ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Werner Reichel (Ideologie: So, 25.01.2015, 20:01)
Jetzt geht’s los mit der roten Propaganda

 „Jetzt geht’s los!“ So wird derzeit groß im ORF geworben. Gemeint ist damit nicht die Berichterstattung über den beginnenden Wien-Wahlkampf, obwohl Bürgermeister Michael Häupl groß im ORF-Werbetrailer zu sehen ist, sondern der Eurovision Song Contest. Wobei, so genau kann man das ohnehin nicht trennen. Wienwahl/Song Contest, ORF/SPÖ die Grenzen verlaufen hier fließend.

Der Song Contest findet zwar erst Ende Mai statt, beim ORF geht’s aber schon jetzt los. Michael Häupl erhält den symbolischen Song Contest-Schlüssel aus Kopenhagen überreicht und startet den offiziellen Song Contest-Countdown. Dieses historische Ereignis wird selbstredend vom ORF groß ausgeschlachtet. Nach dem Abgang von Klaus Wowereit hat Europa endlich wieder einen Partybürgermeister.  Ja, jetzt geht’s los. Der ORF wirft seine Propagandamaschinerie an, zu viel steht für die SPÖ in Wien auf dem Spiel, um nicht alle Register zu ziehen und sich aller ihr  zur Verfügung stehenden Mittel und Medien zu bedienen.  

Alles ist durchdacht, durchgeplant und abgestimmt. Am 23.  Mai findet das Finale  des Schlagerwettbewerbes statt, wenige Wochen später wird voraussichtlich in Wien gewählt. Im Sog der Song Contest-Euphorie will die SPÖ ihren Stimmenanteil zumindest halten. Jetzt hat  man noch viele Wochen Zeit, rote und auch – wenn sie brav sind - grüne Politiker im Umfeld dieses Großereignisses ins rechte Rampenlicht zu rücken. Dank dieses Hypes und des Wahlkampfes wird Häupl in nächster Zeit in der Öffentlichkeit präsenter sein,  als seinerzeit Kim Il-sung in Pjöngjang.

Und man versucht beim ORF nicht einmal den Anschein von Unabhängigkeit oder einer Distanz zur SPÖ zu erwecken. Man macht Propaganda mit dem Holzhammer, immer feste drauf. Hemmschwellen scheint es keine zu geben. Und das alles selbstredend mit den Gebühren und Steuergeldern der Österreicher, aber es ist ja für eine gute Sache, für den eigenen Machterhalt.  Man kann nur hoffen, dass die Wiener nicht ganz so simpel gestrickt sind, wie die linken Strategen vermuten und dass dieser riesige und teure Propaganda-Coup SPÖ und ORF um die Ohren fliegt.

Mo, 26.01.2015, 16:27 | nix is fix

SPÖ-Minus in NÖ: Häupl muss in Wien bangen - Werner Faymann flüchtet in die europäische Politik und tröstet sich mit dem Sieg der Linkspopulisten in GR (kurier)
und der ist ORF hemmungslos wie
Mo, 26.01.2015, 11:15 | Gerald

Na sollen sie doch machen. Je aufdringlicher und penetranter, desto mehr Wiener werden hoffentlich angefressen ihr Kreuzerl woanders machen.
Mo, 26.01.2015, 09:17 | Zymotic

sollte natürlich Klientel heissen!!!
Mo, 26.01.2015, 09:17 | Zymotic

Sehr guter Artikel, aber die Aussage..ins rechte Licht rücken, erscheint etwas deplaziert. Besser wäre bei diesem Klienetel der Ausdruck: .....ins LINKE Licht zu rücken :-)



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