ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Werner Reichel (International: Di, 09.05.2017, 21:45)
Schlaraffenland öffentlich-rechtlicher Rundfunk

"Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ Wenn es besonders viel Brot gibt, wird entsprechend laut gesungen. Die ARD, die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Deutschland, kassiert pro Jahr über 8 Milliarden Euro an Gebühren, ohne dass sich der Rundfunkriese am Medienmarkt bewähren, sich Konkurrenten stellen muss.  Das Geld fließt unabhängig von Marktanteilen, Output und Programmqualität. Von den exorbitant hohen Gebühren profitieren vor allem die über 42.000 ARD-Mitarbeiter. Wieviel sie genau verdienen, ist ein gut gehütetes Geheimnis. Nur ab und zu berichten Medien über die Spitzengagen der Topstars und Spitzenmanager. Was aber der durchschnittliche ARD-Mitarbeiter, also der Redakteur oder Kameramann verdient, ist ein gut gehütetes Geheimnis.  Aus gutem Grund.

Der Deutsche Arbeitgeber Verband hat jetzt nachgerechnet. Für einen ARD-Mitarbeiter werden pro Monat über 9.000 Euro aufgewendet. Über 9.000 Euro!  Das sind auch Kabelträger, Portiere und Bürohilfskräfte mitgerechnet. Laut Arbeitgeberverband verdienen die Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks damit deutlich mehr, als die Privatrundfunk-Kollegen, aber auch mehr als die Mitarbeiter von DAX-Unternehmen. Dass die Jobs beim Staatsfunk zudem sicherer  als in der Privatwirtschaft sind, ist ein weiterer Vorteil. Für so eine Stellung sind viele Menschen bereit, einiges zu tun, z.B. auf journalistische Grundregeln zu pfeifen. Dass das öffentlich-rechtliche Programm – egal ob Informationsbereich oder Unterhaltungsschiene – stets auf politisch korrekter Regierungslinie ist, sollte also nicht verwundern. Man stützt das System und lässt sich dafür gut bezahlen. Zu den angebotenen Dienstleistungen gehört auch, dass sich der Spott der Staatsfunkkabarettisten fast ausschließlich gegen die nichtlinke Opposition richtet. Das ist auch beim ORF nicht anders.

Wieviel verdienen eigentlich die ORF-Mitarbeiter? Auch dazu gibt es keine genauen Zahlen. ORF-Journalisten fordern zwar gerne Transparanz, selbst ist man aber zugeknöpft. Man kann es sich aber ungefähr ausrechnen. Laut Jahresabschluss hat der ORF 2015 rund 265 Millionen Euro für Gehälter ausgegeben. Der ORF beschäftigt knapp 2.900 Mitarbeiter. Macht pro Jahr und Mitarbeiter Ausgaben von etwa 91.000 Euro (sonstiger Personalaufwand, wie „Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge“ in der Höhe von rund 65 Millionen sind in dieser Rechnung nicht berücksichtigt). Sprich, auch die ORF-Mitarbeiter verdienen sehr sehr gut und deutlich mehr als in der Medienbranche üblich.

Do, 11.05.2017, 01:04 | Transparenz

Armin Wolf verbannte Diskussion über ORF-Transparenz bei Gehältern in die Langversion der TVthek

ots.at/presseaussendung/OTS_20170328_OTS0161/fpoe-kickl-armin-wolf-verbannte-diskussion-ue
Mi, 10.05.2017, 10:23 | Mankovsky

Am Staatsfuttertrog sich vollfressen und dann laut schmatzend was von ,,sozialer Gerechtigkeit" plappern: die täglich erlebte Verlogenheit.
Mi, 10.05.2017, 08:05 | Krautrock

Somit müssen sich Mitarbeiter von ATV und Puls4 eigentlich diskriminiert und ausgegrenzt fühlen. Und ich dachte immer, nur Frauen werden im Beruf benachteiligt! Eine Quote muss her! :-)
Mi, 10.05.2017, 05:07 | randy andy

Fazit: hochbezahlte Agitatoren die absolut kein Problem damit haben, für jeden neuen kriegerischen Angriff auf nicht konforme Länder die Kriegstrommeln zu schlagen und zu bewerben :-(



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