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Kurt Ceipek (International: Mo, 18.05.2015, 01:41)
Bald ist der Song-Contest-Wahnsinn überstanden

Ich freue mich schon auf den Song Contest am kommenden Samstag in der Wiener Stadthalle. Ich freue mich nicht auf die Veranstaltung, die mich – und wohl auch die Mehrheit der Österreicher – herzlich wenig interessiert, sondern dass das Affentheater, das nun seit einem Jahr unerbittlich auf uns Österreicher niederprasselt, dann hoffentlich bald ein Ende hat. Dann wird in diesem Land und vor allem in Wien hoffentlich wieder Normalität einkehren.

Man ist den Selbstbeweihräucherungen des ORF in Sachen Song-Contest in den letzten Monaten beim besten Willen nicht entkommen. Es gab keinen Sender und kaum ein Programm, in dem nicht auf oft schon peinliche Art und Weise für das mit Millionenaufwand hochgejubelte Ereignis Stimmung gemacht wurde. Aus den Nachrichtensendungen waren Meldungen über die Wurst und das „Fest des Jahrhunderts“ nicht wegzudenken. Sogar  Sprecher und Moderatoren von Sport- und Kultursendungen wurden offenbar genötigt, die Kurve zum Song-Contest zu kratzen, oder übten sich in vorauseilendem Gehorsam.

Dass dieses Trommelfeuer – von einer Berieselung kann man angesichts der massiven Kampagne ja wirklich nicht mehr reden – aus vielen wohlwollenden Contest-Befürwortern angewiderte Kritiker gemacht hat wird immer deutlicher. Aber noch versuchen die ORF-Mannen und –Damen, die weiter wachsende Missstimmung wegzujubeln.

Das war auch in der Berichterstattung über die sonntägige Eröffnungszeremonie abzulesen. Nur ein paar hundert Neugierige verloren sich auf dem Wiener Rathausplatz und rund um Michael Häupls rot-grüne Festung. Von Gedränge konnte keine Rede sein und die Zahl der Teilnehmer und der Journalisten war sicher größer als jene der heimischen Interessenten

Und was schrieb ORF.at darüber? Wörtlich hieß es da: „Der Einzug der Song-Contest-Starter dauerte knapp drei Stunden. Was den Fans sichtlich nicht zu lange war. Die meisten harrten aus und versuchten, ihre Ländervertreter durch Rufen und Fähnchenschwenken auf sich aufmerksam zu machen.“

Das war eine freundliche Darstellung der tatsächlichen Ereignisse, denn die Delegationen der Teilnehmerländer kamen unkoordiniert auf dem Rathausplatz an, schlurften dann über den viel zu langen roten Teppich, wirkten orientierungslos und es war in den meisten Fällen nicht erkennbar, aus welchem Land die eben eintreffenden Contest-Teilnehmer stammen könnten.

Weshalb die sonst so neugierigen und ausdauernden Wiener Zaungäste bald gelangweilt wieder abwanderten, um bei angenehmem Wetter in einem Schanigarten ein Bier oder einen weißen Spritzer zu sich zu nehmen.

Apropos „weißer Spritzer“. Natürlich ließ es sich auch Wiens Stadtoberhaupt nicht nehmen, das Rampenlicht zu nützen und eine Rede zu halten. Schließlich ist ja Wahlkampf. Weil aber die Zahl der potentiellen Rot-Wähler höchst überschaubar war, blieb Häupl eher lustlos und meinte lediglich, er sei „sehr stolz“. Jeder solle sich willkommen fühlen und Wien genießen.

Dass auch ORF-General Alexander Wrabetz das Scheinwerferlicht suchte liegt auf der Hand. Er bezieht seit vielen Monaten seine vermeintliche Existenzberechtigung praktisch ausschließlich aus der viele Millionen Euro teuren Veranstaltung.

Die letzten Tage vor dem Song Contest werden alles bisher vom ORF gebotene noch übertreffen. Das kann man nur als gefährliche Drohung gegenüber den Zwangsgebührenzahlern sehen. Aber in gut einer Woche ist das alles überstanden.

