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Elisabeth Hennefeld (Öffentlich-rechtlich: Sa, 31.05.2014, 16:31)
Glaube nur Statistiken, die du selbst gefälscht hast

 

Landauf, landab und besonders breit im ORF wird uns allerorts erzählt, dass wir Österreicher für Vermögenssteuern sind. Nur 17 Prozent sollen dagegen sein. Nähere Informationen verrät das Mittagsjournal nicht. Warum auch, das Verdikt ist offensichtlich eindeutig.

Nur kann ich es nicht recht glauben. Laut Statistik Austria sind über die Hälfte aller Hauptsitzwohnungen in Österreich in privatem Eigentum (55,2 Prozent 2013). Und mit einem Einfamilienhäuschen oder einer Eigentumswohnung wird man die in der zitierten Studie vorgeschlagene Vermögensgrenze von 500.000 Euro recht bald erreichen.

Aber so differenziert wird die Umfrage sowieso nicht wieder gegeben. Hauptsache der Eindruck nach einhelligem Volkswillen entsteht; untermauert mit einer wissenschaftlich klingenden Studie. Doch das Mittagsjournal verschweigt, wer die Studie im Auftrag vom Nachrichtenmagazin Profil tatsächlich gemacht hat.

Es ist die PR/Lobbying-Agentur „unique relations“. Der Eigentümer ist ein ehemaliger SPÖ-Generalsekretär, der Geschäftsführer ein ehemaliger Kabinettsmitarbeiter eines SPÖ-Ministers.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

 

So, 01.06.2014, 11:32 | Erwin Tripes

Die offizielle Aussage auf der Website dieser Agentur: alles claro?
"Wir helfen Umwege zu vermeiden und Informationen zu steuern!"
So, 01.06.2014, 10:31 | Ophicus

"Es gibt drei Sorten von Lügen: Lügen, gemeine Lügen und Statistiken." (Mark Twain)
Sa, 31.05.2014, 19:59 | AlexThalhammer

Unique Relations hat immerhin den Wahlausgang bei der EU-Wahl am besten vorausgesagt.
Es stimmt schon - eine Vermögenssteuern ist dann populär, wenn sie die Reichen am meisten trifft.
Sa, 31.05.2014, 23:28 | ORFprivatisierenNOW

Das Wesentliche ist doch, dass das Mittagsjournal manipuliert, indem es - wie so oft - eine parteiische (!) Behauptung als objektive Quelle hinstellt. Capisci?
Sa, 31.05.2014, 18:28 | Niederösterreicher

Ich besitze ein Einfamilienhaus & Garten dass ohne mein Zutun durch den Immobilienboom an Wert gewann. Ich lehne die von der. SPÖ gewünschte Vermögensbesteuerung ab!
So, 01.06.2014, 13:37 | moderatus

Vom Ansteigen des Wertes hat man herzlich wenig, solange man nicht verkauft. Durch Anhebung des Einheitswertes droht Ungemach. Bei Verkauf schlägt dann unbarmherzig die Vermögenszuwachssteuer zu.



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