ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Werner Reichel (Ideologie: Do, 08.02.2018, 08:20)
Der "umstrittene" Sender und seine Feinde

Für die Österreichische Hochschülerinnenschaft interessiert sich kein Schwein.  Am wenigsten die Studenten. Bei den ÖH-Wahlen im vergangenen Jahr lag die Wahlbeteiligung unter 25 Prozent. Wer ein so großes Vertrauen bei jenen genießt, die er vertreten soll, der fühlt sich selbstredend dazu berufen und legitimiert, zu allen politischen Fragen im Lande seinen Senf dazugeben zu müssen.

Gut, das machen andere Obskurantenzirkel und Schrebergartenvereine auch, die haben aber keine medialen Lautsprecher wie den ORF und den Rest der linken Medienmeute. Staatsfunk, Falter und Co. verleihen dieser Gehschule für linke Polit-Apparatschiks durch ihre wohlwollende Berichterstattung eine Bedeutung, die sie bei weitem nicht hat. Ein riesiger knallroter Medien-Luftballon, gefüllt mit altlinkem Mief.

Die Hochschülerinnenschaft fühlt sich jedenfalls berufen, der FPÖ auszurichten, sie halte den renommierten Historiker Prof. Lothar Höbelt für nicht geeignet, in der geplanten Historikerkommission mitzuwirken: Er sei untragbar. Der ORF berichtet selbstverständlich. Im Ö1-Abendjournal erfahren wir, dass die -Innenschaft die FPÖ warnt, den „umstrittenen Professor“ zu nominieren.  Umstritten. Ja, ja. Das ist einer von so vielen linken Kampfbegriffen.

In den vergangenen Jahren hat sich die Linke ein riesiges Arsenal an solchen Begriffen zugelegt, mit dem man Tag für Tag den Klassenfeind bekriegt. Von schwerem Gerät bis zu leichten Waffen, vom Totschlagargument bis hin zur Stichelei findet sich hier alles. Die Bazooka unter den Kampfbegriffen ist der Nazi-Vorwurf. Ein echtes Totschlagargument. Wenn man es schafft, einem feindlichen Politiker das Nazi-Label umzuhängen, ob zu Recht oder nicht ist dabei völlig egal, ist das in der Regel das Ende dieses Politikers.

Schon ein Streifschuss kann tödlich sein, wie der „Liederbuch-Skandal“ gezeigt hat. Hier zeigt sich, selbst wenn man seinem Gegner nichts Konkretes vorwerfen kann, ein Verdacht, ein Gerücht oder der indirekte Kontakt reichen aus, damit im ganzen Land die linken Truppen und Herz-Jesu-Marxisten ihre Scheiterhaufen entzünden.

Dass ausgerechnet die roten Sozialisten mit ihrer Vergangenheit gerne Menschen, die ihnen in die Quere kommen, zu braunen Sozialisten erklären, ist dabei besonders perfide. Liberale und Bürgerliche hätten in solchen Fragen, ob ihrer weltanschaulichen Distanz zu Sozialisten, egal ob national oder international, eine wesentlich höhere Glaubwürdigkeit. Doch das hat man sich aus der Hand nehmen lassen.

Es lassen sich aber nicht immer vergammelte Liederbücher mit widerlichen Texten auftreiben, noch dazu kurz vor entscheidenden Wahlen. Da man selbst bei intensivster Wühlarbeit manchmal nichts ausgraben kann, was auch nur im Entferntesten einen Nazi-Vorwurf mit anschließendem Medienhype rechtfertigten würde, greift, man in der Regel auf einen nicht ganz so mächtigen Kampfbegriff zurück.  In solchen Fällen bietet sich „Rechtspopulist“ an. Ein beliebtes Schmähwort.

Rechtspopulist ist jeder Politiker, der nicht knalllinks ist und der es wagt, so irre Dinge zu fordern wie, Staatsgrenzen seien da, um sie zu schützen und zu kontrollieren. Wer kein altes Che-Leiberl im Schrank hat und glaubt, Leistung müsse sich lohnen, der fällt in diese Kategorie. Von Kurz bis Trump, von Orbán bis Berlusconi.

Noch universaler, noch beliebiger lässt sich der Kampfbegriff „umstritten“ einsetzen. Wenn sonst nix geht, der passt immer. Verwendet wird er überwiegend bei Experten, Künstlern und andern Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen und die das enge politisch korrekten Meinungskorsett sprengen. 

„Umstritten“ kann man immer anwenden, denn kein Mensch, keine Meinung und keine Position findet 100 Prozent Zustimmung (außer in sozialistischen und anderen Diktaturen). Insofern ist alles und jeder umstritten. Trotzdem verwendet das linke Establishment in Politik und Medien diesen Begriff ausschließlich für Menschen, die Meinungen außerhalb des linken Spektrums vertreten oder es wagen, ganz unpolitisch Fakten, Daten und Erkenntnisse zu präsentieren, die einfach nicht ins linke Weltbild passen wollen.

