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Werner Reichel
 

Im Kriminalfall Ibiza haben sich der ORF und die anderen linken Medien stets vornehm zurückgehalten. Immer nur knapp über das absolut Notwendigste berichtet, über das, was andere Medien längst publik gemacht haben, was vor allem Prof. Gert Schmidt von der EU-Infothek herausgefunden und OE24 – zum Ärger der linken Mainstreammedien – einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Jene Medien, die das Ibiza-Video über Monate ausgeschlachtet haben, zeigten und zeigen wenig Interesse an den Hintergründen und Hintermännern dieses Kriminalfalls.

ORF, Spiegel, Falter und Süddeutsche waren vor allem daran interessiert, mit Hilfe von zusammengeschnittenen Videoschnipseln die türkis-grüne Regierung zu Fall zu bringen und die FPÖ nachhaltig politisch zu zerstören. Das ist ihnen gelungen. Damit ist der Fall für sie erledigt, abgesehen vom bei Linken beliebten Nachtreten.

Wie das Video zustande gekommen ist, welch zwielichtige Figuren und Gruppen im Hintergrund die Fäden gezogen haben und welche Kreise involviert waren, daran haben diese Medien offensichtlich kein gesteigertes Interesse. Bis auf die EU-Infothek scheint in diesem Kriminalfall kein Medium ernsthaft zu recherchieren. Es ist schon sehr auffällig, wie intensiv und engagiert man über die eine Seite der Ibiza-Affäre berichtet und sie ausleuchtet und wie sehr man die andere ignoriert und unter der Decke hält.

Nach der Festnahme des mutmaßlichen Haupttäters in Berlin wird immer deutlicher warum. Wie die Kronen Zeitung berichtet, soll sich der sogenannte Ibiza-Detektiv bei einem der bekanntesten deutschen Aktivisten von Sea-Watch versteckt gehalten haben. Die linke Migrations-NGO genießt hohes Ansehen in linken Journalistenkreisen, der ORF berichtet stets positiv über deren Aktionen.

Laut Gert Schmidt lag des Versteck des Ibiza-Detektivs zudem in direkter Nähe zur Wohnung eines der Chefs des „Zentrums für politische Schönheit“ (ZPS), eine Gruppe von linken Polit-Aktivisten, die mit ihren „Kunst“-Aktionen gegen rechts Dauergast in den Mainstreammedien sind. So wie Sea-Watch ist auch das ZPS Teil des politmedialen Establishments.

Die Nachbarschaft zwischen Ibiza- und ZPS-Mann könnte Zufall sein, allerdings wurde in einigen Medien bereits im Mai dieses Jahres darüber spekuliert, dass die linken Polit-Aktivisten das Ibiza-Video um rund 600.000 Euro gekauft haben sollen. Die Bild-Zeitung berichtete: „Demnach hatte das ‚Zentrum für politische Schönheit‘ die Video-Falle allerdings nicht in Auftrag gegeben, aber im Nachhinein gekauft – und mutmaßlich dann auch an die Medien ‚Spiegel‘ und ‚Süddeutsche Zeitung‘ weitergegeben.“

Der Ibiza-Detektiv verkehrte also nicht nur in der Halb- bzw. Unterwelt, sondern auch in prominenten linken Kreisen. Dem Zentrum für politische Schönheit steht wiederum der öffentlich-rechtliche Fernseh-Komiker Jan Böhmermann nahe. Er hat u.a. eine Petition für das ZPS im Zusammenhang mit einem Verfahren gegen die Politaktivisten unterzeichnet. Er war es auch, der im ORF bei der Romy-Gala bereits Wochen vor der Veröffentlichung des Ibiza-Videos Andeutungen über dessen Inhalt gemacht hatte.

Hier schließt sich der Kreis. Im Dunstkreis des Ibiza-Kriminalfalls tauchen immer mehr linke Akteure aus dem Kunst-, NGO-, Aktivisten- und Medienbereich auf. Ein Milieu, das dem ORF nicht fremd ist und über das er stets wohlwollend berichtet.

Man kann diese Gruppierungen, Interessensgemeinschaften und Netzwerke aus allen Bereichen des Staates und der Gesellschaft auch als Tiefen Staat bezeichnen. Gerade im Zusammenhang mit dem Ibiza-Video zeigt sich sehr deutlich, wozu dieser Tiefe Staat, der außerhalb des demokratischen und oftmals auch des rechtlichen Rahmens agiert, fähig ist und welche Ziele er verfolgt.

Und niemand weiß, was nach der Festnahme des Ibiza-Detektivs noch so ans Tageslicht kommt.