ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Werner Reichel (International: Mi, 23.03.2016, 09:55)
Terror-Routine beim Staatsfunk

Über 30 Tote und über 200 Verletzte nach den  islamistischen Terroranschlägen in Brüssel. Routine für Politik, Medien und NGOs in Europa.  Die Rituale sind eingelernt, jeder weiß was er zu tun, zu sagen und welche Miene er zu machen hat.  Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime in Deutschland hat sogar vergessen, bei seiner Betroffenheitserklärung das Datum und den Ort auszuwechseln. Er hat einfach seine Stellungnahme zu  den Pariser Massenmorden verschickt.  

Das ist zwar tollpatschig, aber nicht weiter tragisch, machen alle anderen auch so ähnlich. Ist ja auch zu viel verlangt, sich bei jedem neuen islamistischen  Terroranschlag etwas Neues auszudenken, noch dazu, wo der IS schon „schwarze Tage“ für Europa angekündigt hat.

Jetzt kämpft der politmediale Machtkomplex  wieder vollmundig für westliche Werte, um sie im selben Augenblick zu verraten. Jetzt macht  man auf mutig und traut sich nicht einmal Ursachen und Schuldige  konkret zu benennen. Man instrumentalisiert den Terror und die Toten für seine Zwecke und warnt seine politischen Gegner genau vor dieser Praxis.  Man versucht möglichst  rasch von den Ursachen für diese Entwicklungen abzulenken und hetzt stattdessen  gegen „Rechte“ und „Islamophobe“.

Denn nicht der politische  Islam, Gotteskrieger und Islamisten sind unser Problem, sondern die „rechten“ Hetzer und die "unfähigen" Sicherheitskräfte. Doch mit jedem weiteren blutigen Terroranschlag wird diese Rhetorik, diese Argumentation abgeschmackter, abstruser und lächerlicher. Die Menschen in der Politik-Medien-Internetblase sind nun wieder allesamt mit Belgien solidarisch (was auch immer das bedeuten mag) und die ersten originellen FB-Profilbildchen sind schon im Umlauf. Islamistischer Terror als Betroffenheitsevent und Bühne, sich ohne Aufwand und Risiko als kluger, weitsichtiger und guter Mensch in Szene zu setzen. Ein Beispiel, wie die Staatssender die Terroranschläge, die Toten und Verletzten für ihre politischen Ziele instrumentalisieren, liefert die deutsche Tagesschau.

Auch dieser Kommentar kann, so wie die Erklärung von Herrn Mayzek, schon für die nächsten Anschläge abgespeichert werden. Same procedure as….

Die Frage ist, wie viele Tote und wie viele Anschläge es noch braucht, bis man auch im Staatsfunk nicht mehr die Überbringer der schlechten Nachricht bekämpft, sondern sich endlich der Realität stellt.

Sa, 16.04.2016, 16:21 | Schlußfolgerer

Die Noch-Machthaber brauchen den Terror, um die besonnene Rechte der „Islamhetze“ zu beschuldigen und um die Überwachung und Knebelung der Bürger bis zur Sklaverei zu steigern. Siehe Gorge Orwell.
So, 27.03.2016, 15:47 | Parteimedienkonsument

Tiere denken vielleicht nicht über die eigene Dummheit nach. Menschen manchmal, dafür ist sie beim Menschen unendlich. Vielleicht ein Anstoß an ORF Günstlinge, man soll nie die Hoffnung aufgeben.
Mi, 23.03.2016, 21:38 | Gernot Haider

ad 57er: "Verdränger sind unheilbar!"
Mi, 23.03.2016, 18:55 | Herwig Mankovsky

Und die Adabeis, die mit Kerzerl, Blumen und ,,Why?"-Schildchen ihr Gaffen tarnen, werden uns vom ORF und anderen Staatsmedien als couragierte ,,Zeichensetzer" angedreht.
Mi, 23.03.2016, 15:09 | Karli Kraus

Auch die Wortspende von Frau Merkel hörte sich verdammt ähnlich an wie im Falle Paris (wir sind nahe bei ihnen etc....)
Im ORF gibt sicher eine Zulage für neue Formulierungen?
Mi, 23.03.2016, 15:04 | gerard

ORF/ZDF/ARD - "professionelle" Betroffenheit. Stets mit dem Nachsatz "Aber jetzt nützen die Islamhasser die Gelegenheit".
Herrschaften: wir brauchen keine Erklärungen mehr, wir denken selbst!
Mi, 23.03.2016, 11:46 | Ichwillfreibleiben

Zur Frage: solange, dieser unterirdisch schlechte Propaganda-Lügenfunk zwangsfinanziert ist
Mi, 23.03.2016, 11:28 | 57er

Instrumentalisierer sind unheilbar. Man muss sie ertragen, kann aber ihr Tun immer wieder entlarven - wie in obigem Beitrag geschehen.



Ich will die Datenschutzerklärung lesen.

Kommentar senden