ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Rubriken

Archiv

Sendungskritik Melden

Bitte um ein Stichwort, warum diese Kritik als rechtswidrig oder ehrenbeleidigend (gegenüber konkreten Personen) offline genommen werden soll. Dass eine Meinung unerwünscht oder unsympathisch ist, ist kein ausreichender Grund dafür.

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.

Beitrag melden


wieder ein verschwiegener Skandal

Online, Fr, 11.07.2014, 11:15 |

Zur effektiven Manipulation des Publikums gehört ja nicht nur die Art einer tendenziösen Berichterstattung  – in Wort, Text, Tonfall, Mimik, Bild und Schnittauswahl. ORF-Mitarbeiter sind darin wirkliche Könner. Es ist vor allem auch die Auswahl, worüber berichtet wird und worüber (sicher) nicht berichtet wird.

Im Österreichischen Bundesheer etwa herrscht 'Endzeitstimmung' (Kurier), das ist soweit bekannt. Nachdem unter Norbert Darabos zwei Drittel des militärischen Fuhrparks verkauft und verschrottet worden sind, wurde heuer ua. auch die Ersatzteilbeschaffung und die Munitionsbeschaffung gestoppt, Übungen werden ausgesetzt. In der Privatwirtschaft spircht man in einer solchen Situation von Insolvenz, wenn keine Aussicht auf erfolgversprechenden Weiterbestand besteht, von Konkurs. Erster Skandal.

GLEICHZEITIG mit dieser desaströsen, für unsere Republik wirklich peinlichen und nebenbei auch noch verfassungswidrigen Situation unserer Landesverteidigung lässt also das Büro des SPÖ-Verteidungsministers (vulgo: Masseverwalter und situationselastischer High Society Wunschkandidat) haufenweise teure Inserate(!) des Bundesheeres (!!) schalten. Zweiter Skandal.

Dass es eine direkte Weisung aus dem Ministerbüro gäbe, diese Inserate ausschließlich in 'HEUTE', 'ÖSTERREICH' (beide äußerst SPÖ-nahe) und der 'Krone' zu schalten, berichten Insider, schreibt dazu heute der Kurier und dass Bundesheer-Inserate tatsächlich nur dort auftauchen. DRITTER Skandal.

Was also könnte man als skandalisierungserprobter ORF-Redakteur daraus nun nicht alles machen? Und hätte man nicht auch die Pflicht, darüber zu berichten? Objektiv und sachlich? Diesen extremen Mißstand, der zugleich – und schon wieder! – nach einem SPÖ-Meinungskauf auflagenstarker Tageszeitungen und somit nach politischer Korruption riecht, Entschuldigung: stinkt!? Auf Kosten der Bundesheer-Bediensteten und der Steuerzahler. Könnte man den Ministerdarsteller nicht ins ZiB2 Studio einladen und ihn dort einer gewohnt überkritischen, Journalistisch harten Befragung aussetzen? Nun, sicher, könnte man. Leider dürfte Herr Wolf gerade auf Urlaub sein und überhaupt, die ganze Geschichte, der Skandal,  würde das 'Sendeschema' des ORF doch sehr stören.