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Kurt Ceipek (Ideologie: Mo, 09.07.2018, 00:19)
Paulus Manker und die „aufgeschwemmte Wasserleiche“

„Paulus Manker gilt als genialer, aber mitunter auch gefürchteter Schauspieler und Theatermacher“, leitete Barbara Stöckl ihre Diskussionssendung ein und sollte recht behalten. Das bald 60 Jahre alte „Enfant terrible“ Manker stellte unter Beweis, wie nahe Genie und Verhaltensauffälligkeit beisammen liegen oder ineinander übergehen können.

Wäre die donnerstägliche Spätabendsendung nicht mehr oder minder unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgelaufen – lediglich ein Prozent der Österreicher gönnte sich nach ORF-Angaben im Teletest das Vergnügen –, dann hätte die Sendung dank Manker das Zeug zum ORF-Skandal der Woche gehabt. Von Genialität ließ der Theatermensch in dieser Sendung zwar nichts erkennen, aber die muss er aufgrund von Erfolgen wie „Alma“ auf irgendeine Weise wohl haben.

Bei Stöckl beschränkte sich der gute Mann auf den Bereich jenseits der Genialität. Knapp 44 Minuten nach Beginn der Sendung fühlte sich Manker plötzlich berufen, ungefragt deftige Kritik an der Arbeit der Bundesregierung zu üben. Die Regierungsmitglieder nannte er locker „Dreckskerle“, denen er unterstellte, dass sie nichts Positives für das Land leisten wollten, sondern „die wollen ja nur Macht ausüben“.

Die Versuche von Barbara Stöckl, den in Rage geratenen Diskutierer wieder zum Thema zurückzuholen, scheiterten kläglich. Er redete immer schneller weiter und ließ sich nicht unterbrechen, als stünde er unter Drogeneinfluß. Besonders peinlich waren die Ausritte Mankers gegen Vizekanzler Heinz-Christian Strache, den er als „zu blad“ bezeichnete, „weil er nimmer raucht oder so“.

Um dann seine Schimpforgie an die Spitze zu treiben: „Neben diesem Dressman von Bundeskanzler, den wir jetzt haben, schaut der (Strache, Anm.) jetzt wirklich aus wie eine aufgeschwemmte Wasserleiche.“ Der Begriff „Dressman“ für Kanzler Sebastian Kurz war sicher auch nicht als Kompliment gemeint.

Nun ist in einer Diskussionssendung nichts gegen Kritik an der Regierung und an politischen Missständen einzuwenden. Allerdings muss in einem öffentlich-rechtlichen Sender auch von erfolgreichen Künstlern die Form gewahrt werden, sonst disqualifizieren sie sich selbst und zugleich auch den Sender, der derartiges ausstrahlt.

Sicherheitshalber hielt Barbara Stöckl sofort während einer kurzen Atempause von Manker fest, dass der ORF nicht für Einzelmeinungen zur Verantwortung zu ziehen sei.

Dabei könnte man den Wasserleichenvergleich Mankers mit einiger Phantasie noch als Selbstironie werten. Wer unter unseren geschätzten Lesern Paulus Manker optisch nicht parat hat, dem sei der Künstler hier kurz beschrieben. Er wirkt zumindest im Fernsehen wesentlich „blader“ als der Vizekanzler, wobei die Dicklichkeit durch eine Glatze in Kombination mit langem strähnigen Haar verstärkt wird. Möglicherweise betrachtet sich Manker zu selten in einem Spiegel. Aber vielleicht wollte er ganz gezielt einen Skandal provozieren, um auf diese Weise Werbung für sein nächstes Theaterprojekt zu machen.

Zum Abschluss der Sendung entschuldigte sich Barbara Stöckl vorsorglich für „überschießende und unqualifizierte Beschimpfungen“ bei der Diskussion.

