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Kurt Ceipek (Formate: So, 13.12.2015, 23:41)
„Weibliche Kandidatinnen“

In vielen Nachkriegsjahrzehnten warteten sehr viele Radio-Zuhörer gespannt auf die wöchentliche Hörfunksendung „Achtung Sprachpolizei!“. Von 1952 bis 1978 wurden insgesamt 475 Folgen produziert und die Rundfunkmitarbeiter bemühten sich um möglichst fehlerlose Formulierungen, um nicht von Karl Hirschbold – er war der Autor dieser Sendung – dafür durch den Kakao gezogen zu werden.

Gerne machte sich Hirschbold auch über Pleonasmen lustig, wie „runde Kugel“, „alter Greis“ oder „nasser Regen“.

Auch heute wäre ein aufmerksamer Sprachpolizist im ORF eine gute Investition.

In Saudiarabien – so meldete der ORF in der Zeit im Bild – durften erstmals „weibliche Kandidatinnen“ zu Gemeinderatswahlen antreten. Natürlich hätte „weibliche Kandidaten“ oder „Kandidatinnen“ völlig ausgereicht, aber beim Streben nach absoluter politischer Korrektheit entschied man sich für die „weiblichen Kandidatinnen“. Ordentlich Gendern muss sein.

Da kann wirklich niemand mehr behaupten, im ORF seien keine kreativen Wortschöpfer am Werk. Nur der Hausverstand kommt manchmal ein wenig zu kurz.

Di, 15.12.2015, 10:56 | Genderer/in

Warum heißt es noch immer ”der ORF" und nicht korrekt „die/der ORFin“? Das kann man doch als Genderant nicht hinnehmen!
Mo, 14.12.2015, 22:00 | Erich

Es gibt aber einen "weiblichen Kandidaten", bei dem "Kandidatin" falsch wäre: das Conquita Wurst! ;-))
Mo, 14.12.2015, 17:28 | volxhilfe

"schönen guten Abend beim Sport" - da krümmt's mich
Mo, 14.12.2015, 09:08 | Ichwillfreibleiben

......die letzte Hirnwindung gerade-gegendert......
Mo, 14.12.2015, 08:39 | Laura R.

Gestern war dar von der "Hotelierin" zu hören. Französich nicht genügend. Setzen!
Mo, 14.12.2015, 07:41 | Karli Kraus

Ja ja, "das Leiden der jungen Wörter", das hat Hans Weigel schon 1974 bewegt - aber g`nutzt hat`s wenig?



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