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Werner Reichel
 

Im ZDF heilt der Bergdoktor regelmäßig gebrochene Herzen, küssen sich am Deck des Traumschiffs in die Jahre gekommene Liebespaare, läuft am Polizeikommissariat in Rosenheim der rustikal-bayrische Schmäh. Das Zweite Deutsche Fernsehen kommt zumeist bieder, bodenständig, kitschig, altmodisch und unpolitisch daher. Das ist aber nur eine Seite, nur Camouflage und Lockstoff für die TV-Konsumenten.

Die gekünstelte deutsche Biederkeit und die schmalzigen Herz-Schmerz-Telenovelas sollen davon ablenken, dass das ZDF ein durch und durch linker Propagandasender ist, der sich selbst als ideologische Erziehungsanstalt und treibende politische Kraft im Klassenkampf und dem Umbau der Gesellschaft versteht. Das ZDF zählt als öffentlich-rechtlicher Sender zu den wichtigsten Machtinstrumenten und Propagandakanälen der deutschen Linken.

Um seine politische Mission und Agenda voranzutreiben, geht man sehr weit. Dazu gehört, dass linker Terror und Gewalt systematisch verharmlost, relativiert und soweit es geht ignoriert werden. Man versucht gemeinsam mit gleichgesinnten Kräften quer durch alle Bereiche der Gesellschaft den Linksextremisten den Rücken freizuhalten und befördert somit linke Gewalt.

Zum Thema macht man sie nur, wenn es aufgrund des Drucks durch die sozialen Medien nicht mehr anders geht. Und selbst dann nur in einem möglichst geringem Ausmaß, gerade so viel, um einen kleinen Rest journalistischen Anstand zu bewahren.

„Linksextremismus ist ein aufgebauschtes Problem“, brachte SPD-Familienministerin Manuela Schwesig die Haltung des politmedialen Establishments auf den Punkt. Das linke Milieu, zudem selbstredend die Merkel-CDU zählt, sieht im gewalttätigen Linksextremismus keine Bedrohung, keine Gefahr, schließlich kämpft man für dieselben Ziele, die gemeinsame Sache, gegen Kapitalisten, Reiche, Rechte und für einen möglichst mächtigen, alles umspannenden Sozialstaat.

Viele linke Politiker und Journalisten sehen in linken Gewalttätern und Terroristen Verbündete, Gleichgesinnte. Linksextremisten sind nicht die Gegner des neosozialistischen Staates, sondern seine Helfershelfer. Dementsprechend wohlwollend und entgegenkommend werden sie von den politisch korrekten Kräften in Politik, Justiz und Medien behandelt. Das gilt selbst dann, wenn ein ZDF-Kamerateam unter „friendly fire“ gerät und von Linksextremisten auf offener Straße verprügelt wird. Die Reaktionen des ZDF auf diese verbrecherische Attacke waren zurückhaltend bis verständnisvoll. Trotz mehrerer Schwerverletzter konnte sich das ZDF nur zu ein paar unverbindlichen Gemeinplätzen durchringen. Keine Empörung, keine Schlagzeilen. Das ZDF hat eben ein großes linkes Herz.

Auf der anderen Seite wetterte die TV-Anstalt bei einer PEGIDA-Demo über einen Angriff auf die Pressefreiheit, nur weil sich ein friedlicher Demonstrant bei einem ZDF-Kamera-Team und der Polizei darüber beschwert hatte, dass er vom ZDF in Großaufnahme gefilmt wurde. Das wurde ernsthaft in den deutschen Medien diskutiert und skandalisiert, während ein versuchter Totschlag keinen ZDF-Journalisten hinter dem Ofen hervorholt, solange der Täter die richtige Gesinnung hat.

Rechte Gewalt wird in der Regel herbeiphantasiert und -geschrieben bzw. ins Groteske übertrieben, während die reale und alltägliche linke Gewalt ignoriert uns systematisch verharmlost wird. Mit Journalismus hat das nur wenig zu tun. Aber für ehrlichen und unabhängigen Journalismus halten sich die Regierenden auch nicht die Milliarden verschlingenden öffentlich-rechtlichen Anstalten.

Diese Ungleichbehandlung wird verständlich, wenn man weiß, dass die sogenannte AntifaTeil linker Politik und Strategie ist. Die Linksextremisten haben wichtige Aufgaben für die „gemäßigten“ Linken und den Staat übernommen. Sie kümmern sich um jene Bereiche, die für den Staat, die Presse und die sogenannte Zivilgesellschaft (noch) zu heikel sind. Einer der wichtigsten: Dissidenten, Andersdenkende und andere kritische Nichtlinken mit Gewaltandrohung und offener Gewalt einzuschüchtern und mundtot zu machen.

Im Zuge der Corona-Krise, wo immer mehr Menschen das Vertrauen in den Staat, seine Repräsentanten und die Medien verloren haben, sind die gewalttätigen Linksextremisten besonders begehrt und gefragt. Während Regierung, Parteien und Medien gegen jene hetzen, die die Corona-Maßnahmen hinterfragen und die Einschränkung elementarer Bürgerrechte und Freiheiten kritisieren, man sie als Verschwörungstheoretiker, Wirrköpfe, Rechtsextremisten, Corona-Leugner beschimpft und entwertet, schreiten die Linksextremisten zur Tat und prügeln Andersdenkende halbtot.

Wie am 16. Mai in Stuttgart. Dort haben Linksextremisten bei einer Corona-Demo drei ältere Männer attackiert. Ein 54-jähriger wurde bei dem brutalen Angriff lebensgefährlich verletzt. Friedliche Demonstranten, die von ihren Bürgerrechten Gebrauch machen wollten, werden von Politik und Medien als unverantwortliche, gefährliche Deppen hingestellt und von Linksextremisten brutal attackiert. Das ist linke Arbeitsteilung.

