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Kurt Ceipek (Fakten: Di, 15.11.2016, 20:47)
Kleiner Irrtum – wozu entschuldigen?

Folgendes Gespräch könnte sich jüngst in der Kantine des ORF-Zentrums abgespielt haben.

„Hast du schon gehört, was die im ZDF für einen Wickel wegen ihrer Brisant-Sendung in der vorigen Woche gehabt haben?“

„Nein, was ist passiert?“

„Das ZDF hat in dem Magazin Brisant 21 eine tolle Reportage über die zunehmende Gewalt von Rechtsradikalen gebracht.“

„Sehr gut! Das könnten wir im ORF auch wieder einmal machen.“

„Na, leider gibt es bei uns nicht gar so viele solche Fälle, dass es für einen ordentlichen Sendungsbeitrag reicht. Da sind die Linksradikalen schon viel besser drauf. Da gibt es gelegentlich auch Verletzte. Aber darüber berichten wir ja nicht gar so gern.“

„Eh klar. Aber welches Problem hat das ZDF mit so einer Reportage? Ist doch eh alles politisch korrekt.“

„Sie haben gezeigt, wie in der Münchner U-Bahn ein Pensionist und in der Berliner U-Bahn ein Handwerker hinterrücks von Rechtsradikalen niedergeschlagen worden sind. Das waren eher schon Mordversuche.“

„Ja eh, aber ich versteh noch immer das Problem nicht.“

„Das Problem war, dass die brutalen Täter keine Rechtsradikalen waren, sondern Ausländer und Männer mit Migrationshintergrund.“

„Na ja, das kann ja in einem öffentlich-rechtlichen Sender einmal passieren. Wäre doch typisch für Rechtsradikale. Wen regt denn so was überhaupt auf?“

„Es dürften sich doch ein paar Leute geärgert haben. Jedenfalls hat es einen ordentlichen Shitstorm gegeben.“

„Ich sag ja immer, dass die sozialen Netzwerke verboten gehören.“

„Der Shitstorm war so heftig, dass sogar der Chefredakteur vom ZDF, der Peter Frey, darauf hat reagieren müssen.“

„Ist ja arg. Das könnte bei uns nicht passieren. Und was hat er gesagt?“

„Er hat erklärt, dass sich die ZDF-Journalisten den Prinzipien von Faktentreue, Trennung von Bericht und Kommentar, von Vielfalt verpflichtet fühlen.“

„Und hat er sich nach den Nachrichten entschuldigt oder nach einer Magazinsendung?“

„Wieso entschuldigt? Entschuldigt hat er sich gar nicht. Er hat gemeint, das kann ja einmal passieren. Und auf Sendung hat er gar nix gesagt.“

„Sondern? In einer Pressekonferenz?“

„Nein. Das ZDF hat auf seiner Homepage eine gut versteckte Rubrik mit dem Titel ,Korrekturen’ eingerichtet. Dort haben sie geschrieben, dass das ein kleiner Irrtum war.“

„Und dann hat er sich entschuldigt?“

„Das nicht. War doch nur ein Irrtum.“

„Und das glaubst du?“

„Natürlich nicht. Wir wissen ja, wie so etwas läuft, wenn man starke brutale Bilder und harte Fakten für eine Magazinsendung braucht. Wir wollen ja, dass eine Botschaft transportiert wird und dass viele Leute hinschauen.“

„So etwas kann uns beim ORF nicht passieren.“

„Und warum nicht?“

„Weil sich ORF-Journalisten den Prinzipien von Faktentreue, Trennung von Bericht und Kommentar, von Vielfalt verpflichtet fühlen.“

„Na Gott sei Dank. Dann werden die Österreicher sicher weiterhin bereitwillig ihre ORF-Gebühren zahlen.“

„Ja, aber hoffentlich werden sie bald ordentlich erhöht.“

„Klar, das wird der Wrabetz schon richten.“

Fr, 18.11.2016, 13:41 | Vormaier

Vorsicht! Nicht aufregen! Bei diesem Text könnte es sich um eins Satire handeln.
Do, 17.11.2016, 14:10 | "Irrtümer" zu lancieren ist noch ausbaufähig!

Man könnte doch auch veröffentlichen, dass bestimmte Journalisten (folgt: Namensnennung) allesamt sogenannte Arschlöcher sind. Und dann sagen, dass alles nur ein kleiner Irrtum war. Ein lächerlicher.
Do, 17.11.2016, 10:04 | Mentor

Bravo, Herr Ceipek, brillant wie der Wegscheider!
Mi, 16.11.2016, 23:34 | Grünling

Ich frage mich immer öfter, wann es endlich einen Aufstand gegen die unverschämte ORF-Gebühr gibt. Die Leute schauen immer weniger ORF und müssen immer mehr zahlen. Da muss man doch aufbegehren.
Do, 17.11.2016, 19:55 | Xmas now!

endlich einen Aufstand gegen die unverschämte ORF-Gebühr
- ganz einfach, GIS wegen Übersiedung ins Ausland abmelden!
Mi, 16.11.2016, 14:47 | Trump-Adorant

Das Ausmaß der Gebührenerhöhung dürfte der Rote Zahlen schreibende ORF laut Krone am 5. Dez., einen Tag nach der BP-Wahl bekanntgeben....
Mi, 16.11.2016, 11:34 | Belauscher

Als gelegentlicher Besucher der ORF-Kantine kann ich mir so einen Dialog lebhaft vorstellen. Genau so denken und reden dort viele. Sind dafür recht gut bezahlt.
Mi, 16.11.2016, 08:49 | Freier Mensch

Die 4.280 Mitarbeiter des ORF sollten sich baldigst ein Land suchen, in dem es Jobs gibt !!Wird allerdings blöd ,wenn Vollidioten Arbeit suchen , aber zu Gelegenheitsjobs in Westafrika wirds reichen..
Mi, 16.11.2016, 11:31 | Querkopf

Es gibt nicht nur Idioten im ORF, aber die paar vernünftig denkenden Mitarbeiter lässt man fast nicht zu Wort kommen. Zu hören bekommt man immer nur linx-linke Ideologen.
Mi, 16.11.2016, 00:39 | Veilchen

Perfekt geschrieben!!
Danke!
Di, 15.11.2016, 21:34 | MüllerIn

Faktentreue, Trennung von Bericht und Kommentar, Vielfalt? Im ORF? Dass ich nicht lache!
Do, 17.11.2016, 08:39 | LL

Lesen Sie einmal die Programmrichtlinien, das steht da alles drinnen. Das Lachen vergeht einem.



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