Mi, 20.05.2015, 18:38 | Herr Karl

Herr Neuwirth vermarktet sich geschickt, dass kann man ihm nicht zum Vorwurf machen. Die widerliche Propaganda muß man der "Regierung" ankreiden!
Mi, 20.05.2015, 12:58 | Deadwood

Es gibt ein Mittel gegen den Wahnsinn. ORF meiden. Ich habe an die 100 Sender im Speicher, die meisten habe ich nie gesehen, aber zum ORF-Meiden reichen die vielen Stationen plus Internet allemal.
Di, 19.05.2015, 22:26 | Magnus

Mir egal - der ORF und sein kommunistischer Rundfunk läuft bei mir nicht. Zusätzlich ist ja die Berichterstattung über die illegalen "Flüchtlinge" unerträglich!
Di, 19.05.2015, 18:45 | Schwarzer Panther

Irrtum Herr Ceipek: Auch nach dem Ende des Song-Contests in der Stadthalle wird es weitergehen: Nachbetrachtungen, Analysen, Interviews & vor allem: Conchita Wurst wird weiterhin präsent sein.
Do, 21.05.2015, 19:15 | Kurt Ceipek

So ein künstlicher Hype funktioniert wie eine Seifenblase. Sie platzt. Plötzlich haben alle genug davon, auch Leute, welche die Wurst-Hysterie jetzt benutzen.
Di, 19.05.2015, 13:48 | MW

Ich freu mich, wenn es endlich vorbei ist! Dann kann ich in meinem Wohnbezirk auch wieder auf die Straße gehen, ohne mich zwischen kriminell geparkten Autos durchzwängen zu müssen.
Di, 19.05.2015, 13:12 | Pülcher

Der ORF hat hervorragende Kameramänner. Denen genügen ein paar hunder Leute für Bilder, die den Eindruck riesiger Menschenmassen vorgaukeln. Irgendwie ist das auch eine Verfälschung der Tatsachen.
Di, 19.05.2015, 00:09 | antony

Spätrömische Dekadenz die II. life
Mo, 18.05.2015, 18:50 | Normann

ESC-Unterhaltung für die Unterschicht? Irrtum. Außerhalb der materiellen Unterschicht existiert noch eine geistige, die dieses Treiben mit großem Interesse verfolgt. Unglaublich aber wahr.
Mo, 18.05.2015, 17:56 | Ingrid B.

Worüber ich mich freue: wenn's denn endlich vorbei ist
Worauf ich mich fürchte: den Kassasturz danach
Es ist nicht zu erwarten, dass die ganze Sache gewinnbringend über die Bühne gegangen sein
Mo, 18.05.2015, 22:19 | Grünbaum

Natürlich kann so etwas nicht gewinnbringend abgewickelt werden. So gibt es jetzt für kleine Kulturinitiativen in Wien noch weniger Geld. Irgendwo muss man ja sparen.
Mo, 18.05.2015, 15:56 | Henk

Wurst-Figur, Homosexuellenfestivals, HIV-Jubiläum, Ampelmännchengenderei....tu felix austria, quo vadis? Danke, ORF, herzlichen Dank!
Mi, 20.05.2015, 20:20 | ritschi

Mir fällt nur eines dazu ein "Brot und Spiele" damit das Volk nicht mitbekommt wie es dem Untergang geweiht ist!
Mo, 18.05.2015, 14:36 | günter

...also ich seh das jedes 2. Mal, wenn es bei UNS stattfindet. Etwa 1968 war es das 1. Mal (Hofburg). Heuer lass ichs daher aus...
Mo, 18.05.2015, 11:44 | gerard

Ich werde mir den Song Contest erstmals ganz sicher nicht anschauen. Was die roten Stadtgewaltigen und ihre notorischen Günstlinge daraus gemacht haben ist einfach nur abstoßend, nur widerlich.
Mo, 18.05.2015, 09:10 | Erich

Wenn es nach Doris Knecht im Kurier geht beginnt dann erst die tolerante und weltoffen Zeit Wiens. Sie träumt sogar von T-Shirts mit den Ampelschwulen. Ob das zB die Migranten auch freut?



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