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Kurt Ceipek (Formate: Mo, 06.03.2017, 20:00)
TV-Krimis zum Fremdschämen

Sonntagabend ist für viele Krimi-Zeit. Das wurde in den letzten Monaten und Jahren dank krampfhaft politisch korrekter Drehbücher der einst erfolgreichen Serie „Tatort“ für viele Zuseher zur Qual. Wenn man schon am Beginn des Krimis weiß, dass entweder ein böser Nazi oder ein anderer böser Inländer der Übeltäter ist, und nicht der vorerst verdächtigte Asylwerber, dann verzichtet man gerne darauf.

Also macht man sich in den unzähligen TV-Sendern auf die Suche nach einer brauchbaren Alternative. Und wird bei „one“ fündig.

Dieser Sender gehört zur Gruppe der öffentlich-rechtlichen zwangsgebührenfinanzierten ARD und sei der „jüngere Kultursender“ (so die stolze Eigendefinition der ARD). „one“ strahlte den Krimi "Kommissar Dupin – Bretonischer Stolz“ aus.

Es war eine der üblichen Sonntag-Abend-Unterhaltungen im teutonischen Kolonialstil (bestenfalls mittelmäßige deutsche Schauspieler, die man aus dutzenden Billig-Serien kennt. Dort mimen sie „echte“ Franzosen, besser: Bretonen, wie sie auch „waschechte" Briten, Israelis, Schweden, Türken etc. darstellen).

Die Story ist nicht der Rede wert, doch eine Sache fällt auf: Da wird ein Halbbösewicht vergiftet. Er fällt beim Austernessen mit Schaum vorm Mund vom Stockerl. Und die Schuld an diesem Beinahe-Mord trug nicht die böse Auster, sondern – an dieser Stelle würde ein Trommelwirbel passen – das ganz böse Herbizid „Glyphosat“. Dieses ist durch die Kampagne spendengieriger Umweltorganisationen zu außergewöhnlicher Berühmtheit gelangt und gehörig in Verruf geraten.

Wer nun angenommen hatte, durch „Tatort“-Abstinenz der „Political Correctness“ entgehen zu können, war auch bei „one“ auf dem falschen Dampfer: Auch der bretonisch-germanische Kieberer muss für NGO-Propaganda sorgen. Dem jungen „one“-Publikum muss – völlig faktenfrei – der Pflanzenschutz insgesamt und Glyphosat im besonderen als Teufelszeug verkauft werden.

Da ist es völlig wurscht, ob dieses Mittel für Tiere (und somit auch für Menschen) völlig harmlos ist, weil es lediglich ein Enzym blockiert, das es nur in Pflanzen gibt. Im NGO-Werbekrimi muss es als Mordinstrument herhalten.

Es ist wirklich schon zutiefst peinlich, wie der linientreue Staatsfunk NGO-Propaganda selbst in die harm- und niveaulosesten Unterhaltungen platziert.

Eigentlich ist es zum Fremdschämen. Wohin sind die Zeiten gekommen, in denen öffentlich-rechtliche Sender mit dem Synonym „seriös“ assoziiert worden sind?

Di, 07.03.2017, 15:15 | Ceres aka Demeter

Reden Sie hier bitte keine Pro-Glyphosat-Propaganda im Stil der Lückenpresse.In den USA wird der Mist selbst von vielen Konservativen aus guten Gründen abgelehnt! Informieren Sie sich über die Gründe!
Mi, 08.03.2017, 10:33 | Alexander V.

Vergessen Sie die Debatte - das Zeug ist nicht akut giftig, wenn Sie das glauben sind Sie der Lügenpresse aufgesessen. Es geht um die Propaganda, sonst hätte ja ein Phantasienname gereicht, oder?
Di, 07.03.2017, 09:41 | Mankovsky

Ohne Nazi-, Rassismus- und Umweltvergiftungsverweise brauchen Drehbuchautoren bei den zwangsfinanzierten Staatssendern erst garnicht anzutanzen.
Di, 07.03.2017, 09:19 | Franz77

Krimis neueren Datums meide ich generell. Ich freute mich auf die Verfilmung von Kaiser Maximillian. Flüchtlinge gab es auch und Maria von Burgund sagte: "Wir schaffen das". Danach drehte ich ab.
Di, 07.03.2017, 05:36 | Karli Kraus

Habe den Krimi auch gesehen . Das Glysophat hat bei der neben mir sitzenden Pharmazeutin ebenfalls "Erstaunen" ausgelöst! :-(
Di, 07.03.2017, 08:40 | Lieber Karli!

Wenn das "Glysophat" s.o.(!) SO verlässlich wirken würde, wäre es (fast) verlockend, es als großflächig wirkende
Medizin segensreich einsetzen...
Di, 07.03.2017, 04:23 | Freier Mensch

Gut erkannt, Herr Ceipek !!Hoffnung aufgeben,Deutsche sind Herdentiere.Tucholsky sagte schon: "„Das deutsche Schicksal ist es, vor dem Schalter zu stehen,das deutsche Ideal ist der Platz dahinter."



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