Besonders gerne hängt der ORF dieses Etikett jenen um, die zwar fachlich unangreifbar, aber nicht auf politisch korrekter Linie sind. Wie etwa Lothar Höbelt. Mittlerweile sind rund 60 Prozent der Österreicher umstritten, weil sie sich im vergangenen Herbst verwählt haben: Während ein Van der Bellen, ein Christian Kern, eine Sonja Wehsely, eine Elfriede Jelinek, ein Armin Wolf, ein Thomas Maurer und wie sie alle heißen niemals als umstritten bezeichnet werden, egal was auch immer sie sagen oder tun.  Sollten sie kritisiert werden, dann werden sie attackiert, wird gegen sie gehetzt, ein Shitstorm entfacht, werden sie mit (braunem) Dreck beworfen, schließlich ist die politische korrekte Oberschicht im Besitz der absoluten Wahrheit.

Soviel Schwachsinn kann ein Linker gar nicht reden, so viel Dreck am Stecken kann er gar nicht haben, so viele Milliarden kann er gar nicht versenken, soviel Hass kann er gar nicht versprühen, dass sich ein umstrittener Sender wie der ORF dazu hinreißen ließe, ihn zumindest  als  „umstritten“ zu bezeichnen.

Fr, 09.02.2018, 09:34 | weil es wahr ist

Auf, lasst uns künftig auch "umstreiten": .. der umstrittene ZIB2-Moderator Armin Wolf, die umstrittene Opernball-Interviewerin Weichselbraun, die umstrittene ÖH-Führung, .....(beliebig erweiterbar).
Do, 08.02.2018, 20:40 | 1956

Luther: "Das ist gewißlich wahr!" Ausgezeichnet analysiert, hervorragend formuliert! Danke, Herr Reichel!
Do, 08.02.2018, 19:37 | ÖH . . . Innen . . schaft: Abschaffen wird das Gescheiteste sein

Ob es diese Innenschaft, die ohnehin nur über das Leben von Lenin oder Guevara oder die nächste Forderung nach kosten- und leistungslosem Dauer"studium" nachdenkt, wirklich geben muss?

Antwort: NEIN.
Do, 08.02.2018, 17:32 | Nietzsche

"Umstritten" ist eine Ehrenbezeichnung.
Do, 08.02.2018, 17:27 | Kurt B.

Exzellenter Kommentar! Danke! Es wird Zeit das der umstrittene ORF privatisiert wird!
Do, 08.02.2018, 14:45 | Quasimodo

Diesen Kommentar werden im ORF Hunderte Mitarbeiter verbittert lesen. Aber ändern oder gar sich selbst erkennen wird sicher kein einziger. Deshalb wird der ORF auch immer umstrittener.
Do, 08.02.2018, 14:15 | István Pannon

Da ich zu den 60% Ösis gehöre, würden mich die "anerkannten Experten" (von ORFler, Günoten und Jakobinern "anerkannt") auch unter "Rechtspopulisten" subsumieren. Warum macht mir das nichts mehr aus?
Do, 08.02.2018, 14:13 | Sandwalk

Herrlicher Kommentar. Wenn in Österreich etwas tatsächlich nicht nur umstritten ist, sondern geradezu abgelehnt wird, dann ist das der ORF.
Fr, 09.02.2018, 07:15 | Wyatt

m. M. ist der ORF nicht umstritten sondern schlicht weg UNTRAGBAR!
Do, 08.02.2018, 14:04 | Pilz

auch wenns abgedroschen klingt-ein einfach erstklassiger kommentar,der treffender und realer gar nicht sein könnte.
Do, 08.02.2018, 13:40 | Diese "-schaft" will eine Vertretung der "Studierenden" sein?

Als ich, so in den Sechzigern, Student (sic) war, sind mehr 80% der Studenten zur Wahl gegangen. Die teppaten "Studierenden" von heute sind so saturiert, dass sie nicht einmal wählen gehen. Blöd eben!
Do, 08.02.2018, 12:36 | golan boris

Kann mir jemand helfen?? Suche Rechtsradikale,hab schon überall nachgeschaut,sogar unters Bett,Kleiderschrank,ja sogar im Kühlschrank,und nix da,
gucke noch am WC,dort versteckt sich sicher der Heinzi
Do, 08.02.2018, 13:01 | Freidenker:

Selten so gelacht boris. Wenn man den linken Chaoten glaubt, soll sich hinter jedem Strohalm einer befinden.
Do, 08.02.2018, 17:43 | Norbergo

Lieber Boris, bitte diesen links Linken den sie Heinzi nennen, verdient diesen Diminutiv nicht der läßt ihm fast niedlich erscheinen was er bei Leibe nicht ist.Vielleicht Heinz Rücksichtslos.
Do, 08.02.2018, 18:54 | Freier Mensch

@Norbergo : :-))) ,vielleicht "Hein Jong Un"oder"Roter Heinzi"oder"Serge Udo 45"oder"Club 45 - Clanmitglied Heinz der Rote",jedenfalls alles passender als diese Verniedlichung!Ich verachte ihn....!!!
Do, 08.02.2018, 11:47 | Nativ

Nutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels, weibliche Kopftuchträgerin spielt laut türkische Musik, ich verbitte mir das, werde daraufhin als Nazi bezeichnet, bedanke mich freundlich, Verwirrung!!!!!!
Do, 08.02.2018, 12:19 | Freier Mensch

DAS nennt man "Unterwerfung". Hr.Hullebeq hat darüber ein Buch geschrieben. Wir demnächst in Europa Gesetz, das .Die bakterienbegünstigenden Gewandkäfige dieser Spezies sind nur eine Vorstufe !!:-((
Do, 08.02.2018, 12:26 | Ganz genau die richtige Reaktion!

