidarisch zeigen könnten. Da gäbe es viele Möglichkeiten. Wie wäre es, wenn Staatsdiener und ORF-Mitarbeiter eine befristete Solidaritätsabgabe leisten würden, die Menschen zu Gute kommt, die dank der Corona-Maßnahmen vor dem Nichts stehen?

Wäre das nicht sozial gerecht? Natürlich wird das nie passieren, weil linke Gutmenschen sich ja genau dadurch auszeichnen, das Gutsein stets von anderen zu ihrem eigenen Nutzen einzufordern. Auch jetzt nutzen viele die Krise für ihre Zwecke aus. Etwa der ORF, der sich zusätzlich zu den Gebühren nun auch noch an den Steuergeldern bedient, indem er über 500 Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt, obwohl er aufgrund seiner Gebührenfinanzierung nur minimal von der Krise betroffen ist, während andere Unternehmen tatsächlich Umsatzeinbußen von bis zu 100 Prozent zu verkraften haben.

So viel zur Lastenverteilung, so viel zur Gerechtigkeit, für die der ORF so gerne kämpft.