ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


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Werner Reichel
 

Der ORF leistet sich eine eigene Wissenschaftsredaktion. Für Medien, die keine fetten Zwangsgebühren kassieren, ein zumeist unerschwinglicher Luxus. Für genau solche Zwecke gibt es den ORF und seine Gebührenfinanzierung. Für Angebote und Inhalte, die sich nicht über den Werbemarkt finanzieren lassen, weil das Interesse an ihnen zu gering, die Zielgruppe dafür zu klein ist. Die Vermittlung von Wissenschaft und Forschung gehört zu den Kernaufgaben einer öffentlich-rechtlichen Anstalt.

Der ORF tut das unter anderem auf science.orf.at. Dort sieht man, womit sich die ORF-Wissenschaftsredakteure beschäftigen bzw. was sie für Wissenschaft halten. Dass die Seite derzeit voll von Meldungen über das Corona-Virus ist, überrascht nicht. Auch nicht, dass man stets auf türkisgrüner Corona-Linie liegt. Schließlich berufen sich Rudi Anschober und Co. gerne und oft auf „die Wissenschaft“. Auf science.orf.at findet der oberösterreichische Volksschullehrer in leicht verständlicher Form, was er für seine Pressekonferenzen, Maßnahmen und wirren Verordnungen so braucht: „Späterer Lock-down hätte Infiziertenzahl vervierfacht“. So weit, so erwartbar, so ORF.

Besonders viel und intensiv beschäftigt sich die Wissenschaftsredaktion mit Feminismus und anderem Gendergedöns. Aktuell im Programm:

  • „Gleichberechtigung steigt durch Mobiltelefone“
  • „Publikationen: Der Gender-Gap wächst“
  • „Mütter arbeiteten deutlich mehr“

Schließlich ist alles Wissenschaft. Irgendwie. Und eine passende Studie oder einen passenden Experten gibt es zu jedem Anliegen der Linken. Besonders viele Texte findet man zum grünen Themenkomplex Klimawandel, CO2, Energiewende, Umweltschutz etc. Auch hier produziert der ORF, was Grüne zur „wissenschaftlichen“ Untermauerung ihrer Politik benötigen.

  • „Forderung nach weniger Plastikmüll bis 2025“
  • „Firmenflotten könnten E-Mobilität antreiben“
  • „Luftverschmutzung nimmt wieder zu“
  • „Hitliste für privates CO2-Sparen“

Corona, Genderismus und Ökologismus werden mit Meldungen über soziale Ungleichheiten, Antikapitalismus und andere linke Leib-und-Magen-Themen aufgelockert.

  • „Bildungserfolg: Ungleichheit könnte zunehmen“
  • „Die Krise als Chance für die Arbeitswelt“
  • „Nachhaltigkeit muss nicht teuer sein“

Ach ja, auch Populärwissenschaftliches aus Medizin, Astronomie oder Zoologie ist auf science.orf.at zu finden. Damit die User nicht glauben, auf der Seite der Grünen Jugend gelandet zu sein.

Beim ORF schafft man es nicht, ein Wissenschaftsseite ohne linke Ideologie, Propaganda und Belehrungen ins Netz zu stellen. Nicht einmal diese Nische ist eine unpolitische Oase in der linken ORF-Meinungswüste.

Sie können einfach nicht anders. Jede Abteilung, jede Redaktion, alle sind auf Linie. Der innere Pluralismus, von dem der ORF so gern spricht, ist nur schlechter Scherz. Diese Anstalt ist absolut unreformierbar.