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Werner Reichel (Formate: So, 01.06.2014, 20:01)
Life Ball: Weltbekannt in Österreich

Die ganze Welt blickt nach Wien, wenn der Life Ball mit großem Pomp und viel Prominenz im Rathaus über die Bühne geht. Es ist der Event der Superlative. Diesen Eindruck versuchen zumindest Organisator Gery Keszler und der ORF den Österreichern zu vermitteln. Diesen Eindruck hat der ORF-Zuseher auch bei der stundenlangen Live-Übertragung zur besten Sendezeit bekommen. Jeder lustig kostümierte C- und D-Promi muss dabei den ORF-Reportern und den Zusehern vor laufender Kamera bestätigen, wie groß, toll, einzigartig  und weltbekannt der Life Ball nicht sei. Wenn er das tatsächlich wäre, warum müssen es dann Hinz und Kunz permanent im Fernsehen aufsagen?

Okay, neben dem ORF war der Life Ball auch bei W24 das Programmhighlight dieses Abends. W24, das ist jener Wiener Minisender, der sonst stundenlang  fahrende Straßenbahnen zeigt. Außerdem gehört W24 zur Wiener SPÖ-Familie und sendet weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Natürlich sind auch viele Reporter aus dem Ausland vor Ort, aber der große TV- und Medienhype ist der Life Ball außerhalb Österreichs bei weitem nicht. Wer Samstagabend durch die internationalen TV-Sender gezappt ist, der hat von dem schrillen Charityevent recht wenig, praktisch nichts mitbekommen. Und auch im Internet halten sich die Berichte relevanter internationaler Medien in Grenzen.

Aber was ist mit den vielen Promis! Nun ja, Bill Clinton und Vivienne Westwood gehören quasi zum Life-Ball-Inventar. Geschenkt. Aber sonst? Heuer ist den Österreichern Ricky Martin als der große Stargast verkauft worden. Wow!

Seine großen Hits und seine große Zeit hatte er vor rund 15 Jahren. Seither herrscht ziemlich tote Hose. Seine letzte Solosingle „Tu recuerdo“ war 2006 genau eine Woche lang in den US-Charts. Und zwar auf Platz 89. Man könnte auch sagen, ein Totalflop. So sehen die internationalen Superstars am Wiener Life Ball aus. Gestern noch bei der Eröffnung eines Möbelhauses, heute gefeierter Weltstar im ORF. Und alle Beteiligten dürfen sich auf die Schulter klopfen.

Ach ja, Conchita Wurst war natürlich auch da. Doch auch seine internationale Bedeutung  wird von ORF und vom heimischen Boulevard etwas überzeichnet. Was man sogar bei der ORF-Übertragung live miterleben durfte.

Eine amerikanische TV-Serien-Darstellerin hatte noch nie etwas von unserem neuen Weltstar gehört. Peinlich! Allerdings für wen? Aber das darf man nicht so eng sehen. Der Life Ball ist für Bobos, Schwule, Genderisten und Feministinnen ein bisserl so etwas wie der Skiweltcup.

Fr, 06.06.2014, 22:15 | Libero

Na, und die prominenten Drogenleichen wie Courtney Love (die gestützt werden mußte) und Lindsay Lohan (die dann gar nicht erst angeflogen kam) werden nicht erwähnt. Ist das nix? ;-)
Di, 03.06.2014, 13:31 | Toll Eranz

Die Übertragung des Life Balls ist symptomatisch für den ORF und seine Günstlinge, seine mikrofonbewaffenten Agitator/InnInnen/en und für die hiesige militante Schwulenszene. Alles nur zum Abgewöhnen.
Mo, 02.06.2014, 17:33 | Ilse

Armes Österreich! Es ist traurig, für solches, damit meine ich auch Genderismus Steuergelder zu verprassen und das wirklich Wichtige (Förderung der Familie, Gesundheitswesen etc. zu vernachlässigen.
Mo, 02.06.2014, 23:12 | Hannes

liebe ilse..du hast leider null durchblick..fast ein bisschen verpeilt möchte man sagen..aber du hast sicher andere qualitäten ;)
Mo, 02.06.2014, 15:14 | Hannes

War in der Nacht von Samstag auf Sonntag mit Jugendlichen (Alter 16-20) aus. Beherrschende Themen: Schulprüfungen, Jobchancen und Angst vor Arbeitslosigkeit. Das sind für den ORF aber Randthemen......
Di, 03.06.2014, 07:49 | Hannes

"Hannes" von 23:12 Uhr (an "Ilse") bin nicht ich!
Mo, 02.06.2014, 13:44 | Oliver-John Perry

Lieber Herr Reichel,

haben Sie denn keine Karte mehr bekommen? Durften Sie nicht "dabei sein"? Oh je...
Mo, 02.06.2014, 11:30 | pluseins

Wenn das Ganze nicht hinten und vorne aus unserem Geld gefördert würde, wärs mit ja wurscht.
Mo, 02.06.2014, 13:42 | ernesto

Für solche unnötigen Veranstaltungen wie lifebal ist genug Steuergeld da, aber für Gesundheit, Familien, Steuerreform fehlt angeblich das Geld!?!? Die sollen das Geld direkt an die AiDShilfe geben!
Mo, 02.06.2014, 11:16 | Marcel

Kommentar bei einem Interview vom Lifeball um 00:50 auf Ö3: "Und danach Sex auf der Wiese, natürlich ungeschützt....."

No more words......
Mo, 02.06.2014, 09:32 | Andreas Lindner

dazu der Kurier: „Alle waren sie gekommen: Ricky Martin, Marcia Cross, Anna Netrebko, Courtney Love ... nur ein Promi fehlte aus der Gästeliste: Lindsay Lohan. Ihren Twitter-Nachrichten nach zu…
Mo, 02.06.2014, 10:56 | Elmar O.

Tolle Liste: Courtney Love (Ehefrau eines - mittlerweile verstorbenen - Musikers), Netrebko (wohnt gleich ums Eck), Marcia Cross (TV Schauspielerin) und Lohan nicht da..
Mo, 02.06.2014, 12:13 | Andreas Lindner

tja, sie geht eben lieber Joggen, als auf das "international größe Charity event"...
Mo, 02.06.2014, 20:53 | querdenker

Courtney Love, Marcia Cross, Lindsay Lohan, wer sind die alle? Der einzige den ich dem Namen nach kenne ist Ricky Martin, aber von dem habe ich seit Ewigkeiten nichts mehr gehört. Lebt der noch?
Mo, 02.06.2014, 09:32 | Andreas Lindner

...schließen, zog es der angesagte Stargast offenbar vor, in London joggen zu gehen. Wirklich gefehlt hat Lohan niemandem auf dem Life Ball.“ Noch Fragen?
Mo, 02.06.2014, 08:49 | Darth Maul

UND dann wurde "Im Zentrum" natürlich gleich nachgeschossen-Thema "Toleranz"-what else? Auf die sachlichen Argumente der "Pro Familien" Diskutanten hatten die "Homos" nur peinliches Gegacker in petto
Mo, 02.06.2014, 08:51 | Darth Maul

............sehr entlarvend! Und die "Moderatorin" war, wie üblich, wieder unerträglich!
Mo, 02.06.2014, 13:36 | ernesto

Die Toleranz der Toleranten gilt nur für ihre Meinung. Wenn jemand eine gegenteilige Meinung hat, ist es mit der Toleranz vorbei. Siehe im Zentrum. Auch die Moderatorin war nur pro homo tolerant!!!!!!
So, 01.06.2014, 21:06 | gerri

Kabarett vom feinsten..



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