Nachdem die Nazi-Keulenschwinger nicht wissen, wovon sie reden - warum sollen wir von diesem Vorwurf überhaupt beleidigt sein? Ich bin ganz sicher kein Sozialist, weder ein brauner, noch ein roter.
Do, 08.02.2018, 12:28 | golan boris

Also manchen (Lunacek,Vasi,und co) würde so ein Käfig
hervorragend passen.
Do, 08.02.2018, 09:48 | golan boris

Mich wundert nix mehr,fahre täglich mit Öffis,was glauben Sie,was halten die Leute in händen???
Do, 08.02.2018, 12:30 | Freier Mensch

Ein Messer,ein Döner,ein Handy,eine Besiktas-Fahne,keinen Koran,ein McDonalds-Gutschein,ein Foto von Mama,ein Fahndungsfoto der Deutschlehrerin,einen Führerschein-Rohling mit allen persönl. Daten..???
Do, 08.02.2018, 12:46 | golan boris

Etwas hab Sie vergessen Freier Mensch,und zwar Heute,Österreich,Kurier,Krone,Falter,Standard,also lauter Linke Lügenschmiermedien.
Do, 08.02.2018, 09:27 | Mankovsky

Das Gegenteil von ,,umstritten" ist ,,anerkannt", und dieses Attribut wird vom ORF jedem trotteligen linken Fuzzi verliehen.
Do, 08.02.2018, 12:16 | Freier Mensch

..und der auch auf WIKIPEDIA zu finden ist.Wie sonst ist es zu erklären,daß Frau Frühstücks-Pölzl dort zu finden ist.Qualifiziert?Ja:Wirtshausjugend,Grünen-Gemahlin,im Rudolfinerhaus/Wien entbunden.
Do, 08.02.2018, 12:22 | golan boris

Werter Freier Mensch,also Wirtshaus besuche ich auch,oder hab ich was falsch verstanden?
Do, 08.02.2018, 12:27 | Freier Mensch

@boris:Nö,alles richtig gemacht!!Nur bei Frau Pölzl steht im WIKI "als Wirtstochter mit Brüdern aufgewachsen".Das wars dann schon.Hinweis auf IRGENDEINE Qualifikation- Fehlanzeige.Ist WIKI fehlerhaft?
Do, 08.02.2018, 09:24 | W. Mandl

"Umstritten" sind in linken Medien selbstverständlich auch traditionelle Katholiken, nicht-linke Bischöfe, Islam-Kritiker, Konservative.
Do, 08.02.2018, 12:12 | Freier Mensch

..dann noch Dirndeln, Lederhosenträger, Trompeter,Trommler,Raucher,Schnitzelwirte, Burschenschafter,Krimi-Leser,Krimineser,Bundesheerler, Würstelstandler,Weisse alte Männer,Genderfreie Schriften...etc
Do, 08.02.2018, 12:24 | golan boris

Gibt's nichts schöneres als ne hübsche Dame in Dirndl.
-:))) war das jetzt sexistisch????
Do, 08.02.2018, 09:09 | kamamur

Die angeführten, linken Agitatoren sind bloß Teilproblem, dass geistige Zentrum dahinter gehört an die Öffentlichkeit gezerrt und an den Pranger gestellt. Nehmt Anleihe bei Wolf,Dittlbachers ua.
Do, 08.02.2018, 09:05 | Julius C.

Chapeau Werner Reichel! - Ist nicht ganz Österreich "umstritten", sogar "wild umstritten": 2. Strophe Bundeshymne! - Stimmt, denn fast 60 % haben im vergangenen Jahr umstritten gewählt.
Do, 08.02.2018, 12:07 | Freier Mensch

Großartiger Hinweis ,danke hiefür !!!!!!!!!Aber daß ein Linker die Bundeshymne kennt,singt,das glaube ich nicht.Die Österreichhasser vergendern u.verschwulen ihre Sinne zusehends!!Das ist unumstritten
Do, 08.02.2018, 08:50 | Das Problem

wird sich vermutlich - verbessern, wenn nicht mehr jeder unterdurchschnittliche Baumschulabsolvent an den Unis Fuß fassen könnte. Sowohl bei ÖH, aber auch in anderen Teilbereichen...
Do, 08.02.2018, 08:46 | sokrates9

Hoffe es ist nicht umstritten dass es dagegen ein hervorragendes Mittel gibt: Abschaffung der Zwangsmitgliedschaften!25% Wählerbeteiligung? Es gibt in anderen Ländern Gesetze 50% Teilnahme nötig!



Ich will die Datenschutzerklärung lesen.

Kommentar senden