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Werner Reichel (Monopol: Di, 30.12.2014, 13:39)
Keine Formel 1 mehr im ORF?

2016 laufen die ORF-Rechte an der Formel 1 aus.  ORF-Finanzchef Richard Grasl will sie nicht mehr um jeden Preis verlängern und das Geld lieber in österreichische Filme und Serien investieren. Das ist ein guter Gedanke, denn die Formel 1 - wie auch alle anderen breitenwirksamen Sportarten - haben im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ohnehin nichts verloren. Die teuren Übertragungsrechte verschlingen sinnlos Gebührengelder, obwohl es ohnehin genügend Privatsender gibt, die solch Sportarten liebend gern ausstrahlen würden – wenn sie der ORF nicht immer mit Gebührengeldern überbieten würde.  Ein öffentlich-rechtlicher Sender sollte sich um die Randsportarten kümmern. Der  ORF sieht sich aber noch immer als normaler Player am TV-Markt, der im Kampf um Quoten die private Konkurrenz kleinhalten muss. Nur wenn die Quoten zurückgehen, redet man sich gerne auf das „anspruchsvolle“ Programm aus.

Der öffentlich-rechtliche Status  ist für den Staatsfunk weniger Programmauftrag, als vielmehr eine sprudelnde Gebühreneinnahmequelle und damit ein riesiger Wettbewerbsvorteil.

Deshalb hat man auch kein Problem die extrem teuren Rechte solche Sportarten zu kaufen, helfen sie doch die mauen Quoten nicht noch weiter abstürzen zu lassen. Warum der ORF die Formel 1 Rechte nun tatsächlich auslaufen lassen könnte, dürfte  nicht so sehr daran liegen, dass man das Geld lieber in echten öffentlich-rechtlichen Content stecken möchte, sondern daran, dass die  Formel 1 in jüngster Zeit ein Quotenproblem bekommen hat.

In Deutschland überlegt derzeit sogar RTL den Ausstieg. Der Grund, der deutsche Privatsender hat in der abgelaufenen Saison die schlechtesten Formel 1-Quoten seit 1994 eingefahren (RTL zahlt rund 50 Millionen Euro an Übertragungsrechten pro Saison).

Wenn auch der ORF auf die Formel 1 verzichten sollte, dann macht er das im Grunde aus denselben Beweggründen wie RTL, mit Sparen oder öffentlich-rechtlichem Auftrag hat das recht wenig zu tun.

So, 18.01.2015, 13:06 | gerard

". . . Geld lieber in österreichische Filme und Serien investieren" - das heisst NOCH mehr Geld für politisch genehme (!) StaatskünstlerInnen. NEIN, NEIN, NEIN und nochmals NEIN.
Mi, 31.12.2014, 10:50 | Zenius

Sportübertragungen sind das einzig Verträgliche im ORF. Gott bewahre vor noch mehr Gesinnungsinformaton.
Di, 30.12.2014, 20:14 | Flozibert

Keine F 1: Okay!

Statt dessen:200 Meter blöd Schauen: Auch okay!

Aber BITTE, BITTE ja keine Eigenproduktionen von Staatskünstlern für Staatskünstler. und gegen potentielle Zuseher!!!
Di, 30.12.2014, 18:58 | Martin Jenewein

Hallo die Formel 1 nicht mehr übertragen geht's noch ! Im eigenen Land einen GP haben und kein ORF !? Jetzt kommt noch die Moto Gp !! Lässt ihr euch das wegschnappen !!!! Und eine Frechheit den Fan
Di, 30.12.2014, 17:03 | Ede W.

Höchste Zeit, dass dieser sog. Sport nicht mehr gesendet wird. Gibt es etwas Öderes, Langweiligeres als wenn 24 sog. Sportler ein Jahr lang gegeneinander antreten und es nur 3 max 4 Sieganwärter gi
Di, 30.12.2014, 15:47 | Herbert Manninger

Die Beweggründe mögen nicht edel sein, zuviel vom ORF verlangt, aber das Ergebnis würde dann doch zählen.



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