ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Andreas Unterberger (Monopol: Mi, 18.04.2018, 23:26)
Wo Norbert Steger Recht hat, hat er Recht

Die Ungarn-Berichterstattung der letzten Wochen war schlicht skandalös. Und hat auch die ständige Anti-Orban-Polemik eines Paul Lendvai noch weit übertroffen. Man ist zwar auch sonst vieles vom ORF gewohnt, aber diese einseitige Hassorgie hat alle Grenzen gesprengt. Objektivität, das Bemühen um Ausgewogenheit ist in den politischen Redaktionen ein absolutes Fremdwort geworden.

Daher hat Norbert Steger absolut Recht, wenn er das scharf und auch öffentlich geißelt. Endlich einmal gibt es ein einflussreiches Mitglied des ORF-Stiftungsrats, das erstens offenbar einen Fernsehapparat und zweitens eine eigene Meinung hat. Steger ist vor allem nicht so wie die übrigen Stiftungsratsmitglieder bereit, stillschweigend die skandalöse Provokation des ORF-Generaldirektors hinzunehmen, welcher den Ungarn-Korrespondenten für seine Exzesse nicht nur belobigt, sondern auch mit einer demonstrativen Vertragsverlängerung wegen seiner Wahlberichterstattung sogar belohnt hat.

Da kann man dem einstigen Vizekanzler nur gratulieren.

Falsch ist freilich sein Glaube, dass am ORF noch irgendetwas reparierbar wäre. Das ist es seit Jahren nicht mehr. Schon gar nicht ist eine Reparatur durch Auflassung von Korrespondentenbüros erzielbar, sitzt doch der härteste linksideologische Kern des ORF gar nicht in jenen Büros, sondern in der Wiener Zentralredaktion und in den ORF-Kommandopositionen (lediglich in der TV-Wirtschaftsredaktion und einigen Teilen der Radio-Information bemüht man sich erkennbar noch um Ausgewogenheit und Niveau – während in Ö1 und FM4 überhaupt eindeutiger Kommunismus dominiert, und es nur in einigen Bundesländern eine ÖVP-Schlagseite gibt, in anderen wiederum eine zur SPÖ).

Praktisch die gesamte ORF-Mannschaft ist so links, dass es völlig aussichtslos ist zu glauben, dass man durch Personalwechsel noch irgendetwas verändern kann. Was Steger aber offenbar noch immer glaubt. Das ist ein peinlicher Irrtum - ganz abgesehen davon, dass es weit und breit im Land keinen Hauch von einem Gerd Bacher, Franz Kreuzer oder Helmut Zilk mehr gibt, also von Persönlichkeiten, die den ORF durch starke Führung, Mut zur Unabhängigkeit und hohe journalistische Qualität noch retten könnten, so wie es Bacher einst 1967 geschafft hat, als das Fernsehen ebenfalls zu einer reinen Außenstelle der SPÖ degeneriert war.

Es kann nur noch eine Konsequenz aus der Entwicklung des ORF geben: Das wäre ein Ende der ORF/GIS-Gebühren und zumindest des Gebührenmonopols des ORF.

Denn: Die Zeiten der Berechtigung eines Gebührenmonopols sind vorbei – höchstwahrscheinlich auch die von staatlich eingetriebenen Mediengebühren überhaupt:

  1. wenn der ORF ständig an Zusehern verliert,
  2. wenn die technische Verbreitung im Gegensatz zu früher nicht nur für ein oder zwei Programme, sondern (dank Satelliten, Kabel und Digitalisierung) für eine große Vielzahl an Programmen möglich ist,
  3. wenn längst die Privatsender alles bieten, was notwendig ist,
  4. wenn die paar verbliebenen öffentlich-rechtlichen Bedürfnisse durch einfaches Gesetz auch ohne ORF genauso, ja besser geregelt werden könnten (etwa durch die Pflicht aller Sender, im Katastrophen- und Kriegsfall Regierungsinformationen zu tranportieren; etwa durch Sachinformationen auf gv.at; etwa durch die Ausschreibung von Verträgen, Fernseh-Sendeschienen für Minderheiten auf Privatkanälen zu bringen; etwa durch die - derzeit gerade vorbereitete! - Übertragung von Parlamentssitzungen über eigene Server),
  5. wenn Privatsender heute zum Teil objektiver und seriöser, sowie jedenfalls in Summe vielfältiger und pluralistischer sind, als der ORF,
  6. wenn etliche Privatsender auch schon für Regionen unter der Ebene eines Bundeslandes Programm zu machen begonnen haben,
  7. wenn selbst ORF-Quizsendungen in Deutschland produziert werden (und man daher keine Österreich-spezifischen Fragen ans Publikum richten kann),
  8. wenn immer öfter an Stelle der Reste österreichischer Identität deutschdeutsche Umgangssprache wie "lecker", "Jungs", "Tschüss" oder "laufen" via ORF in die Sprache unserer Kinder geschleust wird,
  9. wenn meine Enkelkinder nach ihren liebsten Fußballklubs gefragt, durch die Bank englische und deutsche Vereine nennen,
  10. wenn orf.at zwar (weil ohne Werbungs-Belastung schnell und dank der Gebühren personell überreich ausgestattet) das meist benutzte Internet-Medium Österreichs ist, aber zugleich auch noch weit vor Facebook und Twitter das weitaus am heftigsten unerwünschte Meinungen – nicht bloß Beschimpfungen! – zensurierende Medium des Landes ist,
  11. wenn man für die besten Sportübertragungen, aber auch wirklich gute Filme immer öfter ohnedies jetzt schon an andere Sender extra zahlen muss,
  12. wenn eindeutig die Bürger, die Seher und Hörer als einzige eine demokratische Legitimation hätten, durch den Ein- und Ausschaltknopf, durch Abo-Entscheidungen zu entscheiden, welche Medien sie haben wollen,

dann sollte auch die Politik endlich begreifen: Es gibt keine Rechtfertigung für ein staatliches Fernsehen und Radio mit Zwangsgebühren mehr. Die Sechziger und Siebziger Jahre sind vorbei, wo noch vieles anders war.

Die Zeiten für Staatseinmischung in die Medienwelt sind vorbei, so wie sich der Staat zu Recht nicht mehr um den Semmelpreis kümmert, so wie er sich – angesichts großflächigen Versagens – vom Eigentum an Banken trennen musste (siehe CA, Länderbank, Zentralsparkassa, Hypo Alpe-Adria, Bank Austria, PSK usw.), ebenso von dem an der Industrie (der Katalog würde mit der Voest beginnend viele Absätze füllen).

Unabhängig davon ist aber die Aufregung der ORF-Redakteure und der wie immer mit ihnen eng verbündeten SPÖ über Steger auch systemimmanent gedacht ein Unsinn. Sie ist gerade dann kontraproduktiv, wenn man doch noch an ein Weiterbestehen des ORF glaubt.

Wer, wenn nicht der Stiftungsrat, also der ORF-Aufsichtsrat soll denn gerade im Interesse eines eventuellen Doch-noch-Überlebens des ORF klar und deutlich auf Fehlentwicklungen im Unternehmen hinweisen? Es ist inzwischen völlig eindeutig, dass die ständigen Exzesse von Wolf, Gelegs & Co (neben der immer wichtiger werdenden elektronischen Konkurrenz aus dem Internet) hauptverantwortlich für die Abwärtsentwicklung des ORF sind. Wer da nicht energisch gegensteuert, macht sich selbst grob fahrlässig am drohenden Untergang des ORF mitschuldig. Ein Verhalten, das von Wrabetz angefangen sehr viele ORF-Organe zu verantworten haben.

Aber gewiss: Wrabetz, die ORF-Redakteure und alle, die von deren Umtrieben derzeit profitieren, also Rot und Grün, denken nicht an morgen. Sie wollen lieber noch heute völlig ungebremst und unkontrolliert treiben, was sie wollen. Und zwar:

  • Ohne einen Eigentümer wie in jedem anderen Unternehmen üblich.
  • Ohne Gesetzgeber, der ihnen durch das Bundesgesetzblatt Schranken setzen könnte.
  • Aber dafür mit dicken, möglichst lange noch gesetzlich garantierten Gebühreneinnahmen, deren Verwendung ganz alleine ihrem Gutdünken obliegt.

Sehr schade, wenn der Regierung vorerst zu all dem – offiziell – nur der Leersatz einfällt, man solle die ORF-Debatte entemotionalisieren. Dabei ist der Gesetzgeber der einzige, der diese Umtriebe noch stoppen könnte.

