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Werner Grotte (Fakten: Di, 10.02.2015, 21:12)
ORF schweigt ÖBB-Schneechaos einfach tot

Schon Montag Vormittag ging auf der Westbahn fast nichts mehr. Verstellte Weichen stoppten regelmäßig Züge auf offener Strecke; vor dem Westbahnhof dann erneute Wartezeiten. „Das Computersystem ist abgestürzt“, hörte man nach längerer Zeit dann vom Schaffner. Wer es eilig hatte, musste sich gedulden. Die Bahn brauchte etwa von Pressbaum nach Wien länger als eine Stunde – für 20 Kilometer. Das ist fast das Doppelte wie normal.

Am Abend war es noch schlimmer. Am Westbahnhof herrschte eine Stimmung wie bei der Flucht aus Ostpreußen 1945. Fast alle Züge gestrichen; die wenigen Garnituren, die noch fahrbereit waren, etwa die Railjets nach Innsbruck oder München, waren dermaßen überfüllt, dass die Leute sogar am Boden saßen.

Wer entlang der Westbahn in der Wiener Peripherie nach Hause wollte, mußte zuerst mit dem überfüllten Railjet nach Hütteldorf und dort dann in einen Regionalexpress umsteigen. Fahrpläne existierten nicht mehr, Bildschirmanzeigen oder Durchsagen stimmten durchwegs nicht; die einzigen Informationen zum Weg aus dem Chaos konnte man sich mit viel Glück bei überlasteten rot-weiß gekleideten ÖBB-Mitarbeitern holen. Auch im Zug waren alle Bildschirm-Informationen falsch; ob der Zug an der gewünschten Station hält, war bis zuletzt ein Glücksspiel. Betroffen waren wohl zig-tausende Reisende, die etliche Stunden an Bahnhöfen oder in überfüllten Zügen zubringen mussten und zu spät in die Arbeit oder nach Hause kamen.

Wer heute Berichte zu dieser Katastrophe im ORF – egal ob Nachrichten, ZiB oder Internet – suchte, der tat dies vergeblich. Kritik an den vom Schnee im Winter wieder einmal völlig überraschten ÖBB erwartet man vom ORF ja ohnehin nicht. Aber ein bundesländerübergreifendes, ganztägiges Chaos einfach totzuschweigen, ist schon ein starkes Stück.

Mi, 11.02.2015, 18:07 | Mag. Markus Inderst

Wann bekommen wir endlich eine richtig funktionierende Presseabteilung, die auch der Realität ins Auge sehen kann? Der RH wird sich freuen, wenn ihm schriftlich mitteile, was dort zu holen ist!
Mi, 11.02.2015, 12:07 | Andreas Lindner

Man bilde einen Satz aus den Wörtern: Unternehmen im SPÖ-Besitz, Gewerkschaft, Monopol, gegenseitige Unterstützung, Genossen unter sich, Lenkung der öffentlichen Meinung
Mi, 11.02.2015, 11:03 | Lichtbringer

"Lügen-TV" würde ich nicht sagen, eher Manipulationsverlierer, die Quoten gehen zurück.
Mi, 11.02.2015, 11:01 | vom Berg

"Schneetreiben" am Küniglberg, bitte um etwas Verständnis, es ist Wahljahr da gibt's nur Jubelmeldungen, wie z.B.: Australien nimmt am Song Contest teil.
Di, 10.02.2015, 21:59 | gerard

Kein Wort brachte der ORF zu den abenteuerlichen Ereignissen bei den ÖBB. Desinformation wie immer. Lügen-TV! Lügen-TV!!!



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