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Werner Reichel (Ideologie: Di, 02.06.2015, 20:08)
Rote Angst!

Seit dem vergangenen Wahlsonntag treibt die SPÖ und den ORF vor allem eine Frage um: Wie kann der Erfolgslauf der Freiheitlichen gestoppt werden? Der ORF holt seine Politexperten, Wahlforscher und SPÖ-Politiker fast schon im Stundentakt in seine Studios, um das in aller Breite zu diskutieren.

In allen Analysen, Vorschlägen und Einschätzungen wird dabei immer wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass eine FPÖ-Regierungsbeteiligung für Österreich oder das jeweilige Bundesland eine absolute Katastrophe wären, dass die FPÖ keinerlei Lösungskompetenzen besitzt, emotionalisiert und hetzt. Das gilt als unumstößliche Wahrheit. Dass in der Schüssel-Ära wichtige und dringend notwendige Reformen durchgeführt worden sind und Österreich damals international als wirtschaftlicher Musterschüler dastand, wird von ORF und SPÖ gerne verschwiegen. Denn seit 2007 herrscht rot-schwarzer Stillstand und mit dem Land geht es steil bergab. Egal, solange der rote Kasperl auf der ORF-Bühne die Krokodile Karl Heinz und Jörgl quasi täglich verprügeln darf und die vielen roten Leichen aus jüngster Vergangenheit (Claudia Schmied und das Kommunalkredit-Milliardendebakel, das völlige Versagen bei der Hypo-Abwicklung, die Finanzaffairen in Linz und Salzburg etc.) gut im ORF-Keller versteckt sind. Jedenfalls gilt beim Staatsfunk die Devise, die FPÖ-Wahlerfolge sind mit mehr oder weniger allen Mitteln zu verhindern.

Gebetsmühlenartig verkünden ORF-Journalisten und SPÖ-Politiker im Chor, die FPÖ polarisiere, hetze, vereinfache und habe keinerlei Lösungen. Das mag ja stimmen, nur ist es einigermaßen skurril, das aus dem Mund von Sozialdemokraten zu hören. Denn welche Lösungskompetenzen und „Rezepte“  die SPÖ hat, kann man an den AMS-Zahlen, den internationalen Wirtschaftsrankings oder am Staatsschulden-Ticker recht gut erkennen.

Trotzdem hört man derzeit auf allen ORF-Kanälen, dass die SPÖ ja grundsätzlich gute Politik mache, sie nur nicht gut genug der Bevölkerung vermitteln könne. Oder anders ausgedrückt, die politischen Strategien und Lösungsansätze sind so hochgradig komplex und ausgefeilt  (z.B. noch mehr Umverteilung, Strafzahlungen auf Überstunden für mehr Arbeitsplätze etc.), dass sie das dämlichen Wahlvieh einfach nicht kapieren kann.

Auch diese Behauptung sollte die SPÖ einmal gründlich überdenken. Rekordarbeitslosigkeit, Rekordschulden, Rekordsteuern und schwächelnde Wirtschaft lassen sich nun mal nicht gut „verkaufen“.

Auch was Hetze und Populismus-Vorwürfe betrifft, sollten sich SPÖ und ORF etwas zurückhalten. Seit Jahren versucht man das Scheitern des Sozialstaats mit all seinen unschönen Begleiterscheinungen den bösen Kapitalisten, Spekulanten und Bankern in die Schuhe zu schieben. Sie sind der Sündenbock für alles, was die Sozialisten in allen Parteien in den vergangenen Jahrzehnten so verbockt haben. Selbst Unternehmer und Selbstständige werden von SPÖ, ÖGB und Arbeiterkammer als Steuerhinterzieher, Ausbeuter und Betrüger unter Generalverdacht gestellt. Doch diese Strategie nützt sich ab, egal wie laut man, „Haltet den Dieb“ ruft.

Deshalb liegen die Nerven blank. Im Herbst geht es ans Eingemachte. Die rote Hochburg Wien darf nicht fallen. Hier hat die SPÖ über viele Jahrzehnte ein dichtes und mächtiges Netzwerk mit unzähligen Firmen, Vereinen, Institutionen und einem Heer von Abhängigen und Nutznießern geschaffen. Da geht es um sehr viel Macht, Einfluss, Geld und tausende Versorgungsjobs. Wien ohne roten Bürgermeister wäre für die SPÖ und ihr Umfeld (inkl. ORF) ein Super-GAU. Deshalb wird der Staatsfunk die SPÖ auch nach Kräften bei ihrer Wahlschlammschlacht unterstützen. Den roten Akteuren in SPÖ und ORF kommt es gar nicht mehr in den Sinn, dass man auch mit konstruktiver Sachpolitik und objektiver Berichterstattung beim Wähler/Seher punkten kann.

