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Werner Reichel (Ideologie: Di, 16.08.2016, 18:21)
Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt

Am vergangenen Wochenende liefern sich am Wiener Stephansplatz Türken und Kurden eine Straßenschlacht. Eine Massenpanik bricht aus, Menschen flüchten, Kinder verlieren ihre Eltern, Menschen weinen vor Todesangst, Touristen sind geschockt, vor dem Stephansdom wird „Allahu Akbar“ geschrien. Die Polizei muss einschreiten. "Es war wie im Krieg. Die Lage ist völlig eskaliert“, so die Chefin der Aida-Konditorei am Stephansplatz. Laut ihren Angaben war die Situation lebensgefährlich.

Krone.at und oe24.at berichten am Dienstag, also nach dem langen Wochenende, groß. Auch ein kurzes Video eines Passanten ist zu sehen.

Wer sich auf wien.orf.at über dieses dramatische Ereignis informieren will, findet nichts, kein Wort. Die beiden Hauptgeschichten sind am Dienstagvormittag: „Parlament wird barrierefrei“ und „Pandazwillinge in Schönbrunn“. Kleine kuscheligen Bambusbären statt offen ausgetragener ethnischer Konflikte plus Massenpanik mitten in Wien: Für den ORF-Konsumenten soll die Welt noch in Ordnung sein, auch wenn sich in der Innenstadt bürgerkriegsähnliche Szenen abspielen.

Kleinkinder glauben, dass niemand mehr sie sehen kann, sobald sie sich die Augen zuhalten. Im ORF hofft man, mit dem Vertuschen und Umdeuten von Ereignissen die Stimmungslage in der Bevölkerung im Sinne der neosozialistischen Multikulti-Apologeten beeinflussen zu können.

Diese infantile Strategie ist angesichts der schwindenden ORF-Reichweiten und der Macht der Sozialen Medien ein Schuss ins eigene Knie. Der Staatsfunk verspielt gerade den letzten Rest an Glaubwürdigkeit.  Wer über Ereignisse wie die Massenpanik am Stephansplatz aus politischen und volkspädagogischen Gründen nicht berichtet, hat sich vom Journalismus längst verabschiedet und ist zu einem Sprachrohr der herrschenden Klasse verkommen.

Diese unverantwortliche Informationspolitik, diese symbiotische Wechselbeziehung zwischen Politik und Staatsfunk kann auf Dauer nicht funktionieren, da solche Konflikte, Übergriffe, Unruhen, Attacken und Anschläge dank der offenen Grenzen und einer völlig überforderten Regierung in den kommenden Monaten dramatisch zunehmen werden. Europa importiert gerade die Konflikte und Kriege aus dem islamischen und afrikanischen Raum. Paris, Brüssel, Graz, Würzburg oder der Wiener Stephansplatz sind nur ein Vorgeschmack. Die Augen vor diesen Entwicklungen zu verschließen und darauf zu hoffen, dass sich alles von alleine irgendwie in Wohlgefallen auflösen wird, ist dumm und selbstzerstörerisch.

Mi, 17.08.2016, 18:05 | diekachel

Die ideologisch motivierte einseitige Zensur in den orf-debatte-foren ist auch nicht ganz ohne. Diese Debatten dürften mehr oder weniger auch nur gesteuerte Manipulations-fake-Diskurse darstellen.
Mi, 17.08.2016, 12:40 | Melanch

"infantile Strategie angesichts schwindender ORF-Reichweiten"-ich habe früher 3mal täglich Ö1-Journal gehört, das schaffe ich heute nur noch 1/2mal bis die Agitprop einsetzt, dann drück ich den Knopf.
Mi, 17.08.2016, 07:35 | wernmannfayer

Im Wissen, dass eine Privatisierung die einzige Möglichkeit ist diesen Sender noch zu retten, schließt die Obrigkeit lieber die Augen und bastelt sich ihr eigenes Weltbild.
Di, 16.08.2016, 21:52 | Es graut einem

Und in dieser Krisensituation, wo bei uns alles den Bach hinunterzugehen droht, was haben wir für Politiker und was für ein Fernsehen?
1.: Unfähige Apparatschiks. 2.: Lügen-TV in Reinkultur.
Di, 16.08.2016, 21:17 | Jörg aus Graz

Die Schäden der Selbstzerstörung unserer Kultur und Heimat durch ORF, Regierung und Systemgünstlingen aller Art sind bald nicht mehr zu reparieren. Der nächste Wahlgang ist unheimlich wichtig.
Di, 16.08.2016, 20:25 | Günther

dann löst man kein Problem, man weigert sich sogar, die Existenz eines solchen überhaupt zur Kenntnis zu nehmen.

Und wo Vielvölkerstaaten enden wissen wir seit der Monarchie u. Yugosl.
Di, 16.08.2016, 20:23 | Günther

Das Dumme ist nur, wenn man diese Entwicklungen ignoriert, sich in seinem feinen multikulti Weltbild einigelt, alle warnenden Stimmen als "Rassismus" und "Fremdenfeindlichkeit" vom Tisch wischt, dann.
Di, 16.08.2016, 19:41 | Keyel Brandon

"Der Staatsfunk verspielt gerade den letzten Rest an Glaubwürdigkeit." Ich denke bei den gebildeten und informierten Zusehern hat er diese Glaubwürdigkeit schon vor langer langer Zeit verspielt.
Di, 16.08.2016, 23:31 | Genau so

ist es.
Di, 16.08.2016, 18:39 | RB

Aber, bitte, was ist das gegen Pandazwillinge! Außerdem wäre das wieder Munition für die Rechtspopulisten!
Di, 16.08.2016, 22:21 | Karli Kraus

Die Pandazwillinge sind zeitbegrenzt, das Binnen I ist von längerer Dauer, daher auch immer wieder verwendbar !



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