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Werner Reichel (Personal: Do, 21.09.2017, 16:38)
Freundschaft: ORF-Komiker als Wahlkampfhelfer

War das eine Aufregung. Ex-Skirennläuferin und ORF-Co-Kommentatorin Alexandra Meissnitzer steht gemeinsam mit ÖVP-Chef Sebastian Kurz auf einem Podium. Skandal. Der Staatsfunk empört sich, er habe von diesem Auftritt nichts gewusst. Hätte er, so hätte er ihn untersagt. Schließlich muss der ORF ja peinlichst auf seine Unabhängigkeit achten. Da ist der Staatsfunk beinhart. ORF-Mitarbeiter im Umfeld eines wahlkämpfenden Politikers: Das geht gar nicht.

Weshalb es auch ein Gespräch mit Meissnitzer geben wird, wo diese „sensibilisiert“ werden soll. Klingt irgendwie ungemütlich. Wie darf man sich so ein ORF-Sensibilisierung-Gespräch vorstellen? Im dunklen Kammerl mit der Schreibtischlampe vorm Gesicht?

Irgendwie zieht der ORF diese harte Linie aber nicht wirklich konsequent durch. Um es freundlich auszudrücken. Während die Nähe von ORF-Mitarbeitern – und seien sie nur harmlose Sport-Co-Kommentatorinnen – zu ÖVP-Politikern hochproblematisch sind, ist ein Nahverhältnis zu SPÖ-Menschen kein ernsthaftes Problem. Gestern Abend ist der Kleinkünstler und ORF-Komiker Dirk Stermann gemeinsam mit SPÖ-„Prinzessin“ Christian Kern im Kreisky-Forum aufgetreten. Der ORF wusste von dem Auftritt und hat ihn auch genehmigt. Als die Sache bekannt wurde und durch die Zeitungen geisterte, sprach man von einem „Fehler“.

Fehler hin oder her, der Auftritt hat trotzdem wie geplant stattgefunden. Wäre die Zustimmung des ORF – wie behauptet – tatsächlich ein Fehler gewesen, warum hat man ihn Stermann dann nicht kurzfristig untersagt? Irgendein linker Kabarett-Kasperl wäre sicher gerne für Stermann eingesprungen. Nebenbei bemerkt, während Meissnitzer im ORF vor allem über Pistenverhältnisse, Torfehler und Bestzeiten redet, spricht Stermann in seiner Sendung „Willkommen Österreich“ sehr viel über Politik und mit Politikern.

Egal, der ORF-Komiker und der Kanzler standen Mittwochabend gemeinsam auf der Bühne. Dabei hat das Politcomedy-Duo nicht einmal versucht, eine gewisse Distanz zu wahren und ihre Freundschaft und ihre unübersehbaren Sympathien füreinander zu verbergen. Man duzte sich, machte gemeinsam halblustige Witzchen über die gemeinsamen politischen Gegner und Feindbilder. Kern versuchte sich gar als Grissemann. Das anwesende Publikum lachte pflichtbewusst. Kern als Grissemann für Arme. Stermann als rotes Wahlkampfhelferlein.

Damit hat man beim ORF offenbar kein Problem. Warum auch? Dass der ORF eine schwere linke Schlagseite hat, ist ohnehin bekannt. Zunehmend auch unter den Bürgern. Eine repräsentative Umfrage hat das jetzt belegt.

In der Wahlkampfendphase liefert der rote Staatsfunk täglich dutzende Gründe, warum er nach der Wahl grundlegend reformiert werden muss. Unter einem Bundeskanzler Kern braucht der ORF keine für ihn unangenehme Reformen zu fürchten. So schließt sich der Kreis. Freundschaft.

Mi, 27.09.2017, 20:44 | Richard

STERMANN und KERNMANN - wahnsinnig witziges Duo. Leitner und Stermann arbeiten absolut politisch, auch im Job. Nach dem 15.10. eventuell STERMANN und GRISSEKERN
Sa, 23.09.2017, 13:47 | Johannes Reicher

Krassnitzer, Settele, Stermann, Grissemann, Tarek Leitner, Palfrader, Wolf, Thurnherr .... (Freundschaft, Genossen/innen)
Sa, 23.09.2017, 13:46 | Johannes Reicher

Krassnitzer, Settele, Stermann, Grissemann, Tarek Leitner, Palfrader, Wolf, Thurnherr .... (Freundschaft, Genossen/innen)
Fr, 22.09.2017, 09:54 | Raspail

Bitte diese Frechheiten merken - und beim ORF-Volksbegehren (evtl. schon im November) hingehen!!! Da ist dann Zahltag für den ORF...
Fr, 22.09.2017, 08:25 | Das kann nicht sein-

Jetzt müssen wir die - Komiker - aus Deutschland importieren. Als ob wir nicht selber jede Menge hätten.. Wieder eine Belastung fürs Sozialsystem...
Fr, 22.09.2017, 07:01 | Genosse Adolf,

Was genau ist Schwachsinn? Dass ich als Blauer für einen roten Staatsfunk Zwangsgebühren löhnen muss?
Fr, 22.09.2017, 06:30 | doc.west

herr reichel, erstmals muss ich einen fehler bemängeln: stermann und komiker, das können sie nicht ernst gemeint haben. mmn hat stermann den charme und den witz eines eitrigen zehennagels.
Fr, 22.09.2017, 08:49 | Freier Mensch

Bingooo !! :-)))))))))))) Also ein sogenanntes "Panaritium subungale cerebralis" .... !? :-)
Do, 21.09.2017, 19:41 | kamamur

Ich hoffe, das mit dem Volksbegehren wird was - zwei Stimmen sind schon sicher.
Do, 21.09.2017, 17:37 | Meissnitzer wird wohl ihren Stimmzettel

...fotografieren müssen und nur beim Kreuzerl an der "linkigen" Stelle darf sie weitermoderieren.Wo käme man beim ORF denn hin,wenn es Meinungsfreiheit gäbe.
Freindschoft,es unnütze Sozibrut.
Do, 21.09.2017, 19:14 | boris golan

Meinungsfreiheit wurde in Österreich 1994 beerdigt.
Do, 21.09.2017, 17:28 | antony

Hoffentlich wird dieser gar nicht so ungefährlichen Narren Clique nach den Wahlen zu allererst ein Ende gesetzt;das "andere Problem" wird sich so schnell u. einfach nicht mehr lösen lassen !?
Do, 21.09.2017, 17:09 | Stefan

Die einzig angemessene Reform wäre die vollständige Privatisierung.
Do, 21.09.2017, 19:13 | Adolf

Vollkommener Schwachsinn
Do, 21.09.2017, 19:16 | boris golan

Warum Schwachsinn???,bitte um ausführliche erklärung.
Danke.
Do, 21.09.2017, 19:43 | Darth Maul

Besser: Auflösen, nie wieder RF-Gebühren; Beitragstäter verhaften + einsperren. Punkt.



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