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Rainer Ernst
 

Innenpolitisch hat sich am Freitag einiges getan. Einerseits wurde nach langem hin und her vom Verwaltungsgericht entschieden, dass H.C. Strache mit seiner nach Ihm benannten Liste in Wien antreten darf. Andererseits wurden neue Einzelheiten aus dem berüchtigten Ibiza-Video veröffentlicht, in dem der ehemalige FPÖ-Politiker bei den bisher bekannten Teilen wahrlich keine gute Figur gemacht und mit demoktratie-politisch mehr als fragwürdigen Aussagen für eine Krise in Österreich gesorgt hat.

Die als linkslastig bekannten Zeitschriften ‚Süddeutsche Zeitung‘ und ‚Der Spiegel‘ veröffentlichten seltsamer Weise nur gewisse Ausschnitte, die lange Zeit zurückgehalten wurden, um dann kurz vor der EU-Parlaments-Wahl (wo Österreich Einfluss auf die europäische und damit auch indirekt auf die deutsche Politik Einfluss nehmen kann) veröffentlicht zu werden. Ex BND-Chef Hanning sprach hier sogar von Wahlmanipulation.

Die heute veröffentlichten Gesprächsprotokolle rücken die ganze Szenerie in ein etwas anderes Licht. Bei der im Großen und Ganzen erbärmlichen Veranstaltung, lehnte Strache die Bestechungsversucheder vermeintlichen Oligarchin über 270 Millionen Euro entschieden ab. Laut dem Transkript soll er gesagt haben: „Es gibt bei mir nur ganz korrekte Ebenen, alles, was in meinem Leben heut angegriffen wird, ist korrekt. Ja? Und ich, es gibt bei mir keine Selbstbereicherung oder sonstige Scheißgeschichten, das gibt es nicht. Ja? Sondern es gibt Interesse, was wollen wir politisch, wohin wollen wir politisch, was hat die Bevölkerung, was hat der Steuerzahler davon, und wenn dann ein Unternehmer einen Profit hat, soll’s mir recht sein, wenn’s ins Konzept passt.“

Bei news.orf.at schaffen es aber beide Stories mit Strache-Bezug nicht in die obersten Schlagzeilen, welche mit Bildern dargestellt werden und somit von den ORF-Redakteuren als besonders wichtig erachtet werden.
Nachdem gestern schon ein Beitrag über „Everywoman - Eine Jedermann für 2020“ bei den Salzburger Festspielen den ganzen Tag, trotz ereignisreicher Vorgänge in Allerwelt, gehalten hat, können wir uns heute gemeinsam mit den neutralen und objektiv berichtenden ORF-Leuten über die Schwangerschaft unserer Vorzeigemigrantin Justizministerin Alma Zadic (Grüne) freuen.

Wahrscheinlich hat Armin Wolf schon vorab von der freudigen Nachricht erfahren, da er ihr beim ZIB2-Interview vor kurzen eine journalistische Streicheleinheit (Pre-Mutterschutz?) gewährt hat, die man bei konservativen oder gar rechten Politikern immer vermisst. Trotzdem sollte die Schwangerschaft einer muslimischen Frau gerade in Wien keine Sensation darstellen, nachdem die Fortpflanzungsraten bei dieser Religionsgemeinschaft überdurchschnittlich hoch sind und ihr bis 2050 wahrscheinlich einen 20-prozentigen Anteil an der österreichischen Bevölkerung bescheren wird.

Um die links-feministische Agenda des ORF noch abzurunden, wird in der Sendung Sport20 jetzt auch von 'Frauschaften' beim Radfahren gesprochen. Danke, dass wir für diese Bereicherung unseres Wortschatzes Zwangsgebühren zahlen dürfen.