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Andreas Unterberger
 

Fast jeden Abend kann man auf österreichischen Fernsehschirmen Nachrichten aus scheinbar zwei völlig verschiedenen Welten sehen – obwohl sie aus dem gleichen Land vom gleichen Tag stammen.

Der Unterschied zwischen der ORF-ZiB um 19,30 und den Servus-Nachrichten um 19,20 ist nicht nur in den diametral unterschiedlichen Darstellungen jedes einzelnen Corona-Aspekts zu finden, der die Österreicher schon seit eineinhalb Jahren verblüfft, sondern auch bei fast jedem anderen Thema, das die eine Redaktion interessiert und die andere nicht. Lediglich die schaurigen Bilder vom Vulkanausbruch haben beide gleichermaßen interessiert. 

Da bekommen im ORF zum mindestens dreihundertfünfzigsten Mal die Neos die Möglichkeit zu beteuern, wie wichtig und positiv doch der Ibiza-Untersuchungsausschuss gewesen wäre (der sich mit allem, nur nicht Ibiza befasst hat). Da kann Alexander van der Bellen wieder einmal das Klima retten. Da bekommt sogar die sonst totgeschwiegene Kronenzeitung einen großen Auftritt, weil sie eine Revolte in der FPÖ entdeckt zu haben glaubt. Dafür wird der aufsehenerregende Rücktritt des Chefs der Pensionskommission gegen die verantwortungslos hohen Steigerungen der Pensionen in zwei knappen Sätzen abgetan, aus denen der Rücktrittsgrund überhaupt nicht klar wird.

Nicht einmal eine Sekunde gibt es in der ORF-ZiB etwas über den überhaupt dramatischsten Bericht in den Servus-Nachrichten zu hören. Das waren die erstmalige öffentliche Stellungnahme der Eltern der 13-jährigen Leonie, die von vier Afghanen ermordet worden war. Deren Aussagen sind beklemmend und atemberaubend, werden aber vom ORF total ignoriert, obwohl sie in einer öffentlichen Pressekonferenz erfolgt sind. Lediglich in Servus-TV erfährt man daher den unglaublichen Satz, den einer der Täter laut Gerichtsprotokoll beim Verhör gesagt hat: "Die Scheiß-Christin hat das nicht anders verdient."

So etwas passt aber nicht ins Weltbild, das uns die linksradikale ORF-Redaktion mit ihrer täglichen Flüchtlings-Bejubelung vermitteln will. Der Auftritt der Eltern wird daher nicht einmal erwähnt! Unglaublich. Daher erfahren wir im ORF auch nicht die weitere scharfe Kritik der Familie und ihrer Anwälte: "Der Tod hätte mit einer anderen Asylpolitik verhindert werden können." So hören wir nichts von ihrer Kritik daran, dass nicht schon am Beginn eines Asyverfahrens eine ordentliche Altersfeststellung erfolgt; oder von der Forderung der Familie nach Verhängung einer Sicherungshaft über alle gewalttätigen Asylwerber, die abgeschoben werden sollen: Denn wäre das erfolgt, so klagen sie, wäre Leonie nicht gestorben.

Die Vorwürfe, die der Republik die Schuld am Tod Leonies zuschreiben, sind mindestens doppelt so überzeugend wie jene, mit denen die Nachfahren von Corona-Opfern von der Republik Geld verlangen. Über deren Forderung wird jedoch im ORF unzählige Male berichtet ...

Packende und ergreifende Aussagen – nur den ORF-Konsumenten werden sie komplett verschwiegen. Bei denen genügt es ja, dass sie die Zwangsgebühren zahlen ...