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ZIB 2

ORF2Andere, Di, 14.11.2017, 11:50

Rechtzeitig zu Winterbeginn warnt der ORF in einem ausführlichen ZiB2-Beitrag vor den Gefahren des brutalen und hinterwäldlerischen österreichischen Brauchtums in Gestalt des Perchtenlaufs.

Dass die Aufregung gerechtfertigt ist, zeigen die Ereignisse des letzten Wochenendes, als eine Horde von 300 Perchten das Zentrum einer Großstadt verwüstete, Schaufenster einschlug, Geschäfte plünderte und Autos in Brand steckte. Stolze 22 Polizisten wurden bei den Ausschreitungen verletzt.

Korrigendum: Verantwortlich für die Randale waren keine Perchten, sondern Marokkaner, die nach einem Fußballspiel die Innenstadt von Brüssel verwüstet haben – was vermutlich auch der Grund war, warum das Ereignis in der österreichischen Presse praktisch keinerlei Niederschlag gefunden hat. Lediglich der "Standard" hat die Nachricht online gebracht, freilich gut versteckt in der Rubrik "Fußball International".

Zurück zu den Perchten. Man hält es kaum für möglich, aber dieses Jahr sind den marodierenden Vermummten bereits neun Menschen dergestalt zum Opfer gefallen, dass sie (nicht näher bestimmte) Verletzungen davon getragen haben. Es bricht einem schier das Herz. Unschuldige begeben sich zu einem Perchtenlauf, weil sie sich zivilisierte Unterhaltung und anregende Diskussionen mit den Perchten erwarten, und finden sich plötzlich Angesicht zu Angesicht mit besoffenen, Rutenbündel schwingenden Primitivlingen wieder. Wer hätte solches auch erwartet?

Summa summarum: Der Österreicher, zumindest der vom flachen Land, ist ein erbärmlicher Primitivling und gemeingefährlich. Hoffentlich wird er bald durch fortgesetzte qualifizierte Zuwanderung endgültig in Reservate verdrängt. Vielleicht kann Brüssel mit einigen marokkanischen Fußballfans aushelfen.