ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Werner Reichel (Fakten: Di, 09.09.2014, 11:17)
Familienbetrieb ORFSPÖAK

Der ORF will sein Angebot im Internet ausweiten. Er wünscht sich  ein Musikvideo-Programm auf der Webseite von Ö3 und eine Radiothek, also Radio on Demand. Dafür braucht er aber grünes Licht von der Medienbehörde. Als Entscheidungshilfe dienen der KommAustria dabei die Stellungnahmen der Sozial- und Medialpartner. Auch die Arbeiterkammer durfte eine solche Stellungnahme abgeben. Geradezu euphorisch begrüßt die AK darin die Expansionspläne des Staatsfunks. Die  geplante Radiothek sei „ein wichtiger Beitrag zum nutzerfreundlichen Ausbau der ORF-Angebotspalette und aus Bundesarbeitskammer-Sicht jedenfalls unterstützenswert."

Ganz hingerissen sind die mit Zwangsgebühren finanzierten Arbeitnehmervertreter auch von "Ö3 Visual": „Aus Sicht der Bundesarbeitskammer ist der Schritt zweckmäßig, um sicherzustellen, dass Ö3 auch vom jungen, internetaffinen Publikum wahrgenommen wird."

Dass die Stellungnahme der AK so positiv ausfällt ist kein Wunder, schließlich stammt sie von Daniela Zimmer. Sie sitzt nicht nur in der Arbeiterkammer, sondern auch im ORF-Stiftungsrat und im Publikumsrat. ORF, AK, SPÖ, gehört eh alles zur Familie.

Außenstehende sehen die Sache freilich etwas differenzierter. Der VÖZ, der Zeitungsverband,  warnt etwa vor "erheblichen negativen Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation privater Medienunternehmer im Verhältnis zum ORF" und die Wirtschaftskammer  findet die Radiothek nur für Wortsendungen, nicht aber für Musiksendungen zweckmäßig.

Mi, 10.09.2014, 11:06 | Andreas Lindner

Schlagzeile auf ORF.at "Mitterlehner bremst bei Steuersenkungen" (das 'Buh' haben die ORFler vergessen) dazu d.heutige Salzburger Nachrichten: "Mitterlehner verspricht eine Lohnsteuerreform."



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