Der ORF ist allerdings keineswegs frei von Schuld. Bei der Sendung „Stöckl“ wird zwar beim Zuseher der Eindruck erweckt, es handle sich um eine Live-Diskussion. Diese Sendung wurde jedoch bereits vor den Wahlen in Ungarn im April dieses Jahres aufgezeichnet, wie eine Diskussionsteilnehmerin in einem Nebensatz verriet. Man hätte die allerschlimmsten Beleidigungen der von der Mehrheit der Österreicher gewählten Politiker also problemlos herausschneiden können. Die über weite Strecken unterhaltsame und interessante Sendung hätte durch einen gekonnten Schnitt eher gewonnen.

Der Eindruck mancher TV-Zuseher, Paulus Manker wäre unter Drogeneinfluss gestanden, ist natürlich durch nichts zu beweisen. Allerdings könnte sich der ORF manche Probleme ersparen, wenn er bekannt schwierige Gäste vor Beginn der Aufnahme um Absolvierung eines Drogentests ersuchen würde.

Di, 10.07.2018, 12:57 | István Pannon

Mein Gott, eine typische Stöckl-Sendung. Vor Jahren: Jean Ziegler ruft bei Stöckl/ORF zu Mord / Lynchjustiz auf. Siehe: youtube.com/watch?v=1wlFpjJVHPY
Di, 10.07.2018, 12:25 | jagoda

bei in der Persönlichkeit Gestörten ist die Abwertung des Gegenüber ein typ. Merkmal.
Mo, 09.07.2018, 20:13 | Würde mich wer fragen, wer als Idealbesetzung (!) einer . . .

..."aufgeschwemmten Wasserleiche" durchgehen könnte, hätte ich eigentlich an einen bestimmten Herrn gedacht, der auch im obigen Artikel vorkommt. Und es ist durchaus NICHT Herr Strache.
Mo, 09.07.2018, 18:42 | Marietherese01

Zeitung "Oesterreich" vom Sonntag: Manker sollen finanzielle Mittel gestrichen werden, regt er sich dort auf ... na so eine Frechheit! :))
Mo, 09.07.2018, 15:33 | Erich von Schwediken

Die Moderatorin mag sich vor der Kamera distanzieren, man kann aber getrost davon ausgehen, dass manch ORFler hinter der Kamera über Mankers Tiraden geradezu Freudentränen vergossen hat.
Mo, 09.07.2018, 23:37 | Die Empörung

Korrekt. Das ist etwa so wertlos wie die Netiquette-Erklärungen der Mainstreammedien, die fast alles löschen, was ansatzweise pro-Regierung klingt, aber tiefste linke Beschimpfungen stehen lassen.
Di, 10.07.2018, 13:24 | Ingrid B.

Und das mit Sicherhit! Sonst hätte man zusammengestutzt oder besser gar nicht gesendet. Derartige Sendungen müsste ja genug vorhanden sein.
Mo, 09.07.2018, 13:40 | Elmar O.

In dieser seltsamen Sendung hat Jean Ziegler auch schon zum Massenmord an Bankern aufgerufen - selbstredend ohne irgendwelche Konsequenzen.
Mo, 09.07.2018, 12:06 | P. Manninger

Wer glaubt, dass das nur ein peinlicher Ausrutscher des ORF war kennt unseren Staatssender nicht. Wer den Manker einlädt weiß ziemlich genau, was da kommen wird. Der Mann ist berechenbar.
Mo, 09.07.2018, 11:58 | Barracuda

A roder Schal, a Glatz'n und ausgfraunzte Hoar mochn bei uns und bsunders beim ORF scho an Indelegtuellen ...
Prost Baulus ...
Mo, 09.07.2018, 11:55 | Sandwalk

Wer den dicken Manker ernst nimmt, ist selber verhaltensoriginell. Er ist ja irgendwie süß und komisch, aber ernst nehmen kann man diesen halblustigen Typen nicht.
Mo, 09.07.2018, 10:41 | Gespielin

