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Werner Reichel (Personal: So, 05.01.2020, 00:37)
Die Mission der ORF-Klimaprediger

ORF-Wettermann Markus Wadsak hat „eine Mission“, verrät Ö1 in seinem Medienmagazin #Doublecheck. Herr Wadsak will die Menschheit missionieren. Wie die christlichen Missionare der Kolonialzeit ist auch er unerbittlich. Er mag die Ungläubigen und Wilden nicht, die den einzig wahren Glauben nicht annehmen wollen: „Klimaleugner sollen keine Bühne in den Medien bekommen“, wettert der Wettermann. „Wir diskutieren nicht mehr mit Klimawandelleugnern, die noch immer zweifeln.“

Ja, trotz Wadsaks gebührenfinanzierter Klima-Mission gibt es immer noch Zweifler. Mit „wir“ meint der Klima-Prediger den ORF, der schon seit langem nicht mehr mit (echten) Konservativen und Rechten diskutiert, sondern sie nur noch vorführt und bekämpft. Und da die Klimapanik der neue Hebel zur Umsetzung linker Ideen und zur Auslöschung des Kapitalismus ist, diskutiert man nun auch nicht mehr mit den ekeligen "Klimaleugnern", die im Übrigen das Klima gar nicht leugnen.

Es sei wissenschaftlicher Konsens, dass wir Menschen, wir kapitalistischen Sünder für den Klimawandel verantwortlich sind, erfährt man ebenfalls auf Ö1. Da alle Wissenschaftler, die anderer Meinung sind, keine medialen Bühne mehr bekommen, existieren sie in der öffentlichen Wahrnehmung auch nicht mehr, sind ihre Ansichten, Expertisen und Meinungen ausgelöscht.

Auch so kann man einen Konsens herstellen. Diese Abweichler können, wenn überhaupt, nur noch in alternativen Medien publizieren, die von ORF und andern Wahrheitsverkündern als Fake-News-Produzenten denunziert werden. Mit solchen Methoden schüchtert man alle potentiellen Skeptiker ein. In Nord-Korea herrscht übrigens Konsens, dass Kim Jong-un ein großartiger Führer ist. Auch der nordkoreanische Rundfunk bietet Kim-Jong-un-Leugnern keine Bühne.

In dieser Ausgabe der Sendung #Doublecheck geht es darum, dass „die“ Medien nicht für die Klimakrise gerüstet seien. Soll heißen, den Ö1-Beitragsgestaltern ist die Klima-Berichterstattung noch immer zu wenig propagandistisch und volkserzieherisch.

So bemängelt eine Expertin wofür auch immer, dass böse Boulevardzeitungen Artikel über heiße Sommertage zumeist mit fröhlichen Menschen im Freibad illustrieren. Das sei zu positiv. An heißen Tagen habe man sich vielmehr vor der Apokalypse zu fürchten. Man müsse die Menschen jeden Tag und bei jedem Wetterumschwung in Panik versetzen. Schließlich sind verängstigte Menschen, die vor dem Weltuntergang zittern, besonders leicht zu steuern, auszupressen und zu unterdrücken.

Trotz der hysterischen Klimaprophetin Greta, trotz mittlerweile flächendeckender, täglicher Propaganda und Panikmache, gibt es noch immer viel zu viele Leugner. Ö1 konstatiert: „Der Refrain ‚Meine Oma ist ne alte Umweltsau‘ hat Politiker und Publikum auf die Palme gebracht, es ist ein exemplarisches Beispiel dafür, wie sehr das Klima-Thema polarisiert.“

Meint Ö1 das ernst? Die Menschen haben sich nicht über das Umweltthema aufgeregt, sondern darüber, dass der gebührenfinanzierte WDR eine ganze Generation pauschal als Schweine bezeichnet und sie damit entmenschlicht und erniedrigt hat. Das hat mit Klima und Wetter nichts zu tun.

Würde jemand ein satirisches Lied mit diesen Refrain texten: „Mein WDR-Moderator ist eine teure Rundfunksau“, würden sich die WDR-Mitarbeiter - zu Recht - angegriffen und beleidigt fühlen und das nicht verständnisvoll als freche Satire über die Diskussion über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abtun.

Aber bei der linken Klima-Mission heiligt der Zweck bekanntlich die Mittel, da darf man auch Menschen als Säue bezeichnen. Auf Ö1 überlegt man zudem, ob Klimawandel, Klimakrise oder Klimanotstand nicht zu schwache Begriffe seien. Sie würden die Dramatik des anstehenden Weltuntergangs, die man braucht, um die Geldbörsen der Klimasäue zu plündern, nicht gut genug rüberbringen.

Nach so einer gruseligen Ö1-Sendung hat man mehr Angst vor den linkslinken Klima-Fanatikern als vor der von ihnen ausgerufenen Klimakrise.