Mo, 23.04.2018, 09:47 | István Pannon

Manipulations-, Gesinnungs-, Lücken- und Lügenpresse gegen Ungarn
(Dr. Elmar Forster/lebt u. a. in Ungarn)

andreas-unterberger.at/2018/04/manipulations-gesinnungs-lcken-und-lgenpresse-gegen-ungarn/
Sa, 21.04.2018, 17:36 | UFisc

Demokratie LEBT durch Widerstreit. Der ORF hat diesen zu fördern, aber nicht wie im Fall Ungarn in Art Gelegs&Lendvai, sondern in Art der Vielfalt, wodurch Pros&Cons und Fakten&Meinungen ersichtlich!
Sa, 21.04.2018, 17:34 | UFisc

Demokratie LEBT durch Widerstreit. Der ORF hat diesen zu fördern, aber nicht wie im Fall Ungarn in Art Gelegs&Lendvai, sondern in Art der Vielfalt, wodurch Pros&Cons und Fakten&Meinungen ersichtlich!
Fr, 20.04.2018, 10:07 | István Pannon

(M)ein Tipp zur alternativen Erbauung:
Zukunft braucht Wurzeln – Michael Klonovsky (33min)
youtube.com/watch?v=bBleiTDwq80

Ohne ORF geht's auch!
Do, 19.04.2018, 17:59 | Unsozialer Rotfunk

Wienerin mit Mini-Einkommen muss ORF-Gebühr zahlen:
Mit 770 Euro im Monat prekär angestellt, aber die volle Länge GIS-Zwangsgebühr zahlen müssen.
krone.at/1695797
Typisch für die Ideologie-Anstalt!
Do, 19.04.2018, 19:02 | Und davon profitiert der marxistische Judenhasser Klenk!

Bereits vor Jahren hat ein User Klenk enpfohlen sich eine Kippa aufzusetzen und nach 20 Uhr über der Reumannplatz zu gehen! Welche Antwort hat der linksversiffte Arsch wohl gegeben?
Do, 19.04.2018, 13:42 | Markus

Wer, wenn nicht diese Regierung soll und kann überhaupt das Meinungs- und Interpretationsmonopol des ORF endlich beschneiden? Rote und Grünen profitieren vom ORF seit vielen Jahren exklusiv!
Do, 19.04.2018, 10:58 | xxx

haha ORF alle paar monate 2 -3 minuten meldungen aus dem paralelluniversum danke es reicht auflösen abschalten fertig
Do, 19.04.2018, 09:05 | wahrheit

Der ORF will den totalen Krieg - er wird ihn erhalten! Diese 4.000 Propaganda-Würschteln vom rotgrünen Küniglberg-TV dürfen ab sofort maximal noch von einer exklusiven AMS-Betreuung träumen ...
Do, 19.04.2018, 08:13 | Pilz

wenn in diesem sog dann wieder viertklassige systemsoldaten & links-propagandamarionetten (durch üblich dämliche äußerungen) um einschlägiges schulterklopfen,subventionen, auftritte & PR buhlen ist..
Do, 19.04.2018, 08:17 | Pilz

..das zwar verwerflich-aber das ist auch deren job,schließlich wurden diese leute auch dafür sorgsam herangezüchtet.trotzdem halte ich diese figuren für sehr gefährlich für die gemeinschaft..
Do, 19.04.2018, 08:22 | Pilz

..sozialen frieden, etc! deshalb sollten diese "hassprediger" aus sicherheitsgründen schnellstmöglich aus dem (öffentlichen) verkehr gezogen werden! (beispiele dafür gibts mittlerweile ja viele!)
Do, 19.04.2018, 08:58 | Pilz

..neben/unter diesen für mich charakterlich widerlichen heuchlern/opportunisten sei auch d.für viele nur mehr traurige überbleibsel eines ehem.grandiosen liedermachers erwähnt.ja,ja-i'm from austria.
Do, 19.04.2018, 08:05 | Nietzsche

Was ist so furchtbar an "laufen"??
Do, 19.04.2018, 08:55 | Ingrid B.

Schwierg, wenn man daneben steht. Nichts unterscheidet uns so wie die Sprache! In Österreich gehen wir, in Deutschland läuft man. Beides probiert -kein Vergleich. Ihre Frage ist mehr als überflüssig
Do, 19.04.2018, 12:07 | Nietzsche

Dankesehr für Ihre Herablassung.
Do, 19.04.2018, 15:23 | fr

@Ingrid B.: So isses ! :-) Zu vermeiden gilt es folgende Wortschöpfungen deutscher Provenienz "Schakkeline, komm wech von die Regale, du Arsch!" oder "Schan-talle, geh nischt bei die Assis!".Bittesehr
So, 22.04.2018, 13:18 | Wilhelm Conrad

