ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


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Werner Reichel (Personal: Di, 27.01.2015, 16:58)
Die selbsternannten Vertreter der Gebührenzahler

Die Rundfunkgebührenzahler haben schon bald einen Verein, der ihre Interessen und Rechte vertritt. Zumindest behaupten das jene Leute, die den  „Verein der Gebührenzahler und Gebührenzahlerinnen“ am 19. Februar gründen wollen. Das Gründungskomitee besteht aus Gerhard Ruiss (Autor, Geschäftsführer IG Autorinnen Autoren), Klaus-Peter Schrammel (Jurist, Musiker), Wolfgang Steirer (Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Musiker), Fred Thurnheim (Journalist, Präsident Österreichischer Journalisten Club), Peter Stuiber (Kulturpublizist, Pressesprecher), Kurt Lorenz (Kameramann), Gerhard Wieser (Tontechniker), Klaus Zeryringer (Universitätsprofessor, Literaturwissenschaftler, Kulturpublizist) und Ursula Prutsch (Universitätsdozentin, Historikerin).

Die Gründungsmitglieder sind  nicht gerade ein Abbild der österreichischen Gebührenzahler. Dieser erlauchte Kreis ist alles andere als ein Querschnitt durch die heimische Bevölkerung, die,  dank der Zwangsgebühren, mehr oder weniger deckungsgleich mit den Gebührenzahlern (und natürlich –zahlerinnen) ist. Autoren, Musiker, Tontechniker, Kameraleute, Journalisten und Publizisten. Es scheint vielmehr, als hätte sich hier eine Gruppe zusammengefunden, der es weniger um den ORF, sein Programm und die Gebührenzahler, als vielmehr um sie selbst, ihre Interessen und Begehrlichkeiten (bzw. die ihres persönlichen Umfeldes)  geht.

Und als einer der Gründe, warum der Verein jetzt gegründet wird, wird der geplante Verkauf des ORF-Funkhauses in der Argentinierstraße genannt.  Wo der ORF seine Programme  produziert, ob in der Wiener Innenstadt oder am Küniglberg, ist dem Großteil der Gebührenzahler völlig wurscht, solange es kostengünstig und effizient geschieht. Das ist derzeit offenbar nicht der Fall. Deshalb klingt es auch völlig unglaubwürdig, wenn sich Ruiss und Co. plötzlich und ganz uneigennützig  um die Rechte DER Gebührenzahler kümmern wollen.  Ich möchte hier deponieren, meine „Rechte“ als Gebührenzahler werden durch diesen Verein sicher nicht vertreten.

Mi, 22.07.2015, 14:24 | Sendeplatz

IG- Autoren- Chef Gerhard Ruiss: "Wir fordern den Gesetzgeber zur umgehenden Reparatur der gesetzlichen Grundlagen zur Finanzierung und zum Betrieb des ORF auf. " (krone-online 22.07.2015
Mo, 09.02.2015, 22:06 | Martin Mair

Fürchtet da gar die selbsternannte "die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols" eine Konkurrenz? In einer Demokratie darf doch jeder seinen eigenen Verein gründen. Wie unsportlich ...
Do, 29.01.2015, 16:28 | Gerald

Erwähnen sollte man auch, dass Hr. Ruiss wichtiger Akteur bei der "Kunst hat Recht" Initiative ist, die eine Festplattenabgabe einführen möchte, also eine weitere Zwangsgebühr für alle.
Mi, 28.01.2015, 20:06 | ORFprivatisierenNOW

Dieser merkwürdige Verein soll die Interessen der Gebührenzahler und -innen vertreten? Das glaube wer will, etwa der Herr Wrabetz und die Löwelstrassler. Ich glaube das ganz sicher NICHT.
Mi, 28.01.2015, 13:11 | BergWolf

diese Zusammensetzung lasst bei mir die Vermutung keimen, dass jene eher am Nektar der Gebühren melken wollen.
Die GIS-Zwangsgebühr abschaffen werden diese sicher nicht fordern.
Mi, 28.01.2015, 07:27 | Francesco Huber

Wieder ein roter, subventionsverdächtiger Verein mehr im Proporzdschungel - mich erstaunt immer wieder mit welcher Begründung & Motivation solche Vereine gegründet werden.
Di, 27.01.2015, 22:13 | Karli Kraus

Mich vertritt er auch nicht der Herr Ruiss, aber Frechheit siegt und der Herr Wrabetz mit seinem Finanzpendant wird sie schon hätscheln, weil die sind sicher für Gebühren (höhere :-(( )



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