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Claus Reitan (Formate: Di, 15.07.2014, 16:34)
Nachrichten machen Stress

Mag sein, dass Europäer anders ticken, aber das Lesen, Hören oder Sehen von Nachrichten gehört für Amerikaner zu den größten Auslösern von Stress. Dies meldet der pressetext unter Berufung auf zwei Untersuchungen aus den USA. Eine Studie an der Universität Texas belegt, dass bestimmte Arten der Aufbereitung von Nachrichten emotionalen Stress verursachen, und zwar vor allem jene, in denen traumatisierende Ereignisse in sensationeller Weise dargebracht werden. Eine andere Studie an der Universität von Kalifornien habe gezeigt, dass die Konsumenten der wiederholt gehörten Nachricht vom Bombenanschlag auf den Boston-Marathon mehr akute Stresssymptome aufwiesen als jene Leute, die am Ort des Geschehens waren. Die Forscher raten unter anderem, zu viel an Nachrichten zu vermeiden, denn das menschliche Gehirn entwickle automatisch eine starke Aufmerksamkeit für Bedrohungen. Wir raten, dass Bilder- und Bildungsverantwortliche gerade aus dem ORF sich angesichts der verfügbaren und ausgestrahlten Flut an schlechten Nachrichten öffentlich zu Wort melden, ihre Arbeit thematisieren und die kritische Medienkunde vorantreiben.

 



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