In der deutschen (BRD!) Sprache haben sich im letzten Vierteljahrhundert schnodderige Wendungen eingeschlichen, die mit der "Sprache der Dichter und Denker" nur noch herzlich wenig zu tun haben.
Do, 19.04.2018, 07:43 | Linda FrivoI

Nichts kann besser die Verlogenheit und Scheinheiligkeit in diesem Forum demonstrieren, als das Handeln der Blasen-"Admins" hier. Kein Wunder, dass ein User hier mein "Ende" vorhersagte! LOL!
Do, 19.04.2018, 08:48 | Taurus

Na, mal wieder nichts Besseres zu tun heute?
Aber danke das du uns schlechten Schlechtermenschen doch mit deiner moralischen Überlegenheit beglückst! Leider werden wir dir geistig nie folgen können!
Do, 19.04.2018, 10:18 | Hab ich diesen Schwampf

nicht schon irgendwo gelesen? Immer der gleiche Sager, erlaubt die Ideologie-Zentrale keine differenzierteren Aussagen mehr? Es wird scho' langsam fad ...
Do, 19.04.2018, 11:56 | Grantiger

Ich hab es mir gewunschen, aber sie dürfen ja immer noch Posten. *sfg*
Do, 19.04.2018, 14:39 | mitzi

Sancta stultitia! Noch immer unterwegs !
Do, 19.04.2018, 15:52 | Die letzten Zuckungen eines lügenden linken Trolls!

Österreicher haben, laut Linda, "Flüchtlinge" ermordet, vergewaltigt und erstochen!!!!
Do, 19.04.2018, 15:57 | Abraham

Und nie wurden "Flüchtlings"Unterkünfte von Flüchtlingen in Brand gesetzt! Das mehr Terroranschläge, Morde, Vergewaltigungen, Judenhass und Brände durch "Flüchtlinge" verursacht wurden, sind Fakenews!
Fr, 20.04.2018, 10:02 | wolfgang

Linda Frivol: was meinst du mit dem Admins einen Blasen oder was?
Fr, 20.04.2018, 16:20 | Frinda Liwohl, unnötig wie immer

Können sie nicht ganz im Stillen irgendwem den linxlinken Stinkefinger zeigen oder wen auffordern, zu sterben, anstatt uns hier zu belästigen? Es interessiert wirklich niemanden, was sie ausscheiden!
Do, 19.04.2018, 07:30 | kamamur

Nichts ist so gut, wie es vorher zu sein scheint.Daher muss ich wohl zur Kenntnis nehmen, dass ein jugendl. Blender,ein ruhig gestellter Krakeeler und ein Fernsehabstinenter hilflos stillschweigen.
Do, 19.04.2018, 06:29 | fr

Großartiger Artikel,Hr.Dr.Unterberger.Jedes Wort stimmt.Der ORF mit diesen Leuten ist Roter Staatsfunk.Und dieser wird,wie alle Roten Staatsbetriebe(s.Ihre Aufzählung:-)ohne Zwangs-Geld EINGEHEN!!
Do, 19.04.2018, 16:02 | Abraham

Korrektur: tiefroter "Staatsfunk". Der Wegscheider hat es fast passend formuliert: Opposition RundFunk. Neomarxistischer Rundfunk ist passender! Nicht umsonst ergibt rot-grün die Farbe braun!!
Do, 19.04.2018, 00:52 | Sanwalk

Kennt irgendjemand einen Zeitgenossen mit 40-, der noch den Küniglbergsender anschaut? 68er Spätlese, Bobos mit 50+ vielleicht und Pensionisten. Wer schaut denn bitte noch einen grauen Gesternsender?
Do, 19.04.2018, 08:59 | Ingrid B.

Bitte keine Verallgemeinerung beiden Pesionisten. Gerade die haben Zeit, zu vergleichen!!
Und die schaun auch dort und da die Nachrichten an und wissen dann, wem sie eher glauben (können)!
Do, 19.04.2018, 00:15 | Laszlo Panaflex

"wenn Privatsender heute zum Teil objektiver und seriöser [...] sind als der ORF.

Sie sagen es, "zum Teil". Aber dieser Teil ist winzig klein und besteht fast nur aus Servus TV. Puls4 & Co = Rotfunk
Do, 19.04.2018, 07:36 | oe24 TV

ist auch ganz gut.
Mi, 18.04.2018, 23:33 | gissofortabmelden.at

Ich mach das wie Minister Blümel, nur noch streamen u. so bei d.GIS-Gebühren sparen!
derstandard.at/2000075320286/Wie-der-Medienminister-seine-Rundfunkgebuehr-reduzierte

GIS fällt früher oder später!



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