Es ist immer lustig Hrn Manker an manchen Morgen in der Stadt zu sehen wie er eine Gespielin loswerden will und die Dame Ihm eine Szene macht da sie nicht abserviert werden will. Ein wahres Schauspiel
Di, 10.07.2018, 12:46 | @Gespielin

Ist das so? War mir nicht bekannt. Aber vielleicht könnte man eine Performance daraus machen - das Niveau von "Alma" hätte es wahrscheinlich. Und wär auch noch unterhaltsamer. Möglicherweise halt.
Mo, 09.07.2018, 10:07 | zymotic

Ich dachte auf den ersten Blick, das wäre eine Wasserleiche, erst beim zweiten Blick erkannte ich den Manker...
Mo, 09.07.2018, 09:29 | Ostwind

Was will der ORF dem GSI Gebühren Zahlern mit dieser als aktuell getarnten “historischen“ Aufzeichnung und den primitiven Ausfälligkeiten dieses Künstlers mitteilen????
Mo, 09.07.2018, 09:15 | Elmar O.

Mangels Argumenten und mangels Intellekt bewegt sich linke Kritik an der Regierung durchgehend auf genau diesem infantilen Niveau: Bitte der Strache stinkt...
Mo, 09.07.2018, 08:42 | W.Mandl

Ich glaube dass sich so ein Auftritt eines verhaltensauffälligen "Künstlers" selbst disqualifiziert und die Regierung nicht beleidigen kann, weil ihm die Satisfaktionsfähigkeit fehlt.
Mo, 09.07.2018, 08:22 | Die Empörung

Mankers Sorge gelte eben der "geistigen Sicherheit" der Menschen. Und diese ist halt nur im geistigen Schoß des Neosozialismus und seiner physischen Pflastersteine gewährleistet - bekanntlich.
Mo, 09.07.2018, 08:29 | Die Empörung

... und so hats offenbar auch eine Seelenverwandtschaft mit so manch österreichischem Richter. Wie sonst darf ungestraft klauen was man will, wofür andere monatelang in den Knast gehen.
Mo, 09.07.2018, 07:29 | Nur ekelhaft!

Manker (ohne "Herr") ist extrem häßlich, frei von Benehmen und Anstand. Ein absoluter Widerling! Sein Machwerk Alma - eine krankhafte Schweinerei für Voyeure. Er hat wohl mächtig Angst ohne Rot/Grün!
Di, 10.07.2018, 13:02 | István Pannon

Was mich interessiert, die olfaktorische Wahrnehmung. Riecht dieser Paulus Manker auch so ekelhaft wie er aussieht und sich gibt?
Mo, 09.07.2018, 07:25 | Sophisticated

Paulus sollte lieber froh sein dass seine ungehobelte, primitive Art ihm als, naja, ein genialer Künstler, ausgelegt wird! In Wahrheit ist er halt nur ein Bluffer, ohne seine Mutter wäre er nichts!
Mo, 09.07.2018, 01:07 | Gluthammer

Wenn der Manker sich für schön und nicht blad hält dann kann er keinen Spiegel zuhause haben.
Mo, 09.07.2018, 00:46 | Greta Schwan

Das Inserat „Fett am Bauch verlieren“ passt genau zu dem Manker-Kommentar. Sicher ein Zufall, aber köstlich unterhaltsam :-)))
Mo, 09.07.2018, 00:51 | Greta Schwan

Jetzt hat das Inserat „Fett am Bauch verlieren“ leider gewechselt. Schade!
Mo, 09.07.2018, 01:01 | Kassiber

:-)
Mo, 09.07.2018, 00:44 | Johannes

Manker sollte öfter einmal in den Spiegel schauen, bevor er unflätige Beleidigungen herausspuckt. Und der ORF soll nicht so tun, als hätte man so einen unflätigen Wutausbruch nicht erwartet.
Mo, 09.07.2018, 00:41 | Kassiber

Einer, der immer irgendwie ungepflegt aussieht, lästert über das Aussehen von ihm unliebsamen Personen. Die Linken werden auch immer primitiver.



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