Mi, 10.06.2015, 14:27 | Lavantal

Man wundert sich nur dass die Sozi, es noch immer nicht kapiert haben, dass sie sich eine linkslinke Hydra als Speerspitze gegen FPÖ sponsern, es könnte verkehrt gehe,.wenn die Förderungen 1x ausbl
Di, 09.06.2015, 10:39 | Andreas Lindner

in der SPÖ fliegen die FETZEN (Androsch attestiert Führungsschwäche von Faymann!, Ablinger tritt aus, Häupl stänkert, Schieder ist gegen Rot/Blau etc.ect.) und die roten ORF-Spindoktoren haben
Di, 09.06.2015, 10:40 | Andreas Lindner

alle Hände voll zu tun, alles möglichst zu vertuschen und wenn schon zu berichten, dann möglichst unverfänglich. Man stelle sich nur vor, dies würde sich in ÖVP od. FPÖ abspielen, der ORF würd
Mo, 08.06.2015, 12:52 | Andreas Lindner

Einspieler im 'Zentrum' am Sonntag zu Schwarz-Blau 2000: "Großdemonstrationen und EU-Sanktionen prägen die Politik..." also entweder Helga Staffler (ORF) war vor 15 Jahren noch selbst damit....
Mo, 08.06.2015, 12:54 | Andreas Lindner

beschäftigt, wöchentlich in Wien zu randalieren und hatte daneben keine Zeit, sich mit der realen Sachpolitik zu befassen, blendet diese Zeit somit aus, oder es ist die typisch freche und tendenziö
Mo, 08.06.2015, 19:50 | Andreas Lindner

Ergänzg: d.Regierungszeit Schüssel war vorallem geprägt v.REFORMEN u. zwar so zahlreich, dass mir dazu hier schnell die Buchstaben ausgehen würden, während v. Faymann eines bleiben wird: RETTUNGS
So, 07.06.2015, 12:53 | Sandwalk

Erstaunlich. Zum ersten Mal erlebe ich die SPÖ in Panik. Sie hat auch allen Grund dazu. Allerdings ist den Roten in höchster Not immer was eingefallen. Der ÖVP fällt auch in guten Zeiten wenig ein
Fr, 05.06.2015, 17:20 | Erich

Offenbar durch Hinweise aus der Löwelstraße sendet der ORF immer mehr Kommentare und Interviews, die m.M. das Parteivolk auf rot-blau zumindest im Bgld. einstimmen. Das nenne ich situationselastisch
Do, 04.06.2015, 21:26 | Ingrid B.

Wenn ich mich recht erinnere, sang Curd Jürgens einmal: 60 Jahre und kein bisschen weise, aus gehabtem Schaden nichts gelernt.......
Das müsste sich die SPÖ einmal zu Gem üte führen.
Mi, 03.06.2015, 14:34 | Kai P. Rinha

Diesen Eindruck konnte man schon am Sonntag "im Zentrum" gewinnen. Eine lupenreine 60Minuten Propaganda Hetze gegen Blau und deren Wähler.Ich bin aus dem Kopfschütteln nicht rausgekommen was da ab
Do, 04.06.2015, 23:40 | Sanktnimmerlein

Ja, dieses "Im Zentrum" war ein besonders dreistes Beispiel von SPÖ-Propaganda im ORF. Das Gegenteil von Objektivität - man konnte direkt den Angstschweiß der Linken riechen. Nur so weiter!
Mi, 03.06.2015, 12:10 | Lukas

Die gebührenfinanzierte ORF-Propaganda flankiert von den mit Bestechungsgeldern eingekauften Staatsmedien funktioniert scheinbar nicht, wie die Wahlen in BGL und der STMK zeigen.
Mi, 03.06.2015, 07:58 | günter

...und natürlich hört man ohne Unterbrechung vom "Schrecken der schwarzblauen Koalition" - nie von der rotblauen 1983-87...
Fr, 05.06.2015, 11:21 | Herbert Manninger

Die Lüge vom ,,Tabubruch" wird ja so gerne den Zusehern in deren Schädeln gehämmert.
Di, 09.06.2015, 10:35 | blablabla

Haider kam 86 an die Spitze der FPÖ. Auf diesen Führungswechsel hin kündigte Bundeskanzler Franz Vranitzky die Koalition mit den Freiheitlichen auf. lol @200 Wörter max. - "Qualitätsblog"



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