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Kurt Ceipek
 

So viel Peinlichkeit, wie sie der ORF seinen Zusehern vorsetzt, ist kaum noch zu überbieten. Bei der Übertragung des Herren-Skirennens aus Sölden, die immerhin knapp 400.000 Zuseher vor die Bildschirme lockte, befragte Rainer Pariasek den Multi-Sieger und Kenner der Region, Benni Raich, zum zuletzt heftig diskutierten Thema Gletscherskilauf. Da kann man natürlich sehr unterschiedlicher Meinung sein.

Der Pitztaler Ex-Rennläufer verteidigte das Saison-Auftaktrennen auf dem Gletscher und verwies darauf, dass es in Österreich mehr als 500 Gletscher gebe, dass aber nur auf ganz wenigen Skipisten betrieben werden. Plötzlich war Benni Raich sichtlich ratlos und hörte mitten im Satz auf zu sprechen. „Was ist“, fragte Pariasek ebenso irritiert. Raich hatte über Kopfhörer von der Regie den Auftrag erhalten, nicht weiter zu sprechen. „Stopp, hat's geheißen. Ich soll nix mehr sagen“, verriet Benni Raich. Was man offenbar wiederum Pariasek verheimlicht hatte, der ebenso perplex war.

Meinungsvielfalt? Nein, danke.

Dazu passt gut die derzeit laufende ORF-Selbstbeweihräucherungskampagne, mit der man flüchtende ORF-Zwangsgebührenzahler wieder vor die ORF-Bildschirme oder Lautsprecher locken will. Der Slogan lautet: „Ich setze mich dafür ein, dass jede Meinung gehört wird.“ Das gilt offenbar nur, solange die geäußerte Meinung mit jener der ORF-Oberen übereinstimmt. Sonst wird man erbarmungslos abgedreht.

Das Generalthema der Kampagne lautet: „ORF FÜR DICH UND MICH UND ALLE“. Das ALLE bezieht sich aber nur auf die Gebührenpflicht und nicht auf die Freiheit der Meinungen. Die gibt es im ORF nur in Werbekampagnen.