Deshalb gab es auch keinen Aufschrei in Politik und Medien, wie es der Fall gewesen wäre, hätte ein echter oder vermeintlicher Rechter bei einer Klima-Demo jemanden auch nur ein Haar gekrümmt. In so einem Fall hätte das ZDF in all seinen Nachrichten- und Info-Sendungen aus vollen Rohren geschossen, groß berichtet, die Hintergründe bis in den letzten Winkel ausgeleuchtet und die Politik massiv unter Druck gesetzt, damit sie den Kampf gegen rechts weiter intensiviert.

Aber linke Journalisten, Politiker und Anti-Fa-Gewalttäter verfolgen eben mit unterschiedlichen Methoden dieselben Ziele: Die Corona-Demos sind ihnen ein Dorn im Auge, weil sie die linke Deutungshoheit und Vormachtstellung gefährden, so wie seinerzeit die Pegida-Demos während der Einwanderungswelle. Politik und Medien diffamieren kritische Bürger, die Linksextremisten versuchen sie vor Ort mit Gewalt einzuschüchtern.

Für die Linke, egal ob extrem oder gemäßigt, sind diese Corona-Reichs-Impfverweigerungs-Verschwörungstheoretiker die eigentliche Gefahr, nicht jene, die sie mit brutaler Gewalt am Demonstrieren hindern wollen. Der Umgang des ZDF mit linksextremistischen Gewalttaten, die sich gegen die Feinde des Sozialismus richten, ist entsprechend. Man ignorierte die linke Attacke in Stuttgart, so gut es ging, obwohl die Polizei wegen versuchten Totschlags ermittelt. Erst nachdem der Druck durch die sozialen Medien zu hoch wurde, berichtet auch das ZDF widerwillig und mit dreitägiger Verspätung dürr über den linken Gewaltexzess: „Angriff bei Stuttgarter Demo - Opfer schwebt in Lebensgefahr“.

Die Schlagzeile lässt bewusst offen, wer da wem angegriffen hat. Unter der Headline ein Bild von Polizisten und unverletzten Demo-Teilnehmern, nicht von der Bluttat, von der sehr wohl Aufnahmen existieren. Einen am Boden liegenden Mann, den Linke zu Brei getreten haben, will das ZDF so wenig zeigen, wie Kinder, die von Islamisten mit einem LKW überfahren worden sind, wie vor ein paar Jahren in Nizza.

Diese schwammige, unjournalistische Schlagzeile und das bewusst irreführend Bild sollen vom Hintergrund der Tat und der Täter ablenken, Verwirrung stiften und möglichst harmlos rüberkommen. Auf Twitter verwendet das ZDF sogar ein Bild von Demonstranten mit deutscher Reichskriegsflagge. Hier ist es noch offensichtlicher: Man will die Hintergründe verschleiern bzw. als unwichtige Nebensache abtun.

Wer so agiert, hat jeglichen Anspruch aufgegeben, die Bürger halbwegs neutral zu informieren, der verfolgt knallhart eine politische Agenda und macht sich nicht einmal mehr die Mühe, das zu verbergen. Wozu auch? Wer immer das ZDF diesbezüglich kritisiert, macht sich damit automatisch zum Freund der angefeindeten und verfolgten Verschwörungs-Theoretiker und damit zum Feind und potentiellen Angriffsziel der Antifa, mit dem der linke Journalist und der politisch korrekte Untertan kein Mitleid hat, haben darf.

Nur einmal und mitten im ZDF-Text wird erwähnt, dass die Polizei die Täter im „linksextremen Spektrum vermutet“. Das wars. Und als abfedernde Begleitmaßnahme ist im Beitrag ein Video eingebettet, in dem Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) interviewt wird. Das hat nichts mit der blutigen Attacke in Stuttgart zu tun und dient ausschließlich dazu, die Bürger, die gegen Corona-Maßnahmen der Regierung demonstrieren, als dumm und gefährlich dazustellen. Zwischen den Zeilen wird den Lesern so mitgeteilt, dass es bei der Attacke ohnehin die Richtigen erwischt hat.

Wer das Video anklickt, hört als Einstiegsfrage: „Woche für Woche wird gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Kommt da eine neue Wut-Welle auf Deutschland zu?“

Noch deutlicher kann man es nicht zum Ausdruck bringen: Der von Linksextremisten lebensgefährlich verletzte Mann geht dem ZDF am Allerwertesten vorbei. Mit dieser Art der Berichterstattung legitimiert und fördert man linke Gewalt.

Linksextremismus ist – wie man von der Regierung weiß – ein aufgebauschtes Phänomen. SPD, Grüne, ZDF und Co. halten Linksextremismus tatsächlich für aufgebauscht. Aber nicht in dem Sinne, dass zu viel medialer Wind über ein ohnehin nicht vorhandenes Phänomen gemacht werden würde. Nein. Dass es linke Gewalt gibt, wird gar nicht abgestritten, aber sie wird nicht als Problem wahrgenommen. Die in Deutschland mittlerweile allgegenwärtigen linken Gewaltattacken sollen von Politik und Medien nicht thematisiert, problematisiert und schon gar nicht kritisiert werden, weil sie einen wichtigen Beitrag zur linken Umgestaltung der Gesellschaft und zur Disziplinierung widerständiger Bürger darstellt. Weil die linken Bürohengste in Redaktionen, Amtsstuben, Ministerien und NGOs heimlich mit der Antifa und ihren Methoden sympathisieren.

Nein, das ZDF und viele andere linke Meinungsmacher haben kein Problem mit linker Gewalt und linkem Terror. Viele Journalisten und Politiker prügeln bei all diesen Gewalttaten geistig mit.