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Werner Reichel (Ideologie: Mo, 22.02.2016, 22:33)
Immer mehr Geld, immer weniger Leistung

Die 2013 eingeführte Haushaltsabgabe hat den öffentlich-rechtlichen Sendern in Deutschland einen wahren Geldsegen beschert. Über eine Milliarde Euro an Mehreinnahmen. Mit so einem Haufen Geld lassen sich viele tolle Dokus, Fernsehfilme, Serien und Magazine produzieren. Denkste. Statt aufwendiger Produktionen und neuen Formaten, nur Wiederholungen, Wiederholungen, und nochmals Wiederholungen.

ARD und ZDF strahlen nicht mehr, sondern immer weniger neue Produktionen aus. Die geschröpften Bürger bekommen für stetig steigende Rundfunkgebühren immer weniger geboten. Sie werden mit immer mehr Wiederholungen abgespeist.  Im Jahr 2014 haben die deutschen öffentlich-rechtlichen Sender nach eigenen Angaben um 1.237 sogenannte Erstsendestunden weniger als vergleichsweise noch 2005 ausgestrahlt. Das Geld brauchen die Anstalten vor allem für die üppigen Gehälter und die Pensionen.  Trotz der Mehreinnahmen aus der Umstellung auf die Haushaltsabgabe klafft in der Pensionskasse von ARD und ZDF ein gewaltiges Loch von 2,2 Milliarden Euro.

Deshalb soll kommendes Jahr der Rundfunkbeitrag erneut erhöht werden. Man fordert ohne rot zu werden einen „Soli-Beitrag“. Nein, nicht für syrische Kriegsflüchtlinge, sondern für gut versorgte Staatsfunkrentner. Schließlich will der brave Redakteur, nachdem er jahrelang für den Staat Propaganda betrieben hat, seinen Lebensabend in vollen Zügen genießen.

Für mehr Geld auch mehr zu leisten, auf diese „neoliberale“ Idee kommen die linken Redakteure in ihren geschützten Rundfunkwerkstätten erst gar nicht. Wiederholungen auszustrahlen ist billiger, bequemer und macht vor allem weniger Arbeit. Solange Union, SPD und Grüne mit dem kläglichen aber linientreuen Output der Rundfunkanstalten zufrieden sind, ist für die Mitarbeiter die Zukunft gesichert, so ferne ihre politischen Freunde an der Macht bleiben.

Staatssender wie ZDF oder ORF sind ein guter Beweis dafür, dass Marktwirtschaft im Gegensatz zu Sozialismus funktioniert. Während man im kapitalistischen Reich des Bösen, in den USA, gerade neue Maßstäbe bei der Produktion von TV-Serien setzt (die auch viele Linke heiß lieben), produzieren die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland und in Österreich mit ihren milliardenschweren Budgets Highlights wie Lindenstraße, Bergdoktor oder Soko Donau. Und dieser Ramsch wird dann auch noch bis zum Erbrechen wiederholt.

Di, 23.02.2016, 15:32 | Herwig Mankovsky

In,,vollen Zügen" genießen die Staatssender-Bonzen garnichts, da müssten sie ja mit dem Pöbel in Kontakt kommen. Nein, unter einem 7er oder Business-Class im Jet geht da garnichts.



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