ORF-Watch.at Die unabhängige Kontrolle des Gebührenmonopols


Werner Reichel (oe1 Mo, 12.05.2014, 12:00)
Mittagsjournal

Wo die Ö1-Redakteure politisch stehen, ist kein Geheimnis. Man zeigt seine Gesinnung ganz offen und tut nicht einmal mehr so, als ob man unabhängig wäre. Trennung von Meinung und Nachricht? Fehlanzeige. Beispiel Mittagsjournal. In einem Beitrag ziehen Moderator und Beitragsgestalter über die deutsche Atomindustrie her, weil diese für den von der Regierung aufgezwungenen Rückbau ihrer Atomkraftwerke Geld vom Staat fordert. Der Beitrag ist eine einzige Polemik.

Der Moderator behauptet sogar: „Jahrelang haben die Konzerne milliardenschwere Gewinne gemacht, muss man sagen, und diese nicht mit der Allgemeinheit geteilt.“ Tatsächlich, muss man das wirklich sagen? Die deutschen Energiekonzerne mussten ihre Gewinne also nicht versteuern? Was man in einem öffentlich-rechtlichen Qualitätsradio so alles erfährt. Empörung, Befindlichkeiten und Meinung statt Sachlichkeit und Information.

Gleich  darauf sendet Ö1 die launige Ankündigung eines Beitrags zur Legalisierung von Cannabis im US-Bundesaat Colorado. Dazu wird im Hintergrund der John-Denver-Song „Rocky Mountains High“ gespielt. Hahaha, wie lustig und originell.

Und zum Abschluss wird im Nachrichtenüberblick eine Meldung damit begonnen, dass EU-Spitzenkandidat Eugen Freund von der SPÖ sehr empört ist und gegen ihn gerichtete Vorwürfe dementiert. Nicht die ganz frischen und überaus spannenden Vorwürfe, wonach Freund seinerzeit Information an den jugoslawischen Geheimdienst verkauft haben soll, sondern sein Dementi ist für die Ö1-Redakteure die eigentliche Geschichte. Noch Fragen?

Mo, 12.05.2014, 23:55 | sokrates

(Hass-)Gesinnung der Redakteure sieht man auch perfekt in den Pressestunden, wenn nicht die Sponsoren SPVP an der Reihe sind.Armselig die primitive Argumentation und Präpotenz der Interviewer!
Mo, 12.05.2014, 17:00 | Elmar Leimgruber, redakteur.cc

Haschisch wird von Linken leider immer -entgegen seriösen Studien- verharmlost.
Als ex-ORF-ler und SPÖ-Freund ist man klar unschuldig.
Aber pro Atomkraft zu sein, ist real Realitätsverweigerung.



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